Protokoll der außerordentlichen Mitgliederversammlung

des Landesschachbund Bremen e.V. vom 19. Sept. 2006

Die in der Einladung vorgeschlagene Tagesordnung:

1.) Begrüßung der Anwesenden

2.) Feststellung der Beschlussfähigkeit

3.) Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und Beschluss der Tagesordnung

4.) Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 09. Mai 2006

5.) Diskussion der finanziellen Situation des Landesschachbund

6.) a) Antrag des Vorstandes auf Änderung der Mitgliedsbeiträge

6.) b) Änderungsantrag des SK Schwanewede zur Änderung der Mitgliedsbeiträge

7.) Antrag des Vorstandes auf Änderung der Turnierordnung

8.) Verschiedenes

1.) Präsident Steingräber begrüßte die anwesenden Vertreter der Vereine.

2.) Schatzmeister Höpfner fragte die Delegierten ab und gab die entspr. Stimmkarten aus. Keine Vertreter erschienen war von den Vereinen (Vereinsnamen in Kurzform) Arbergen = 2 Stimmen ... Eiche Horn = 3 Stimmen ...
Lemwerder = 3 ... Lilienthal = 6 ... Nord = 5 ... Stotel/Loxst. = 3 ... Varrel = 5.

Anwesend waren die Verteter der Vereine (Vereinsnamen in Kurzform): Achim = 6 Stimmen ... ... BSG = 12 ... Delmenhorst = 13 ... Findorff = 5 ... Kattenesch = 3 ... Leherheide = 5 ... Osterh.-Sch. = 3 ... OT Bremen = 3 ... Schwanewede = 4 ... Syke = 5 ... Vahr = 4 ... Werder = 14 ... West = 9.

Zuzüglich der 8 Stimmen der anwesenden Vorstandsmitglieder ergaben sich damit insgesamt 94 Stimmen .

Die einfache Mehrheit (der möglichen Stimmen) betrug damit 48 Stimmen.

Gegen die Feststellung der Beschlussfähigkeit erhob sich kein Widerspruch.

3.) Gegen die Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung erhob sich ebenfalls kein Widerspruch. Es gab darüber hinaus keinen Wunsch, die zusammen mit der Einladung vorgeschlagene Tagesordnung zu ändern.

4.) Bezüglich des Protokolls vom 09. Mai 2006 erhoben sich weder Bedenken noch gab es Änderungs- oder Ergänzungswünsche. Es wurde einstimmig genehmigt.

Abkürzungen: Landesschachbund Bremen = LSchB, Bremer Landesschachbund-Jugend = LSJ, Deutsche Schachbund = DSchB, Fédération International d'Èchecs (Weltschachverband) = FIDE

5.) Schatzmeister Oliver Höpfner stellte die finanzielle Situation des LSchB unter besonderer Berücksichtigung der LSJ dar. Er brachte dabei zugleich den unter Tagesordnungspunkt 6 aufgeführten Antrag des LSchB zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge in die Debatte ein. Die LSJ sei laut Satzung des LSchB selbständig; zugleich sei gerade die Förderung der Jugend einer der Zwecke des LSchB. Die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge erfolge eigentlich zu spät und sei eine späte und jetzt unvermeidliche Reaktion auf die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge des DSchB von vor einigen Jahren, die – zusammen mit den darin enthaltene FIDE-Abgaben – früher rund ein Drittel, jetzt aber schon rund die Hälfte der gesamten Ausgaben des Landesschachbundes ausmachten. Die Abgaben an den DSchB und die FIDE seien aus Bremen nicht beeinflussbar, also für den LSchB fixe Kosten. Dem LSchB stünden also nur ca. 50% der von den Vereinen entrichteten Beiträge zur Verfügung. Zukünftig zu erwarten sei außerdem, dass die Toto-Lotto-Gelder komplett entfallen würden, die zur Zeit den Haushalt mit rund 1.000,-- Euro stützten und dass div. Saalmieten, besonders für die Ausrichtung der Offenen Bremer Einzelmeisterschaft, stark ansteigen würden, weil die in den letzten Jahren nur durch besonders glückliche Umstände recht gering gewesen seien. Die Finanzplanung und die sie begründenden Zwänge, Tatsachen und Vorhaben soll transparenter werden. Augenblicklich reiche sie in Umrissen bis 2010.

