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Bremer Schulschachmeisterschaften 1994


Jedes Jahr im Frühling finden nun schon seit 1988, damals noch auf Anregung von Bernhard Künitz, die Bremer Schulschachmeisterschaften (BSSM) statt. In letzter Zeit scheint Schach an Schulen wieder populärer geworden zu sein, spielten doch in diesem Jahr (1994) sage und schreibe 76 Mannschaften in vier Altersklassen mit. Gegenüber dem letzten Jahr (56 Mannschaften, 8 WK I, 22 WK II, 28 WK III) bedeutet dies eine, wie der Rechenkünstler unter den geneigten Lesern sicherlich schon blitzschnell herausgefunden hat, eine enorme Steigerung. Hoffen wir, daß die Vereine des LSB davon profitieren werden. Nutzen könnte man dazu perfekt die Deutschen Schulschachwochen, die im Zeitraum vom 19.09.-16.10.1994 sicherlich auch eine Woche in Bremen stattfinden werden, voraussichtlich direkt nach dem Bremer Schulschachpokal, der am 17. September (vormerken!) stattfindet. Doch dazu später mehr.

Günther Israel, unser Schulschachreferent (ein wahres Wortungetüm), hat auch dieses Jahr wieder viel Arbeit geleistet, die Ergebnisse finden Sie, lieber Leser, gleich unter meinem Einleitungsbericht. Herauszuheben diesmal auch noch die Deutsche Schulschachmeisterschaft der Wettkampfklasse (WK) II, die just in diesem Jahr in der Freien Hansestadt ausgetragen wird. Interessierten sei hier der Termin unter die Nase gerieben: 8. und 9. Mai im BIZ (Berufsinformationszentrum) Faulenstraße (im SATURN HANSA-Haus -Werbung, da Sponsor-), jeweils von 8.30 bis 18.00 Uhr Nutzt die Chance zum Zuschauen, die nächste Deutsche Meisterschaft (Schulen) kommt erst 1997 wieder nach Bremen...

Übersicht über die teilnehmenden Schulen an den BSSM 1994

(nach Stadtteilen sortiert, Zahl der Mannschaften (WK I,II,III,IV), Gesamt

Blumenthal	Lehmhorster Str.	(-,1,2,-); 3 
Gröpelingen	GS West			(-,1,-,-); 1
		Pestalozzistraße	(-,-,1,-); 1
Hemelingen	Arbergen		(-,-,-,1); 1
		Drebberstraße		(-,1,1,-); 2
		Holter Feld		(2,-,-,-); 2
		Mahndorf		(-,-,1,1); 2
Horn-Lehe	Bergiusstraße		(-,-,2,-); 2
Huchting	Delfter Straße		(-,-,-,1); 1
		Flämische Straße	(-,1,-,-); 1
		Hermannsburg		(-,4,3,-); 7
		Willakedamm		(-,1,-,-); 1
Mitte		Altes Gymnasium		(1,1,1,-); 3
Oberneuland	Oberneuland		(-,-,-,5); 5
		Ökumen. Gymn.		(1,1,2,-); 4
Obervieland	Habenhausen		(-,-,3,-); 3
Osterholz	Graubündener Str.	(-,-,1,-); 1
		GS Ost			(-,1,-,-); 1
		Walliser Straße		(1,-,-,-); 1
Östliche Vorstadt
		Schaumburger Str.	(-,1,2,-); 3
		GS Mitte		(1,2,4,-); 7
Schwachhausen	Kippenberg		(1,2,1,-); 4
Vahr		In der Vahr		(-,-,-,5); 5
		Kurt-Schumacher-Allee	(2,-,-,-); 2
		Otto-Braun-Str.		(-,2,1,-); 3
Walle		Helgolander Str.	(-,1,1,-); 2
		Waller Ring		(-,1,-,-); 1

Bremerhaven	Spielgemeinschaft Bhv.	(-,-,-,2); 2
		Geschwister-Scholl	(1,-,-,-); 1
		Humboldtschule		(-,2,-,-); 2
		Wilhelm-Raabe		(-,1,1,-); 2

Gesamt					(10,24,27,15); 76

Wettkampfklasse I, Jahrgänge 1973 und jünger

am 15.03.1994 im SZ Holter Feld, Manfred Webner

Neuer Bremer Schulschachmeister: Ökumenisches Gymnasium mit Arnd Lauber (DSK), Richard Rösler (BSG), Michael Thon (Werder), Rolf Suabedissen (BSG) und Jens Liedke, die auch zur Deutschen Schulschachmeisterschaft in Hamburg, 6.-9. Mai 1994, fahren werden.

