LSB-Mitgliederversammlung 2006

Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) des Landesschachbund Bremen e.V. vom 10. Mai 2006

1. Begrüßung

Präsident Hans-Joachim Steingräber begrüßt die Schachfreunde. Die Anwesenden erheben sich für eine Trauerminute zu Ehren der Verstorbenen.

2. Feststellung der Beschlussfähigkeit

Schatzmeister Oliver Höpfner ruft die einzelnen Vereine auf, um die Anzahl der in der Versammlung vertretenen Stimmen addieren zu können. Zusammen mit dem Vorstand sind 95 Stimmen in der Versammlung vertreten.

Die vorgeschlagene Tagesordnung wird debattiert. Der vorgesehene Punkt 11. (Mitgliedsbeiträge) wird unter den Punkt 8. (Entlastung) verschoben. Die Beratung des satzungsändernden Antrages „Referent für Seniorenschach“ wird vor den Tagesordnungspunkt „Wahlen“ verschoben. Mit dieser Änderung wird die vorgeschlagene Tagesordnung einstimmig, mit 95 Ja-Stimmen, keiner Enthaltung, keiner Nein-Stimme, angenommen.

3. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung

Der Präsident stellt fest, dass die Einladung satzungsgemäß an die Delegierten versendet wurde. Es erhebt sich kein Widerspruch.

4. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 11. Mai 2005

Die Delegierten erheben keinen Widerspruch gegen das Protokoll, begehren keine Änderung und beschließen es einstimmig mit 95 Ja-Stimmen, keiner Enthaltung, keiner Nein-Stimme.

5. Ehrungen:

Präsident Steingräber bedauert, dass der Deutsche Pokalmeister des Jahres 2005, FM Dr. Joachim Asendorf, Werder, auch in diesem Jahr nicht anwesend sein konnte, um die Ehrennadel des Landesschachbundes entgegenzunehmen. Vielleicht werde sich eine Gelegenheit zur Ehrung beim Sommerfest des SV Werder ergeben, wo der Verein natürlich auch für die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft geehrt werden soll. Die Vertreter des SV Werder halten das für eine gute Idee.

Klaus Hattenhauer und Renate Lange werden in ihrem Verein, dem SK Bremen-Nord, die Silberne Ehrennadel des Landesschachbundes empfangen.

Vera Kohls erzielte die drittmeisten Punkte im Senioren-Deutschland-Pokal. Wolfgang Bauer spricht ihr die Glückwünsche des Landesschachbundes aus und überreicht im Namen von Klaus Gohde (Bundes-Senioren-Referent) die Ehrung des Deutschen Schachbundes.

Hannelore Hoose wurde im selben Wettbewerb sogar Zweite und wird in derselben Weise von Wolfgang Bauer geehrt. Der Landesschachbund hat damit die stärksten deutschen Seniorinnen.

Thomas Jonnek, BSG, wird vom Präsidenten für seine bleibenden Verdienste um das Schachleben in Bremen und den Landesschachbund die Silberne Ehrennadel des Landesschachbundes überreicht. Er war bisher schon als Schriftführer für den Landesschachbund, als stellvertretender Vorsitzende für die Bremer Schachgesellschaft und als Schiedsrichter im gesamten norddeutschen Raum tätig.

6. Rechenschaftsbericht des Vorstandes

a) Präsident Steingräber zieht Bilanz über das zweite Jahr seiner Amtszeit und verweist auf die starken Belastungen, denen er sich ausgesetzt sieht. Er wolle noch dieses Jahr weitermachen, aber die Suche nach einem Nachfolger sei hiermit eröffnet. Die finanzielle Lage des Landesschachbundes sei schwierig und nur noch knapp in der Balance. Hoffnung gebe die Tätigkeit der Landesschachbund-Jugend, die für die Mitgliedszahlen der Zukunft außerordentlich wichtig sei.

b) Turnierleiter und Referent für Ausbildung Tim Boese spricht seinen Dank an seinen Vorgänger Thomas Becker aus, der ihn gut eingearbeitet und fortlaufend unterstützt habe. Alle Turniere des Landesschachbundes liefen gut. In Bremen seien nun 2 % aller Spieler durch zumindest die erste Stufe der Regelkunde-Ausbildung gelaufen, was bundesweit einmalig gut sein dürfte. Die Turnierordnung werde zukünftig weiterentwickelt und gründlich überarbeitet werden. Dabei wolle er mithelfen. So werde auch überlegt, ob die Bedenkzeit-Verkürzung der Bundesliga übernommen werden solle.