Schatzmeister Höpfner stellte weiterhin die einzelnen Aufgaben des LSchB dar, für die eben auch Geld ausgegeben werden müsse. Wer sparen wolle, müsse entscheiden, welche dieser Aufgaben weniger wichtig seien, so dass sie Einsparungen Raum gebe.

Eine Steigerung der Einnahmen durch Erhöhung der Startgelder der Bremer Mannschafts-Meisterschaften von momentan 15,-- Euro pro Team sei nicht zu rechtfertigen, weil die realen Kosten in diesem Bereich gut gedeckt sein; zudem gehe der Spielbetrieb bereits jetzt bedenklich zurück, habe man doch noch vor kurzer Zeit mit zehn Teams und jeweils 8 Brettern in der Bremer E-Klasse gespielt und habe jetzt große Probleme, überhaupt nur die Bremer D-Klasse mit nur 6 Brettern pro Team starten zu lassen, wofür eigentlich zu wenig Meldungen vorlägen. Zu einem späteren Zeitpunkt der Versammlung verkündete der Koordinator der Mannschaftskämpfe, Manfred Marach, dass sich soeben noch ein weiteres Team in dieser Klasse gefunden habe, so dass er deren Spielpläne noch einmal überarbeiten werde. Die Offene Bremer Einzelmeisterschaft müsse durchgeführt werden. Er selbst vertrat eher die Ansicht, dass dieses Turnier ohne Preisfonds nicht attraktiv sei, gab aber Raum für die Ansicht, dass der Preisfonds stark reduziert bzw. abgeschafft werden könne, der eben, wie das Turnier insgesamt, eine der größten Kostenstellen im Haushalt des LSchB sei. Im Augenblick ergäbe jede Teilnahme eines Bremer Spielers an überregionalen Meisterschaften, also vorrangig denen des DSchB, eine starke Kostenbelastung für den Verband, z.B. bei den Deutschen Einzelmeisterschaften zur Zeit 750,-- Euro. Zugleich aber würde vom LSchB von den Eltern eines Kindes oder eines Jugendlichen, die sich für überregionale Turnier qualifiziert hätten, ein erheblicher Kostenbeitrag eingefordert, zuletzt ca. 300,-- Euro von 500,-- Euro, weil der Haushalt der LSJ erst recht nicht mehr hergebe. Klar sei, dass das Seniorenschach, schon wegen des wachsenden Anteils dieser Altersgruppe, eine wichtige Aufgabe des LSchB sei und z.B. die Senioren-Länder-Meisterschaft weiter der finanziellen Unterstützung bedürfe. Gleiches gelte für das Damenschach, für das erst vor wenigen Monaten eine Referentin gewählt wurde. Die letzte Ausgabe des LSchB in diesem Bereich rühre aus dem Jahr 1998 wegen der Teilnahme an der Deutschen Schnellschach-Einzelmeisterschaft her. Auch der Etat für die Jugend sei kein Erbhof! Die LSJ sei mit eigenem Haushaltsplan, eigener Kassenprüfung und -Genehmigung durch die Kassenprüfer des LSchB formal selbständig. Über jede einzelne, auch noch so kleine Kostenstelle der LSJ werde im LSchB-Vorstand lange diskutiert. Der LSJ-Haushalt werde durch die Mitgliedsvereine des LSchB in einer eigenen Sitzung genehmigt, die immer erst nach der des LSchB stattfinden könne, weil zunächst die Versammlung des LSchB den Gesamt-Etat und damit den Rahmen-Haushalt der LSJ genehmige. Zukünftig solle der jeweils Haushaltsplan der LSJ zunächst wieder detailliert, z.B. mit den einzelnen geschätzten Zuschüssen zu Fahrten, Teilnehmegeldern etc., für Bremer Turniere und Trainings mit Mieten, Preisen, Seminar-Kosten usw. der Mitgliederversammlung des LSchB vorgelegt werden, dann aber erst bei der Mitgliederversammlung des LSJ auch tatsächlich beschlossen werden. Zu berücksichtigen sei ferner bei der Burteilung der mancherorts zu hoch empfundenen Kosten der LSJ, dass besonders das Schulschach in starkem Maße der Mitgliedergewinnung für die Vereine diene. Diese Maßnahmen hätten in ihrer Addition bereits erste Erfolge ergeben; das einstig dauerhafte deutsche Schlusslicht Bremen belegte jetzt bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften schon Plätze im vorderen Mittelfeld. Bedeutende Kosten für die Jugend entstünden jährlich durch den Turnierbetrieb, auf Bremer Ebene mit der Einzelmeisterschaft, der Blitzmeisterschaft und der Schulschachmeisterschaft, viel mehr aber durch die Teilnahme an den überregionalen Turnieren. Die wiederum sollten zukünftig hoffentlich nicht mehr in so teuren Unterkünften stattfinden wie sie die Deutsche Schachjugend bisher anmietete.