Gespielt wurden zwei Fünfer-Vorgruppen, darauf die Halbfinals ÖG - Holter Feld und Altes Gymnasium - Geschwister-Scholl, die mit kaum Widerstand zum Traumfinale AG-ÖG 1,5:2,5 führten. Das Traumteam verdaddelte die Titelverteidigung, ist dieses Jahr nur zweiter und fährt nirgendswo hin. Ein Wachwechsel im Bremer Schulschach !? Hoffen wir das Beste...

Vereinsspieler wurden mal wieder "en masse" gesichtet, das AG hatte sogar eine Quotendame dabei (die Bremer Jugendmeisterin) und die Mannschaften ab Platz 6 waren reine Spaßmannschaften, die nie die Chance auf einen Titel bei diesem Vereinsturnier hatten. Direkt vor Ort war hier für Sie Gustaf Mossakowski, der auch keine Bäume ausriß, aber beim Kartenspiel wenigstens zu beschummeln versuchte (da gibt es jetzt noch ein anderes Wort für, aber das klingt nicht so schön..)

 1. Ökumenisches Gymnasium
 2. Altes Gymnasium
 3. SZ Holter Feld I
 4. Geschwister-Scholl-Schule
 5. Gesamtschule Mitte
 6. Kippenberg-Gymnasium
 7. SZ Walliser Straße
 8. SZ Holter Feld II
 9. SZ Kurt-Schumacher-Allee I
10. SZ Kurt-Schumacher-Allee II

Wettkampfklasse II, Jahrgänge 1977 und jünger

Vorrunden

Bremerhaven, 4.3. in der Wilhelm-Raabe-Schule, Herr Schlegel

1. Humboldtschule I
2. Wilhelm-Raabe-Schule
3. Humboldtschule II
Ost, 5.3. im Ökumenischen Gymn. Volker Korfmann
1. Otto-Braun-Straße I   5:1 MP 8 BP
2. Ökumenisches Gymn.    4:2    8
3. Otto-Braun-Straße II  2:4    5
4. Drebberstraße         1:5    3
Mitte, 23.2. in der Gesamtschule Mitte, Friedrich Schmitz
1. Altes Gymnasium
2. GSM I
3. Kippenberg I
4. GSO
5. GSM II
6. Kippenberg II
7. Schaumburger Straße
West, Nord, 8.3. im SZ Helgolander Straße, Hannes Krauß
1. Helgolander Straße  6:0 MP
2. Lehmhorster Straße  3:3
3. GSW                 2:4
4. Waller Ring         1:5
Süd, 8.3. im SZ Hermannsburg, Günther Israel
1. Willakedamm		8:2 MP	14 BP
2. Hermannsburg II	8:2	12,5
3. Hermannsburg I	7:3	14
4. Flämische Straße	3:7	8
5. Hermannsburg III
6. Hermannsburg IV

Endrunde

Bremen, 20.3. in der Gesamtschule Mitte, Günther Israel
    Schule                 g u v  MP    BP    Bh
 1. Ökumenisches Gymn.     4 0 1  8:2   16    31
 2. Gesamtschule Mitte     3 2 0  8:2   13,5  28
 3. Altes Gymnasium        3 1 1  7:3   13,5  26
 4. Wilhelm-Raabe-Schule   3 1 1  7:3   12    21
 5. Willakedamm            2 1 2  5:5    9,5  27 
 6. Helgolander Straße     1 2 2  4:6   10,5  23
 7. Humboldtschule         1 2 2  4:6    8,5  30
 8. Otto-Braun-Straße      0 3 2  3:7    6,5  22
 9. Lehmhorster Straße     1 1 3  3:7    5    20
10. Hermannsburg           0 1 4  1:9    5    22
  • Ökumenisches Gymnasium: Richard Rösler (BSG), Michael Thon (Werder), Rolf Suabedissen (BSG), Jens Liedke, Jan Stecher
  • Gesamtschule Mitte (GSM): Kolja Thierfelder, Miguel Navarro (Werder), Patrick Breder (Werder), Till Wurster (Werder)
  • Dabei waren drei Mädchen und im Finale 18 Vereinsspieler (Leherheide, BSG, Werder, Varrel, FSF, TVA)
  • DSSM: 7.-10.5. in Bremen (GSM nimmt teil, da ÖG an der WK I teilnimmt.)

