Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft

Turnierordnung Saison 1992/93


1. Spielregeln

Es gelten die Spielregeln des Weltschachbundes (FIDE).

2. Spielberechtigung

2.1 Am Spielbetrieb können nur Spieler und Mannschaften teilnehmen, die Mitglied der Bremer Schachjugend (BSJ) sind.

2.2 Ein Spieler ist während eines Spieljahres nur für einen Verein spielberechtigt.

2.3 Die Spielberechtigung wird den Spielern durch

  • einen Spielerpaß des Landesschachbundes Bremen (LSB) oder
  • eine Spielberechtigung der BSJ erteilt.
2.3.1.1 Die Ausstellung eines Spielerpasses kann jederzeit bei der Paßstelle des LSB unter Angabe der erforderlichen Daten beantragt werden.
2.3.1.2 Die Spielberechtigung wird automatisch sämtlichen aufgeführten Jugendlichen, deren Namen auf der aktuellen Mitgliederliste des Vereins zu finden sind, erteilt.
2.3.1.3 Bei Nachmeldungen von Spielern, deren Namen nicht auf der Mitgliederliste zu finden sind, ist eine aktualisierte Mitgliederliste zusätzlich an den BSJ - Turnierleiter zu senden.
2.3.1.4 Nachmeldungen von bereits auf der Mitgliederliste aufgeführten Spielern sind problemlos möglich.
2.3.2 Ein Spieler, der noch nicht für seinen alten Verein eingesetzt wurde, kann zum 31. Dezember den Verein wechseln.
2.3.3 Vorläufige Spielgenehmigungen des LSB werden anerkannt.

2.4.1 Stellt sich nachträglich heraus, daß für einen Spieler, dem eine Spielberechtigung erteilt worden ist, bereits andernorts eine Spielberechtigung besteht, so ist nach Ziffer 2.5 zu verfahren.
2.4.2 Gegen den betreffenden Spieler ist außerdem eine Strafe zu verhängen.

2.5 Bei Mitwirkung eines nicht spielberechtigten Spielers in einem Mannschaftskampf wird dieser unter Aberkennung aller Brettpunkte als verloren gewertet.

3. Mannschaftsmeldungen für die Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft (BJMM)

3.1 Für jede Mannschaft, die für die Teilnahme an der BJMM gemeldet wird, ist eine Rangliste namentlich in der Reihenfolge der Brettbesetzung vorzulegen.

3.2 Eine Rangliste umfaßt 4 Stammspieler und bis zu 6 Ersatzspieler. Die gemeldete Reihenfolge ist für die gesamte Spielserie verbindlich und kann nach Meldeschluß, abgesehen von einer Ergänzung durch Ersatzspieler, nicht mehr geändert werden.

3.3 Nachmeldungen von Ersatzspielern sind während der gesamten Spielserie bis zur Höchstzahl von 10 Spielern je Mannschaft möglich.
3.3.1 Nachmeldungen von Spielern, für die dem nachmeldenden Verein bereits eine Spielberechtigung vorliegt, sind an den zuständigen Staffelleiter zu senden.
3.3.2 Nachmeldungen müssen schriftlich erfolgen und Angaben darüber enthalten, in welcher Mannschaft der nachgemeldete Spieler eingestzt werden soll. Nachgemeldete Spieler sind in der betreffenden Rangliste hinten anzufügen. Sie sind frühestens eine Woche nach dem Zeitpunkt der Nachmeldung (Poststempel) spielberechtigt.

3.4 Stammspieler untergeordneter Mannschaften können als Ersatzspieler für klassenhöhere Mannschaften gemeldet werden. Desgleichen ist die Meldung von Ersatzspielern gleichzeitig für mehrere Mannschaften zulässig, sofern diese nicht in einer Klasse spielen. Für die Saison 92/93 werden die Staffeln wie Klassen behandelt.

4. Auslosung und Spielpaarungen

Die nach der Paarungstabelle zuerst genannten Mannschaften führen an den Brettern mit gerader Bezifferung die weißen Steine und haben Heimrecht.