c) Referent für Mitgliederverwaltung und DWZ/Elo-Auswertung Siegfried Wetjen berichtet, dass die neue und leider sehr teure MIVIS-Datenbank des Deutschen Schachbundes nun anscheinend gut arbeite. Fragen an ihn ergaben sich nicht.

d) Referent für Seniorenschach Wolfgang Bauer erläutert die erstaunlichen Erfolge der Bremer Senioren auf Bundesebene. Erstmalig seien sogar zwei Bremer Mannschaften gestartet, die beide mittlere Plätze erreichen konnten. Bei der Europa-Mannschafts-Meisterschaft in Dresden konnte ein Bremer Seniorenteam, nur aus BSG-Spielern bestehend, ein sehr ordentliches Ergebnis erzielen. Bei der Bremer Einzelmeisterschaft errang Jürgen-Christoph Korn 2006 den Titel des Bremer Seniorenmeisters. Leider sei für Bremer Spieler die Teilnahme an der Niedersächsischen Einzelmeisterschaft noch immer nicht möglich.

e) Bremer Schachjugend-Vorsitzende Ulrike Schlüter macht auf die Mitglieder-Versammlung der Jugend am 17. Mai, 19:00 h, im Bürgerhaus Weserterrassen aufmerksam.

f) Schatzmeister Oliver Höpfner trägt das Zahlenwerk vor. Im letzten Jahr ergab sich wie schon im Vorjahr im Haushalt ein Defizit von ungefähr 1.300,-- Euro. Die Mitgliedsbeiträge seien nun über Jahre stabil geblieben. Der Vorstand habe seit längerer Zeit auch deshalb um keine Beitrags-Erhöhung erbeten, weil vor einigen Jahren die Mitgliederversammlung die Beiträge sogar stärker erhöht hätten als es der Vorstand erbeten hätte. Nun aber sei eine Grenze erreicht, die auch im vorbereitenden Einladungsschreiben des Präsidenten angeklungen sei, in der weitere Sparmaßnahmen nicht mehr möglich erscheinen. So würden schon lange nicht mehr alle Sitzungen auf DSchB-Ebene besucht, auch um Kosten zu sparen. Die Jugend erhalte 5.200 Euro „Festzuschuss“, so zuvor auch Ulrike Schlüter; im Seniorenbereich fielen kaum Ausgaben an; in den anderen Referaten erst recht nicht; die Abgaben an den DSchB seien nicht veränderbar und die Kosten für den Spielbetrieb, insbesondere Raummieten und Fahrtkosten, seien nicht weiter zu senken; eher im Gegenteil seien hier Kostensteigerungen zu befürchten.

7. Bericht der Kassenprüfer

Schachfreund Fehsenfeld gab den Bericht der Kassenprüfer zusammen mit SF Wagner ab. Die Rechnungslegung von SF Höpfner lobte er als vollständig, übersichtlich und jeder Hinsicht einwandfrei. Fragen dazu ergaben sich nicht.

8. Entlastung des Vorstandes

Schachfreund Fehsenfeld beantragte die Entlastung des Vorstandes. Der Antrag auf Entlastung wurde von den Delegierten mit 88 Ja-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen.

An diesem Punkt wurde, wie zuvor beschlossen, die Beratung des satzungsändernden Antrages „Aufnahme des Referates Senioren in die Satzung“ aufgenommen.

9.a) Antrag „Aufnahme des Referates Senioren in die Satzung“

Das Referat Senioren war bisher noch nicht in der Satzung verankert worden, leistet jedoch gute und immer wichtiger werdende Arbeit, wie Wolfgang Bauer erläuterte. Der Antrag für diese Verankerung war ordnungsgemäß und zusammen mit der Einladung an alle Delegierten versendet worden.

Präsident Steingräber brachte den Antrag ein. Kein Delegierter wünschte das Wort. Der Präsident ließ abstimmen und der Antrag wurde mit 89 Ja-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen. Er überschritt damit deutlich die für eine Satzungsänderung erforderliche Mehrheit von zwei Drittel, die nur 64 Stimmen erfordert hätte.

Die Versammlung kehrte nun zur ursprünglich vorgesehenen Tagesordnung zurück und trat in die Beratungen des Tagesordnungspunktes Wahlen ein.