Von der WK II weiß ich ansonsten wenig zu berichten, erwähnt sei hier am Rande ein freudenstrahlender Richard R., der auch noch am Tag danach von seinem Überraschungssieg gegen Chridde Lankenau zehrte (man konnte ihm beim Spielabend des SVW sogar mit Krawatte besichtigen), leider aber direkt nach diesem Punktgewinn eine bodenerschütternde Niederlage gegen das Topbrett der GSM einfuhr. (Über dunkle Kanäle erfuhr ich, daß die GSM nicht ihren stärksten Spieler ans 1. Brett gesetzt hat, sondern einen Strohmann...) Das ÖG konnte auch hier den AG-Titel beerben. Anmerkung hier: vielleicht sollte man eine Regelung finden, daß besonders diese beiden Schulen nicht mehr in mehreren Wettkampfklassen mit den gleichen Spielern antreten (verfälscht den Wettbewerb?).

Wettkampfklasse III, Jahrgänge 1979 und jünger

Vorrunden

Mitte, 23.2. in der Gesamtschule Mitte, Friedrich Schmitz
1. GSM I
2. Schaumburger Straße I
3. GSM II
4. Altes Gymnasium
5. Schaumburger Straße II
6. GSM IV
7. GSM III
8. Kippenberg Gymnasium
Ost, 5.3. im Ökumenischen Gymn., Volker Korfmann
1. ÖG I                       13:1   22,5
2. Drebberstraße              10:4   18
3. Graubündener Straße         9:5   18,5
4. ÖG II                       7:7   15,5
5. Otto-Braun-Straße	       7:7   13,5
6. OS Mahndorf                 7:7   13
7. Bergiusstraße I             3:11   7
8. Bergiusstraße II            0:14   4
Bremerhaven, 4.3.
Wilhelm-Raabe-Schule (einzige Meldung)
West und Nord, 8.3. im SZ Helgolander Straße, Hannes Krauß
1. Lehmhorster Straße I   6:0 MP
2. Helgolander Straße     4:2
3. Lehmhorster Straße II  2:4
4. Pestalozzistraße       0:6
Süd, 8.3 im SZ Hermannsburg, Günther Israel
1. Habenhausen I
2. Hermannsburg II
3. Hermannsburg I
4. Habenhausen III
5. Habenhausen II
6. Hermannsburg III

Endrunde

17.3. im SZ Hermannburg
 1. GSM                   9:1   16
 2. Schaumburger Straße   7:3   14
 3. Ökumenisches Gymn.    7:3   14
 4. Lehmhorster Straße    6:4   11
 5. Drebber Straße        5:5    9 
 6. Helgolander Straße    5:5    9
 7. Hermannsburg I        5:5    7,5
 8. Habenhausen           4:6    8
 9. Hermannsburg II       2:8    6,5
10. Wilhelm-Raabe-Schule  0:10   5

  • Gesamtschule Mitte: Julian Blumenstingl (SV Werder), Björn Breder (SV Werder), Felix Schimmelpfeng, Nayan Souké
  • Dabei waren zwei Mädchen (Lehmhorster Straße) und acht Vereinsspieler (GSG, TVA, Werder, BSG)
  • Jüngster Spieler: Simon Diestelmeier, Dez. 1982, Gröpelingen
  • Dt. Meisterschaft 7.-10. Mai in Ströbeck, Sachsen-Anhalt