5. Spieltermine und Spielbeginn

5.1 Die BJMM beginnt im Oktober und soll nach Möglichkeit vor den Osterferien des folgenden Jahres beendet sein.

5.2 Spielbeginn an Sonnabenden ist um 15.00 Uhr
5.2.1 In begründeten Fällen kann der Spielbeginn für einzelne Wettkämpfe oder auch für sämtliche Heimspiele einer Mannschaft bis zu einer Stunde hinausgeschoben werden.
5.2.2 In Einzelfällen sind der Gegner und der zuständige Staffelleiter spätestens eine Woche vor dem angesetzten Spieltermin zu unterrichten.

5.3.1 Falls Spieltage der BJMM mit Veranstaltungen auf höherer Ebene kollidieren, so kann die betroffene Mannschaft bis zu drei Wochen vor dem angesetzten Termin eine Vorverlegung des untergeordneten Wettkampfs verlangen. Der neue Termin wird vom zuständigen Staffelleiter festgesetzt.
5.3.2 Unter Veranstaltungen auf höherer Ebene sind neben übergeordneten Turnieren oder Wettkämpfen auch Sitzungen usw. von der BSJ übergeordneten Organisationen oder der Einsatz als Schiedsrichter zu sehen.

5.4 Bei gegenseitigem Einvernehmen können Wettkämpfe vorverlegt werden. Der zuständige Staffelleiter ist von dem neuen Termin zu unterrichten.

5.5 Das Nachspielen von Wettkämpfen ist bei vorliegen von kurzfristig eingetretenen zwingenden Gründen, die vom zuständigen Staffelleiter zu genehmigen sind, möglich. Gegner und Staffelleiter sind rechtzeitig vor dem angsetzten Spieltermin zu verständigen.
5.5.1 Der für die Verlegung verantwortliche Verein muß an einem von zwei zumutbaren Terminen, die der Gegner zur Wahl stellt, auf eigene Kosten zum Gegner reisen. Der neue Termin ist dem zuständigen Staffelleiter spätestens drei Tage nach dem angesetzten Spieltermin mitzuteilen. Falls keine anderweitige Einigung erzielt wird, ist das gegnerische Vereinslokal Austragungsort des nachzuholenden Wettkampfs.
5.5.2 Wird eine derartige Verlegung vom zuständigen Staffelleiter veranlaßt, so bestimmt dieser den Nachholtermin und den Spielort.

5.6 Wettkämpfe der letzten Runde können grundsätzlich nicht nachgeholt werden.

6. Mannschaftsaufstellungen

6.1 Die Mannschaften haben geschlossen anzutreten und spielen in der BJMM an 4 Brettern.

6.2 Die Brettfolge darf gegenüber der Rangliste während der gesamten Spielserie nicht geändert werden.

6.3 Fehlen Spieler, so müssen Ersatzspieler unter Aufrücken der Mannschaft in der gemeldeten Reihenfolge hinten angeschlossen werden.
6.3.1 Ersatzspieler dürfen nach dreimaliger Mitwrkung in klassenhöheren Mannschaften nicht mehr in einer untergeordneten Mannschaft eingesetzt werden.
6.3.2 Stamm- und Ersatzspieler dürfen in einer nach Spielplan gleichen Runde nur einmal eingesetzt werden.

6.4 Ein Offenlassen einzelner Bretter ist unter Namensnennung der fehlenden Spieler zulässig. Ein Offenlassen ohne Namensnennung ist nur an den letzten Brettern möglich.

6.5 Die Mannschaftsaufstellungen sind vor Beginn des Wettkampfes von den Mannschaftsführern festzulegen. Nach erfolgter Nominierung ist eine Änderung nicht mehr möglich.

6.6 Bei fehlerhaften Mannschaftsaufstellungen werden die errungenen Brettpunkten aller zu tief eingesetzten Spieler aberkannt. Ein Spieler ist dann zu tief eingesetzt, wenn vor ihm ein Spieler mit einer höheren Ranglistennummer spielt.

7. Schiedsrichter

7.1 Für einzelne Mannschaftskämpfe können Schiedsrichter eingesetzt werden. Ist kein Schiedsrichter anwesend, so sind beide Mannschaftsführer gemeinsam Schiedsrichter.

7.2 Zur Wahrnehmung einzelner Schiedsrichteraufgaben können Hilfskräfte herangezogen werden.

7.3 Können sich beide Mannschaftsführer bei Ausübung von Schiedsrichteraufgaben nicht einigen, so senden beide einen gesonderten Bericht innerhalb von zwei Tagen (Poststempel) an den zuständigen Staffelleiter.

