46. Deutsche EM U20 in Augsburg
Dennis Fanelsa (SV Werder)


Bericht erschienen in den Bremer Schachmusikanten


23. Juli bis 1. August 1992 in Augsburg

Was mir gefiel
Was ich gut fand

  • den ICE: weil man wenigstens etwas Platz für seine Beine hat
  • das Hotelzimmer mit Dusche, WC und Kabel-TV
  • das Zimmertelefon
  • den SV Werder v. 1899 und Europapokalsieger von 1992, der mich mit DM 150,- unterstützte
  • die Stadtrundfahrt, weil man nicht daran teilnehmen mußte
  • meinen Betreuer C.-D. Meyer, der sich viel Zeit nahm (ich fand besonders die Eröffnungsvorbereitung sehr lohnend und anregend
  • meine Gewinnpartie
  • das Fußballspiel, daß die bessere Mannschaft mit 3:4 verlor
  • Augsburger, die morgens um 900 Uhr im Biergarten abhängen und Weizen ziehen.
  • die Trabbi-Cruising-Tour mit dem Brandenburger Meister Sven Rosenau durch Augsburg, auf der uns alle Autofahrer an den Ampeln den Weg zeigen wollten, obwohl wir ihn wußten.

Was mir nicht gefiel
Was ich nicht gut fand

  • die fünfeinhalbstündige Hin- und Rückfahrt
  • Augsburg
  • Augsburger Kebab-Läden, in denen man mit norddeutscher Aussprache nicht bedient wird
  • Augsburger Dizzen, in die man nur donnerstags reinkommt (sonst ist es nämlich "so voll") und dann nur mit Clubkarte
  • die BSJ:
    1. Es interessierte sich keiner bei der BSJ dafür, wie man nach Augsburg kommt: so wurden weder Zugverbindungen noch Fahrkarten besorgt.
    2. Ich mußte als Zivi die DM 200,- für die Fahrkarte auslegen (die normalerweise DM 400,- gekostet hätte) und laufe bis heute - 11.09.92 - meinem Geld hinterher (Als Zivi verdient man umgerechnet DM 1,65 pro Stunde).
  • meine zwei Verlustpartien
  • die Essensrationen, die Zahnfüllungen ähnelten
  • bayrischer Wurstsalat
  • Deutsche Meister, die kein Wort deutsch sprechen können

Fanelsa - Hoffmeyer (Sachsen-Anhalt) DEM U20 1992, 1. Runde
1.Sf3 d6 2.g3 g6 3.Lg2 Lg7 4.0-0 e3 5.d3 f5 6.c4 Sf6 7.Sc3 0-0 8.Tb1 a5 9.a3 Sh5 10.Lg5 De8 11.Sd5 Tf7 12.Ld2 h6 13.Dc1 g5 14.b4 ab 15.ab f4 16.b5 b6 17.Se1 Ta7 18.Ta1 Ta1: 19.Da1: Lg4 20.Sc3 Sf6 21.Da8 h5 22.Sc2 Tf8 23.Sb4 Dg6 24.Db7 h4 25.Dc7: hg 26.fg Dh3 27.Tf2 Le2: 28.Se2: e4 29.de Sg4 30.Lf3 fg3: 31.Sg3: Dh4 32.Lg4: Ld4 33.Le6 Kh8 34.Sd3 Dh6 35.Lf5 Lf2: 36.Sf2: Dh4 1-0

Dennis Fanelsa

(Anm. d. TL: zur BSJ-Sache: Dennis hat weder den Eigenbetrag von DM 100,- eingezahlt noch die Fahrtkostenabrechnung vorgelegt. Von nix kommt auch nix! Und zum Raussuchen von Zugplänen ist die BSJ nicht da - das trauen wir unseren 20-jährigen Teilnehmern schon alleine zu. Noch was zur DEM: Die Ausrichtung soll sehr gut gewesen sein, die Teilnehmer waren überwiegend jüngeren Jahrgangs, nur 7 der 24 Jahrgang 1972. Der Deutsche Meister aus Sachsen-Anhalt ist in Deutschland geboren, allerdings als Sohn von in Deutschland stationierten Russen. Daher spricht er auch kaum Deutsch.)


 

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© 2000 Bremer Schachjugend. Letzte Änderung: 31.03.2000
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