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Bremer Schulschachpokal 1994


Heuer im September, genauer gesagt am 17. des letzten Sommermonates, fand in Bremen-Huchting nun schon zum vierten Male in Folge der Wettbewerb um den Bremer Schulschachpokal statt. Ausgetragen wurde das größte Bremer Jugendturnier wie schon im Vorjahr in der Aula des Schulzentrums an der Delfter Straße.

Dieses Jahr gab es nach drei Jahren Sponsoring einer Getränkemarke mit Siemens einen Sponsor, der seine zumindest während der Spielzeit etwas nervtötenden Computer gleich am Spielort aufstellte. Trotzdem wurden die Kinder alle gut versorgt: insgesamt je 660 Brötchen und Flaschen glitten durch die Hände der Lehrer Martin Bramke (Wilhelm-Raabe-Schule) und Wolfgang Dietze (SZ Carl von Ossietzky), die kostenlosen Kaffee für unsereins Betreuer gar nicht erst mitgezählt. Neben dem eingangs schon erwähnten Computer wurden auch andere Werbestände aufgestellt, in diesem Zusammenhang sei noch die Firma Neikes Kommunikation aus Krefeld genannt, die auch für die Preisvergabe zuständig war. Jeder der 167 Teilnehmer aus 22 Schulen bekam eine Diskette mit einem Spiel drauf, Telefonkarten und Pokale wurden an die Sieger verteilt.

Nachdem Herr André Schulz vom Bildungssenator ein paar einführende Worte von sich gegeben hatte, konnte das computerunterstützte Spektakel anfangen. Ohne diese neumodischen Dinger wären Turniere dieser Größenordnung nicht in der Zeitspanne von sechs Stunden möglich. Dr. Hans-Joachim Fey, seit Beginn der Computerspezialist der Schulschachpokalserie, saß auch diesmal wieder am Computer und sorgte für einen reibungslosen Ablauf ohne Proteste. Dieses Jahr wurden - wie von Werders Adventsturnier bekannt - die Wettkampfklassen (getrennt nach Alter) in den ersten Runden untereinander gelost, was dazu führte, daß in Runde vier die Grundschüler aus der Vahr gegen die Gesamtschule Mitte (GSM) antreten mußten - und prompt 0:4 unterlagen. Dieses Team fiel ansonsten sehr positiv aus der Rolle - letztendlich wurde mit 8:4 Punkten der achte Platz unter 39 teilnehmenden Mannschaften erreicht. Herzlichen Glühstrumpf!

Von der Vahr und ihrer Mathelehrerin Bärbel Klaholz hat der aufmerksame Leser bereits in meinem Artikel zu den Meisterschaften im Schulschach hören können. Mit drei Mannschaften, darunter die einzige Mädchenmannschaft (Samira Schröder - inzwischen bei Werder unter Vertrag - , Karoline Schöne, Surin Ersöz, Natalie Oellien, Mitra Mehrafzoon) im Teilnehmerfeld, stellten Bremens einzige Grund- und Hauptschule neben Hermannsburg, ÖG, Kippenberg und GSM als einzige drei Mannschaften.

Die Spitzenpaarung Altes Gymnasium II - Ökumenisches Gymnasium II fand bereits in der dritten Runde statt, danach spielte die AG-Mannschaft mit Christian Lankenau, Jens Osmer, Natascha Fahrenholz und Jochen Oexmann genau zwei Brettpunkte schlechter als das ÖG mit Jens Liedtke, Richard Rösler, Michael Thon, Rolf Suabedissen und Jan Stecher, das sich damit zum zweiten Mal in Folge in die Siegerliste eintragen konnte, nachdem in den ersten beiden Jahren noch das AG erfolgreich war. Die Spitzenplätze also wieder in der Hand von Vereinsspielern, deren Anteil übrigens 21% an der Gesamtspielerzahl betrug. Kritisch anzumerken bleibt, daß das Ökumenische Gymnasium ihren besten Spieler ans zweite Brett setzte, da sollte die Mannschaft doch endlich mehr Mut finden, ordentlich aufzustellen. Stark genug sollten sie auch dann sein. Am 19. November im Münchener Siemens-Museum können die ÖGler dann ihren vierten Platz vom Vorjahr auf Bundesebene verteidigen. Viel Glück!

Weitere Sieger waren:

  • WK V (ab 83) Vahr I mit den Werderanern Kilian Schmidt, Jan Kutschker, Oliver Abeler und Björn Neuhaus
  • WK IV (ab 81) ÖG III mit Jan Stecher, Julian Cerezo, Michael Görges, Eike Friederichs und Christian Freymuth
  • WK III (ab 79) GSM I mit Julian Blumenstingl, Björn Breder, Johannes Nacker, und Felix Schimmelpfeng
  • WK I (ab 73) Carl von Ossietzky mit Michael Peters, Bernd Brendemühl, Florian Decker, Konstanze Behrmann

Bleibt noch am Rande anzumerken, daß Schachfreund Arnd L. viel zu häufig gegen Herrn Kampflos spielte und seine Mannschaft damit knapp vor die meinige katapultierte, obwohl AG I gegen ÖG I noch 3:1 gewonnen hatte. (Wer hier keinen vollen Punkt eingefahren hat, wird nicht verraten...). AG verliert gegen Kippenberg - das war auch nur Dank der spielerischen Leistung André Spies' möglich, den ich an dieser Stelle grüßen möchte. Leider liest der gute Junge aber keine Rochade. Dieser Kippenberger sucht aber einen Verein. Referenzen: s. o.

Bremen ist übrigens immer noch das Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf-Beteiligung. Drei Prozent der Mannschaften kamen letztes Jahr aus Bremen, 0,9% beträgt der Anteil der Stadt an der gesamten bundesrepublikanischen Bevölkerung. Absolut gesehen liegen wir vor dem Saarland, und Schleswig-Holstein; etwa gleichauf mit Brandenburg und Thüringen.

Günther Israels Dank geht neben den bereits oben genannten Personen auch noch an Egon Ditt, den Bremer DSB-Präsidenten, der dieses Jahr zu den Grußworten wieder dabei war, sowie an Herrn Hermann, Hausmeister des SZ Delfter Straße. Ich bedanke mich noch einmal im Namen der Teilnehmer (zumindest meiner Oberneulander) bei Günther Israel, der dieses Turnier wieder ohne Pannen organisierte.

Gustaf Mossakowski


 

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© 2000 Bremer Schachjugend. Letzte Änderung: 02.10.2000
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