8. Bedenkzeit und Spieldauer

8.1 Die Bedenkzeit beträgt für 40 Züge 2 Stunden. Unbeendete Partien werden mit einer Bedenkzeitverlängerung von 1 Stunde je Spieler zu Ende gespielt.

8.2 Wenn unbeendete Partien mit einer Bedenkzeitverlängerung zu Ende gespielt werden sollen, sind die "Regeln für die Beendigung von Partien durch Schnellschach" sinngemäß anzuwenden.

8.3 Hängepartien sind nicht möglich.

9. Nichtantreten und Spielausfälle

9.1 Tritt eine Mannschaft zu einem Spieltermin innerhalb einer Stunde nach angesetztem Spielbeginn nicht an, so hat sie den Wettkampf mit 0:4 Brettpunkten und 0:2 Mannschaftspunkten verloren. Eine Mannschaft gilt als nicht angetreten, wenn innerhalb der genannten Frist weniger als zwei Spieler den Wettkampf aufgenommen haben.

9.2 In Ausnahmefällen - "Höhere Gewalt" - kann der zuständige Staffelleiter einen neuen Termin ansetzen. Das Vorliegen "Höherer Gewalt" muß glaubhaft gemacht werden, wobei zu berücksichtigen ist, daß keine Pflicht besteht, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Weiterhin muß alles Zumutbare getan werden, um Turnierleitung und Gegner zu verständigen.

9.3 Abgesehen von Fällen nach Ziffer 9.2 kann bei Nichtantreten eine Geldbuße verhängt werden.
9.3.1 Die Geldbuße beträgt das eineinhalbfache der Fahrtkosten nach den Sätzen des Fahrtkostenausgleichs, mindestens jedoch DM 100,-.

9.4 Falls eine dritte Mannschaft durch eine kampflose Wertung eines Wettkampfes nach Ziffer 9.1 (vgl. auch Ziffer 2.5) benachteiligt wird, kann der zuständige Staffelleiter geeignete Maßnahmen treffen.

10. Ergebnismeldungen

10.1 Der gastgebende Verein ist in allen Mannschaftskämpfen verpflichtet, die Mannschafts- und Einzelergebnisse dem zuständigen Staffelleiter schriftlich zu melden. Die schriftliche Ergebnismeldung muß innerhalb von zwei Tagen (Poststempel) abgesandt werden.

10.2 Der gastgebende Verein ist ebenfalls verpflichtet, am Spieltag die Mannschafts- und Einzelergebnisse bis 21.30 Uhr telefonisch dem zuständigen Staffelleiter zu melden.

10.3 Bei nicht termingemäßer Ergebnismeldung kann der zuständige Staffelleiter eine Geldbuße in Höhe von DM 10,- verlangen.

11. Punktwertung und Punktgleichheit

11.1 In der BJMM entscheidet die Zahl der Errungenen Mannschaftspunkte über die Plazierung. Es gilt folgende Wertung:

  • mehr als 2 Brettpunkte = 2 Mannschaftspunkte
  • 2 Brettpunkte = 1 Mannschaftspunkt
  • weniger als 2 Brettpunkte = 0 Mannschaftspunkte
11.1.1 Bei Gleichheit der Mannschaftspunkte im Endstand entscheidet die Zahl der errungenen Brettpunkte, besteht auch hier Gleichheit, so entscheidet die Berliner Wertung sämtlicher Wettkämpfe.

12. Rücktritt vom Turnier

12.1 Wird eine Mannschaft aus der BJMM zurückgezogen, so entscheidet der zuständige Staffelleiter, ob der Grund als zwingend anerkannt wird.

12.2 Die Mannschaft wird dann aus der Turniertabelle gestrichen.

12.3 Wird der Grund nicht als zwingend anerkannt, hat der zuständige Staffelleiter eine Strafe zu verhängen.

12.4 Dreimaliges Nichtantreten hat ebenfalls die Streichung aus der Turniertabelle zur Folge.

13. Siegerehrung

Die Siegerehrung findet während der Bremer Einzelmeisterschaften der Jugend vom 29. März bis zum 05. April 1993 in Arbergen statt.