9. Wahlen

a) Für das Amt des Vizepräsidenten wurde Schachfreund Oliver Höpfner vom Präsidenten vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Höpfner erklärte, dass er sich zur Wahl stelle. Schachfreund Höpfner wurde mit 95 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Schachfreund Höpfner dankte und erklärte, dass er die Wahl annehme.

b) Für das Amt des Schatzmeisters wurde Schachfreund Oliver Höpfner vom Präsidenten vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Höpfner erklärte, dass er sich zur Wahl stelle. Schachfreund Höpfner wurde mit 95 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Schachfreund Höpfner dankte und erklärte, dass er die Wahl annehme.

c) Vor der Wahl des Amtes des Turnierleiters dankte Präsident Steingräber dem kommissarischen Landesturnierleiter Tim Boese, dessen Vorgänger Thomas Becker und dem Koordinator der Mannschaftskämpfe, Manfred Marach, für ihre sehr gute Arbeit. Für das zur Wahl stehende Amt des Landesturnierleiters schlug der Präsident den Schachfreund Peter Schwenteck vor. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Schwenteck stellte sich kurz vor und erklärte im Anschluss, dass er sich zur Wahl stelle. Schachfreund Schwenteck wurde mit 95 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Schachfreund Schwenteck dankte und erklärte, dass er die Wahl annehme.

Weil jedes Vorstandsmitglied Stimmrecht mit je einer Stimme besitzt, war die gesamte Stimmenzahl in der Versammlung nun auf 96 Stimmen gestiegen.

d) Für das Amt des Referenten für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung wurde Schachfreund Henner Kropp vom Präsidenten vorgeschlagen und kurz vorgestellt. Schachfreund Kropp war nicht anwesend, seine schriftliche Kandidatur und sein Einverständnis, das Amt im Falle seiner Wahl zu übernehmen, lagen jedoch vor. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Kropp wurde mit 96 Ja-Stimmen einstimmig gewählt.

r) Für das Amt des Referenten für Frauenschach wurde Schachfreundin Andrea Wenke vom Präsidenten vorgeschlagen. Sie stellte sich kurz vor. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreundin Wenke erklärte, dass sie sich zur Wahl stelle. Schachfreundin Wenke wurde mit 96 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Schachfreundin Wenke dankte und erklärte, dass sie die Wahl annehme.

Damit war die gesamte Stimmenzahl in der Versammlung auf 97 Stimmen gestiegen.

f) Für das Amt des Referenten für DWZ und Elo-Zahlen und für die Mitgliederverwaltung wurde Schachfreund Siegfried Wetjen vom Präsidenten vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Wetjen erklärte, dass er sich zur Wahl stelle. Schachfreund Wetjen wurde mit 97 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Schachfreund Wetjen dankte und erklärte, dass er die Wahl annehme.

g) Für das Amt des Referenten für Senioren wurde Schachfreund Wolfgang Bauer vom Präsidenten vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Bauer erklärte, dass er sich für eine Wahlperiode zur Wahl stelle, es danach aber gerne sehen würde, wenn er einem Jüngeren Platz machen könne. Schachfreund Bauer wurde mit 97 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Schachfreund Bauer dankte und erklärte, dass er die Wahl annehme.

Damit war die gesamte Stimmenzahl in der Versammlung auf 98 Stimmen gestiegen.

h) Für das Amt des Kassenprüfers (einer bleibt im Amt) wurde Schachfreund Axel Jagdhuber von Schachfreund Breutigam vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Schachfreund Jagdhuber erklärte, dass er sich zur Wahl stelle. Schachfreund Jagdhuber wurde mit 94 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen gewählt. Schachfreund Jagdhuber dankte und erklärte, dass er die Wahl annehme.

i) Für die drei zur Wahl stehenden Ämter im Spielausschuss wurden aus der Versammlung die Schachfreunde Herwarth Ernst, Ralf Fasmers und Oliver Müller vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Alle drei Schachfreunde erklärten, dass sie sich zur Wahl stellten. Schachfreund Höpfner schlägt vor, die Wahl „en bloc“ durchzuführen. Es erhebt sich kein Widerspruch. Alle drei Schachfreunde wurden mit jeweils 98 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Alle drei Schachfreunde erklärten, dass sie die Wahl annähmen.

j) Für die zwei zur Wahl stehenden Ämter im Ehrenrat wurden aus der Versammlung die Schachfreunde Kurt Fehsenfeld und Karl Böhm vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgten nicht. Beide Schachfreunde erklärten, dass sie sich zur Wahl stellten. Schachfreund Höpfner schlägt wiederum vor, die Wahl „en bloc“ durchzuführen. Es erhebt sich kein Widerspruch. Beide Schachfreunde wurden mit jeweils 98 Ja-Stimmen einstimmig gewählt. Beide Schachfreunde erklärten, dass sie die Wahl annähmen.