Wettkampfklasse Grundschulen

am 1. März 1994 in der Grundschule In der Vahr, TL: Rolf Tietjen

Diese Wettkampfklasse wurde 1994 zum ersten Mal ausgetragen. Auch auf Bundesebene gibt es hier nur ein Open, keine offizielle Meisterschaft. Der Andrang war nichtsdestotrotz riesengroß. Der Ausrichter Vahr unter Leitung von Bärbel Klaholz stellte alleine fünf Mannschaften, deren eine dann auch den ersten Platz belegen konnte. An der Grundschule In der Vahr wird im Unterricht Schach gespielt, es gibt da auch z.B. eine Klassenmeisterschaft und vieles mehr. Zu den Vahrern gesellte sich eine Auswahl der Bremerhavener Grundschulen unter Leitung der SG Bremerhaven, die allerdings außer Konkurrenz mitspielten. Dazu die Grundschulen Mahndorf, Arbergen und die Delfter Straße und Schachfreund Mossakowski mit seinen zweiundzwanzig Kleinen aus Oberneuland. Der ganze Vormittag - zwar für ihn schulfrei - gestaltete sich zu einem Hin- und Hergerenne zwischen zwei Räumen, um auch ja alle Ergebnisse mitzubekommen, um die Kleinen zu trösten, wenn sie verloren (in der ersten Runde leider alle) und zu bejubeln, wenn doch noch mal ein Punkt herauskam. Dumm wie er nun mal ist, übernahm er auch gleich noch das Aufschreiben der Ergebnisse der einen Gruppe, diese Arbeit konnte allerdings erfolgreich später an den Bremerhavener Frank Majewski abgedrückt werden. Hochklassiges Schach wurde nicht gerade gespielt, doch erkannten die kleinen Steppkes recht schnell, das Aufgeben nicht lohnt, zumindest ein Remis konnte man mit einem König gegen tausende und abertausende gegnerische Figuren immer noch herausholen. Traurig über die letzten Plätze war - Gottseidank - keiner, auch spielen sie alle immer noch so begeistert Daddelschach wie vorher.

Das Finale verlief sehr spannend, bei einem möglichen 2:2 hätte die Turnierleitung nicht weitergewußt, doch zum Glück gibt es ja noch die Pattfalle... Zur Siegerehrung erschien auch noch der Bremer Schachlehrer Bodo Götze, um einige Exemplare seines Schachwerkes unter die Leute zu bringen.

Es folgt neben der Tabelle auch eine Photographie, geschossen von Bärbel Klaholz und dankenswerter Weise zur Verfügung für die Rochade Bremen gestellt.

Schule            1   2   3   4   5   6   7   8    BP
In der Vahr I    xxx  3   4   3   4   3   4   4    25
In der Vahr II    1  xxx  3   3   3   4  2,5 3,5   20
Mahndorf          0   1  xxx  3  2,5  4  3,5  3    17
Delfter Straße    1   1   1  xxx  3   3   3  3,5   15,5
Bremerhaven II    0   1  1,5  1  xxx  2   4   4    13,5
Oberneuland V     1   0   1   1   2  xxx  3   3    10
Vahr V            0  1,5 0,5  1   0   1  xxx  4     8
Oberneuland III   0  0,5  1  0,5  0   1   0  xxx    3

Schule            1   2   3   4   5   6   7    BP
Bremerhaven I    xxx 2,5  3   3   3   4   4    19,5
In der Vahr IV   1,5 xxx  3  2,5  3   4  2,5   16,5
In der Vahr III   1   1  xxx  4  2,5  3   2    13,5
Oberneuland IV    1  1,5  0  xxx  4   2   3    11,5
Arbergen          1   1  1,5  0  xxx 2,5 2,5    8,5
Oberneuland I     0   0   1   2  1,5 xxx  3     7,5
Oberneuland II    0  1,5  2   1  1,5  1  xxx    7

Halbfinale
Vahr I - Vahr IV         4:0
Bremerhaven I - Vahr II  4:0

Spiel um Platz drei:
Vahr II - Vahr IV        2:2
(gemeinsamer dritter Platz)

Finale
Vahr I - Bremerhaven   2,5:1,5

Jüngster Teilnehmer war Johannes Kiese, (1986), Grundschule Oberneuland. Die Siegermannschaft besteht aus, wie ich dem Weser-Kurier vom 10. März dieses Jahres entnehme, Oliver Abeler, Jan Kutschker, Kilian Schmidt und Peter Schöne. Das Photo zeigt die Finalpaarung Bremerhaven - Vahr I dahinter SSR Günther Israel.

Gustaf Mossakowski


 

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© 2000 Bremer Schachjugend. Letzte Änderung: 16.04.2000
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