14. Kostenverteilung

14.1 Die Fahrtkosten zu den Wettkämpfen der BJMM werden von den Vereinen gliechmäßig getragen.
14.1.1 Zu diesem Zweck wird in jeder Klasse ein Fahrtkostenausgleich durchgeführt, der sich an den durchschnittlichen Fahrtkosten orientiert.
14.1.2 Je Kilometer einfache Entfernung werden für eine Mannschaft DM 0,50 verrechnet. Die Entfernungen werden anhand der Fahrtstrecken der öffentlichen Verkehrsmittel festgelegt.

15. Strafen

15.1 Bei Verstößen gegen diese Turnierordnung und bei unsportlichem Verhalten kann der zuständige Staffelleiter Strafen verhängen.

15.2 Die Strafen für Nichtantreten und Säumnis sind unter den Ziffern 9.3 und 10.3 geregelt.

15.3 Weitere Strafen sind

  • 15.3.1 Erheben eines Reuegeldes,
  • 15.3.2 1. und 2. Verwarnung,
  • 15.3.3 Geldbuße,
  • 15.3.4 Spielsperre.

15.4 Die Teilnahme an künftigen Veranstaltungen kann von der Hinterlegung eines Reuegeldes bis zu einer Höhe von DM 50,- bei Einzelmeisterschaften bzw. DM 100,- bei Mannschaftsmeisterschaften abhängig gemacht werden, die nach korrektem Verhalten zurückgezahlt werden.

15.5 Nicht entrichtete Geldbußen werden vier Wochen nach Eintritt der Rechtskräftigkeit in eine Spielsperre umgewandelt. Die Umwandlung bedarf keiner besonderen Mitteilung.

15.6 Spielsperren können mit zeitlicher Begrenzung für bestimmte Turniere bzw. für sämtliche Veranstaltungen der BSJ verhängt werden. Entsprechend der Gültigkeitsdauer einer Spielsperre dürfen gesperrte Spieler bzw. Mannschaften nicht zu Veranstaltungen auf höherer Ebene gemeldet werden.

15.7 Sämtliche Strafen unterliegen dem Grunde und der Höhe nach dem Rechtsmittelverfahren nach Ziffer 16.

16. Rechtsmittel gegen Staffelleiterentscheidungen

16.1 Gegen Entscheidungen des jeweiligen Staffelleiters kann Einspruch eingelegt werden. Nach Beendigung eines Turniers sind Einsprüche nur noch gegen die Feststellung der Beendigung zulässig.

16.2 Einsprüche können nur mit Zustimmung des Vereins vorgelegt werden.

16.3 Ein Einspruch ist innerhalb von sieben Tagen (Poststempel) nach Zugang der Turnierleiterentscheidung schriftlich beim zuständigen Tunrierleiter einzulegen, der entweder Abhilfe schafft oder den Einspruch an den Vorsitzenden des Spielausschusses des LSB weitergibt.
16.3.1 Ein Einspruch ist schriftlich zu begründen und soll einen bestimmten Antrag enthalten.
16.3.2 Der Spielausschuß des LSB gibt dem Betroffenen eine schriftliche Ein-spruchsentscheidung mit Begründung.
16.3.3 Die Entscheidung des Spielausschusses ist unanfechtbar.

16.4 Bei Einlegen eines Einspruches ist nachweislich innerhalb der Ein-spruchsfrist ein Kostensatz auf das Konto des LSB einzuzahlen.
16.4.1 Dieser Kostensatz beträgt bei der BJMM DM 100,-
16.4.2 Der entrichtete Kostensatz wird erstattet, wenn dem Einspruch ganz oder teilweise stattgegeben wird.
16.4.3 Bei Abweisung des Einspruchs verfällt der entrichtete Kostensatz zu Gunsten der Kasse des LSB.

16.5 Einsprüche können innerhalb von vierzehn Tagen nach Einlegung zurückgezogen werden. Der Kostensatz wird in diesen Fällen erstattet.

17. Zusätzliche Bestimmungen

17.1 Altersgrenzen
17.1.1 An der BJMM Saison 1992/93 dürfen nur Spieler der Jahrgänge 1973 und jünger teilnehmen.

Turnierleiter der Bremer Schachjugend
Gustaf Mossakowski


 

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© 2000 Bremer Schachjugend. Letzte Änderung: 02.04.2000
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