Für die Übernahme des vakanten Amtes des Referenten für Freizeit- und Breitenschach hatte sich kurzfristig Schachfreundin Katja Fahrenholz gefunden. Weil das Amt nicht turnusmäßig zur Wahl stand und deshalb auch in der Einladung nicht unter dem Tagesordnungspunkt „Wahlen“ aufgeführt worden war, ernannte der Vorstand Schachfreundin Fahrenholz zur kommissarischen Referentin für Freizeit- und Breitenschach und bat die Mitglieder um entsprechende Unterstützung. Die Wahl wird im kommenden Jahr durchgeführt, um den von der Satzung vorgeschriebenen Turnus einzuhalten.

10. Wechsel des Veröffentlichungsorgans des Landesschachbundes Bremen e.V.

Die Beschlussfassung dazu aufgeschoben und wurde später der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst zugeordnet.

11. Mitgliedsbeiträge

Auch dieses Thema wurde aufgeschoben und der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst zugeordnet.

12. Haushaltsplan 2006

Der Haushaltsplan für das Jahr 2006 wurde von Schatzmeister Oliver Höpfner in die Beratung eingebracht und in jedem einzelnen Posten erläutert.

Im Unterschied zu den Vorjahren wird Frauenschach nun zu einem durchaus erwünschten realen Kostenträger. In den Meisterschaften auf Bundesebene würden – aus Sicht des Schatzmeisters glücklicherweise – manche Startplätze, die Bremen zuständen, nicht in Anspruch genommen, was natürlich Ersparnisse mit sich brachte, aber eigentlich nicht im Sinne des LSchB sei.

Das strukturelle Defizit von ungefähr 1.500,-- pro Jahr ergebe sich auch in diesem Jahr. Die Rücklagen seien jetzt aber aufgebraucht. Daraus ergebe sich, dass entweder die Einnahmen erhöht oder die Ausgaben verringert werden müssten.

Die Ausgaben für die Rochade-Redaktion und für den DSchB (und damit auch für die FIDE) seien nicht veränderbar. Der Preisfonds für die Bremer Einzelmeisterschaft sei schon um 200,-- Euro reduziert worden; eine weitere Kürzung ließe das Turnier vielleicht unattraktiv für stärkere Spieler werden. Der Vorstand habe bereits auf die Auszahlung von Sitzungsgeldern verzichtet, auch habe er die Teilnahme an Tagungen und Kongressen des DSchB eingeschränkt, um Reise- und Logierkosten zu sparen.

Die finanzielle Lage der Bremer Schachjugend sei sogar noch schlechter als die des LSchB, so dass dort eine Kürzung einen Eingriff in die Substanz der Jugend bedeute. Die Landesschachjugend sei mit ihren 100 Mitgliedern vollständig vom LSchB abhängig.

Einsparungen seien jedoch bei der „Rochade“ möglich, indem die Freiexemplare für die Vereine in zum normalen Abonnements-Preis zu zahlende Exemplare umgewandelt würden. Der LSchB habe sich beim Verlag zur Abnahme einer festen Zahl von Exemplaren verpflichtet, wofür er die Gelegenheit erhalte, seinen Regionalteil zu publizieren. Diese Exemplare seien den Vereinen bisher mit je einem Stück kostenfrei verfügbar gemacht worden. Mittelfristig sei denkbar, die „Rochade“ vollständig durch die Homepage im Internet zu ersetzen.

In der sich entspannenden lebhaften Diskussion drang Renk Wilckens darauf, dass auch die Landesschachjugend an Sparmaßnahmen beteiligt werden müsse.

Herwarth Ernst bemängelte, dass die schwierige Finanzlage des LSchB nicht schon sehr viel früher deutlich gemacht worden sei. Das Defizit werde doch offenbar schon seid langem und Jahr für Jahr erzielt worden, ohne dass der Vorstand irgendwie tätig geworden sei.

Harry Köpsel unterstrich, dass es bei dem erwirtschafteten Defizit von rund 1.500,-- Euro per annum bei 20 Vereinen doch lediglich um eine Summe von 75,-- Euro, also 6,50 Euro pro Monat und Verein handele. Das sei so wenig, dass er die Diskussion darüber gar nicht verstehe.