Neben der Jugend seien auch die Aus- und Fortbildung, Freizeit-und Breitenschach und Öffentlichkeitsarbeit für die Mitgliederentwicklung des LSchB wichtig und damit gleichsam Zukunftsressorts für den LSchB.

Eine Einsparmöglichkeit bestünde natürlich im Verbandsorgan „Rochade Bremen“ und zwar entweder dadurch, dass die Vereine zukünftig ihr Freiexemplar selbst bezahlten – was 600,-- ausmache – oder dadurch, dass das gedruckte Verbandslorgan ganz aufgegeben werde. Jedoch müssten die Mitglieder irgendwie z.B. über Ergebnisse, Tabellen, Regel-Änderungen, Verlautbarungen usw. informiert werden. Zur Zeit werde das in einer „dualen Form“, in einem sich ergänzenden Angebot, im Internet und über die „Rochade Bremen“ gemacht. Ein das vollwertig ersetzendes ausschließlich Angebot im Internet sei nicht möglich, auch weil viele Mitglieder schlicht dem Internet nicht angeschlossen seien. Die „Rochade Bremen“ ergebe jährliche Kosten von 1.200,- Euro, davon 50,-- Euro monatlich = 600,-- Euro für den Redakteur Raimund Klein und 600,-- Euro direkt für die „Rochade Europa“, damit der LSchB dort publizieren könne; die Vereine erhalten dafür jeweils ein Freiexempler von der „Rochade Europa“ mit dem Bremer Teil.

Am Ende dieses Referates bot Ronald Fleck von der BSG als Erster an, künftig sein Exemplar der „Rochade“ selbst bezahlen zu wollen.

6.) Renk Wilckens aus Schwanewede begründete den Änderungsantrag seines Vereines. Dieser Antrag war den Delegierten zuvor zugesandt worden. Er verwies besonders darauf, dass der LSchB zwar selbstverständlich seine in der Satzung vorgeschriebenen Aufgaben erfüllen müsse, dass aber die Ausgaben für Jugend und Erwachsene im richtigen Verhältnis stehen müssten. Insbesondere müsste auch die oftmals mangelnden finanziellen Möglichkeiten der Mitgliedsvereine in jede Planung einbezogen werden. Deshalb müssten 3.500,-- Euro für die Jugend ausreichend sein. Nicht einsehbar sei, weshalb für Kinder unter 10 Jahren überhaupt keine Beiträge erhoben werden würden. In jedem Fall sei für sie ein Mindest-Beitrag nötig. Er plädierte dafür, die „Rochade Bremen“ abzuschaffen und jede Mitteilung des LSchB „an die dafür berechtigten Personen“ per e-mail zu versenden.

Raimund Klein als Redakteur der „Rochade“ gab Auskunft, dass er für die Erstellung einer Ausgabe der „Rochade“ gut einen vollen Arbeitstag, also etwas mehr als acht Stunden, benötige und dafür 50,-- Euro Honorar erhalte, was bei 12 Ausgaben eben 600,-- Euro im Jahr bedeute.

Die Anträge des Vorstandes und die des SK Schwanewede befinden sich im Anhang dieses Protokolls.

Ulrike Schlüter vom Vorstand, Referat Jugend, sprach gegen den Antrag aus Schwanewede. Insbesondere gebe es den vom Antragsteller behaupteten „Festzuschuss“ von 5.200,-- Euro für die Jugend nicht, sondern der Betrag von 5.200,-- Euro sei eben leider nur die letzten Jahre über nicht erhöht worden, obwohl es nötig gewesen wäre. Mithin habe man in diesem Ressort bei steigenden Kosten schon stark gespart. Obwohl alle Kosten weiter geprüft werden sollten, seien weitere Einsparungen im Jugendbereich nicht mehr möglich. 26% der Mitglieder des LSchB seien außerdem Jugendliche bzw. Kinder, so dass der Anteil der Jugend am Gesamthaushalt, anders als es der Antrag des SK Schwanewede sage, durchaus angemessen sei.

