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Jugendblitz 1993 Bremen oder: Wieder einen Sonntag in den Sand gesetzt


Erschien in den Bremer Schachmusikanten

                                                  1 1 1 1 1 1 1 1
Pl Name (Verein)                1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7  Pkt. 
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 1 Arnd Lauber (DSK)            X = = = 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1  14.5
 2 Tobias Jugelt (DSK)          = X = = 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1  14.5
 3 Christian Lankenau (Find.)   = = X 0 = 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1  13.5
 4 Torsten Hölscher (Findorff)  = = 1 X 1 0 = 1 1 1 1 = 1 1 1 1 1  13
 5 Thorsten Groß (Langen)       0 0 = 0 X 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1  12.5
 6 Marko Jostes (Findorff)      0 0 0 1 0 X 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 0  11
 7 Aliihsan Kaya (Gröpelingen)  0 0 0 = 0 0 X 1 1 1 = 1 1 0 1 1 1  9
 8 Markus Schorsch (Gröpel'n)   0 0 0 0 0 0 0 X 1 1 0 1 0 1 1 1 1  7
 9 Julian Blumenstingl (Werder) 0 0 0 0 0 0 0 0 X 1 1 = = 1 1 1 1  7
10 Alexander Jung (Achim)       0 0 0 0 0 0 0 0 0 X 1 1 1 1 1 1 1  7
11 Stephan Genske (Achim)       0 0 0 0 0 0 = 1 0 0 X 1 1 0 0 1 1  5.5
12 Miguel Navarro d.l.Paz (SVW) 0 0 0 = 0 0 0 0 = 0 0 X 0 1 1 0 1  4
13 Till Wurster (Werder)        0 0 0 0 0 0 0 1 = 0 0 1 X 0 = 1 0  4
14 Patrick Breder (Werder)      0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0 1 X 0 = 0  3.5
15 Christian Wrede (Gröpel'n)   0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 = 1 X 0 1  3.5
16 Björn Breder (Werder)        0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 = 1 X 1  3.5
17 Alpay Bendfeldt (Gröpel'n)   0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 1 1 0 X  3
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Nach langer Zeit gab es wieder eine Jugendblitzmeisterschaft in Bremen. An einem Sonntag im feuchten September (19.9.) trafen sich 16 junge Schachspieler, allesamt Jahrgang 1973 oder jünger, im Clubraum des SV Werder ein, den Blitzmeister für ein Eintrittsgeld in der Höhe von zwei Heiamännern auszuspielen. Etwas verspätet traf gegen halb elf dann noch die Nummer 17 ein - der Turnierleiter war nun total überfordert, unter Mithilfe der Teilnehmer konnte nach zwei gespielten Runden auch dieser Spieler noch eingebaut werden. Aber: das Sprichwort "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" hat sich doch wieder einmal bewahrheitet - die Nummer 17 erreichte auch den gleichnamigen Platz.

Die Teilnehmer kämpften vier Stunden lang um Platz eins und damit DM 70,- Preisgeld, dann stand der erste Platz fest - oder auch eben nicht. Zwei Recken aus dem fernen Delmenhorst hatten sich aufgemacht, das Preisgeld einzutüten, zwei Findorffer Schachtiger wollten auch noch etwas vom Kuchen haben, doch schließlich fehlte dem Spitzenquartett (man kann die vier getrost als Bremer "Jugendschach-Elite" bezeichnen) teils der nötige Kampfeswille, teils die Routine und so gab es keinen ersten Platz. Das Preisgeld (böse Zungen sagen, der TL hätte extra vier Plätze prämieren lassen, da er im gleichen Verein wie der Viertplazierte Mitglied ist, stimmt aber gar nicht, wie aus seriöser Quelle zu erfahren war) teilten sie trotz allem unter sich auf. Delmenhorst Platz 1&2, Findorff 3&4, die DM 70/50/30/20 wurden in zweimal 60, Rest gleich, umgewandelt. Die spannende Partie des Bremer Meisters U-17, Jungstar Arnd Lauber, gegen Tobias "Kugelt" Jugelt, auch vielfacher Bremer Meister, wie dem wissenden Leser sicherlich bekannt ist, endete mit einem Patt - wie mir erstgenannter freudenstrahlend verschmitzt-lächelnd berichtete.

Hinter dem Führungsquartett folgte ein enttäuschter, extra aus dem über 70 Kilometer entfernten Langen angereister Thorsten "Gerne-" Groß, einen halben Punkt Rückstand, aber leider kein Geld. Zwischen Platz sechs, Marko Jostes (FSF) und sieben, Aliihsan Kaya (Gröpel'n) war ein Abstand von zwei Punkten - charakteristisch für den Leistungsunterschied. Am Rande: zwei Funktionäre sind diese eben genannten Schachmeister, können die vielleicht doch Schachspielen, Menschen dieser Couleur? Der DWZ-Unterschied von ca. 1000 Punkten zwischen Platz 1/2 und den hinteren Plätzen machte sich oft bemerkbar - ab Platz fünf leistete sich das erfolgsverwöhnte Duo Lauber/Jugelt keinen Ausrutscher. Im Gegensatz zu Platz vier, ... etc. Mein Dank geht an dieser Stelle an Oliver Müller, der sowohl mir sein Fachwissen bei der Turnierleitung zur Seite stellte als auch das ganze Spektakel erst möglich gemacht hat. Danke SV Werder! Auch die Teilnehmer haben sich vorbildlich verhalten - kein Geschrei, kein Gemecker, keine Streitfälle - es wurde kein einziges tieffliegendes Plastikspielzeug gesichtet. Viele Vereine glänzten durch ihre Abwesenheit - das mag auch an der ziemlich kleinen Ausschreibung gelegen haben, jaja, nächstes Jahr (falls die BJBM dann nochmal stattfindet) wird sie größer. Aber der aufmerksame Schachmusikantenleser hat sicherlich auch die Ausgabe der BSM mit dem Terminplan der Schachjugend gelesen - da stand der Termin auch schon drin. Übrigens (für die Leute, die nicht die Chance zur Teilnahme genutzt haben): es gab vom SV Werder jede Menge Freikarten für die Bundesliga (Fußball), die unter den 17 Mitspielern + 1 TL verteilt wurden.

Gustaf Mossakowski


 

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© 2000 Bremer Schachjugend. Letzte Änderung: 01.04.2000
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