Andere Redner stimmten dem zu, allerdings ließen sich die Mitgliedsbeiträge in dieser Versammlung jetzt leider nicht erhöhen, weil das auf der Tagesordnung hätte angekündigt sein müssen.

Renk Wilckens forderte, die Sanierung des LSchB zu beginnen, indem der zu hohe Jugendetat zu verringern und die Rochade mit 1.200,-- Euro zu streichen sei.

Weitere Redner stimmten dem zu. Ohne Widerspruch zu finden, forderten viele, dass die Freiexemplare für die Vereine abgeschafft werden sollten und außerdem die Abschaffung der „Rochade“ als Mitteilungsorgan des LSchB zugunsten eines aktuellen Internet-Auftritts betrieben werden solle.

Der Vorstand solle ein Finanzkonzept für die nächsten Jahre erarbeiten und dem Verband im Frühherbst 2006 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Abstimmung, zusammen mit einer veränderten Beitragsstruktur, vorschlagen. Dabei müssten auch die Kostenstellen für die Jugend transparent gemacht werden. Das Defizit von 1.500,-- Euro p.a. müsse mit einem Sanierungsplan bleibend abgebaut werden.

Schatzmeister Höpfner erinnerte daran, dass der Verband nicht bis zum Herbst oder gar noch länger ohne Haushalt bleiben könne, weil schon vorher laufende Kosten zu bestreiten seien. Es solle also ein Beschluss zum Haushaltsplan gefasst werden.

Schachfreund Manfred Breutigam beantragte für die BSG am Schluss dieser Debatte:

„Ich beantrage, dass der Haushaltsplan in der vom Schatzmeister vorgelegten Fassung genehmigt wird und schon im Frühherbst 2006 eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit dem ausschließlichen Inhalt der Sanierung des Haushaltes des Landesschachbundes Bremen e.V. stattfindet.“

Der Antrag wurde mit 84 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen angenommen.

13. Anträge zur Änderung der Satzung:

Der Verein Syke zieht durch seinen Vertreter Siegfried Wetjen den Satzungs- ändernden Antrag auf „Schaffung eines Vorstandsamtes für die Koordination der Mannschaftskämpfe“ zurück, weil er nicht fristgemäß eingebracht worden war und auch Schachfreund Marach, der ihn hätte begründen können, leider nicht anwesend sein konnte.

14. Anträge zur Änderung der Turnierordnung:

Schachfreund Boese kündigt an, dass die Turnierordnung gründlich überarbeitet werden solle. Das habe er dem neuen Turnierleiter Peter Schwenteck nicht wegnehmen wollen, auch wenn er und Ralf Mulde dazu schon einige Vorüberlegungen zu Papier gebracht hätten. Peter Schwenteck solle Gelegenheit haben, sich hier in Ruhe einzuarbeiten, eigene Vorstellungen einzubringen und dann sollten schließlich die Vereine, hier vor allem deren Turnierleiter und Mannschaftsführer, zur gut vorbereiteten Beratung hinzugezogen werden.

15. Weitere Anträge:

Es lagen keine weiteren Anträge vor.

16. Verschiedenes:

Schachfreund Böhm fragt, ob es notwendig sei, dass a) die Vereine und / oder b) der LSchB Mitglieder im Landessportbund (LSpB) sein müssten. Die Zahlung von 150,– Euro jährlich sei gerade für seinen Verein eine große Belastung. Schachfreund Jonnek verweist Schachfreund Böhm auf den LSpB als Ansprechpartner für einen entsprechenden Austritt seines Vereines. Schatzmeister Höpfner entgegnet, dass dann die Fördergelder des LSpB und die der Toto-Lotto-Mittel entsprechend zurückgingen, weil die dem LSchB auf Grundlage der Zahl seiner Mitglieder zugingen. Präsident Steingräber warnt, dass im Falle eines Austritts auch wichtige Versicherungen für die Vereine entfallen würden.

Schachfreund Oliver Müller fragt, ob man die Bremer Einzelmeisterschaft zukünftig vielleicht wieder mit 11 Runden statt wie jetzt mit 9 Runden spielen könne. Peter Schwenteck sagt zu, diese Frage prüfen zu wollen.

Es gab keine weitere Wortmeldung. Präsident Steingräber schloss die Versammlung gegen 23:00 h.

Für die Richtigkeit:

Ralf Mulde