Harry Köpsel aus Kattenesch, Schatzmeister der LSJ, verwies auf nicht mehr vorhandene finanzielle Spielräume der LSJ, deren sinkende Salden in Euro im Jahr 2003 = 1.855,28, in 2004 = 721,82 und in 2005 = 227,99 betrugen und in 2007 eine Unterdeckung wahrscheinlich erscheinen lassen. Hier müsse, ganz im Gegensatz zur Intention des Antrages des SK Schwanewede, etwas getan werden, weil z.B. auch die Eigenbeiträge der Jugendlichen mit 3-400,-- Euro für Teilnahmen an Bundesturnieren deutlich zu hoch seien.

Dr. Schelz-Brandenburg von Werder warb für eine Erhöhung der Beiträge mit Augenmaß, denn

a.) müsse dem LSchB von den Vereinen die Möglichkeit gegeben werden, seine satzungsgemäßen Aufgaben zu erfüllen, was eben auch Anwesenheit bei den Sitzungen des Deutschen Schachbundes, aber auch Informationsverteilung über Spielordnungen, Mannschaftsaufstellungen usw. bedeute, die aber per e-mail zu unsicher sei. Er sprach sich für die Beibehaltung der „Rochade“ als Mitteilungsblatt des LSchB aus. Ronald Fleck von der BSG stimmte ihm zu. Eine satzungsgemäße Aufgabe, so Dr. Schelz-Brandenburg weiter, sei natürlich auch der Spielbetrieb und hob hierzu die gute Medienpräsenz der Offenen Bremer Meisterschaften in den Zeitungen hervor.

b.) müsse der LSchB weiterhin die „Propagierung des Schachs“, wovon die Jugendarbeit ein Teil sei, vorantreiben können. Der Anteil der Jugend am Haushalt sei von vormals 20% auf nunmehr 26% erhöht worden. Die Jugendarbeit sei eine Notwendigkeit und auch die Schulschachmeisterschaften seien unbedingt nötig.

c.) dürfe der LSchB dem Zustand, dass 50% seines Etats an den Deutschen Schachbund durchgereicht würden, nicht hinnehmen.

Er postulierte die Forderung:

„Der Etat des Landesschachbund Bremen lässt keinen Spielraum zu für Erhöhungen des Beitrages zum Deutschen Schachbund.“

Das Einsparpotenzial im Haushalt des LSchB sei null oder sehr gering. Jedoch sei es nötig, Beiträge auch für bisher beitragsfrei gestellte Kinder zu erheben.

Richard Wagner, OT-Bremen, gab zu bedenken, von allen Sparten des sehr großen Vereins, den er vertrete, sei die Schachsparte bereits diejenige mit den dritthöchsten Verbands-Abgaben, obohl die Ausgaben für Duschen, Turnhallen und Rasenpflege beim Schach vergleichsweise gering seien.

Karsten Ohl aus Findorff hingegen hielt eine Beitragserhöhung für unumgänglich. Aber er wies jedoch auf die mangelnde Akzeptanz der jetzigen Arbeit des LSchB-Vorstandes hin, die nur aus der mangelhaften Aufschlüsselung der einzelnen Kostenstellen herrühre. So müsse z.B. ersichtlich werden, was an Miete (etwa bei den Offenen Bremer Meisterschaften), an Material, an Fahrtkosten, an Startgeldern usw. ausgegeben werden musste, ohne diese Kosten lediglich unter „Spielbetrieb“ o.ä. zu addieren. Durch eine kleinteiligere Darstellung würde besser deutlich werden, was der LSchB eigentlich alles tue und warum die Beiträge in dieser Höhe von den Vereinen eben auch nötig seien. Darüber hinaus befände man sich weniger in einer der Krise der Finanzen, was aber durch viele Arbeitslose, mehr Rentner und immer weniger Mitglieder auch richtig sei, sondern in einer Krise des Schachs. So sei durch die Veränderung des Berufslebens, etwa viel mehr Schichtarbeit, Sonntagsarbeit usw. und andere gesellschaftliche Verschiebungen eine Dauer von 7 Stunden Spielzeit für einen Mannschaftskampf plus An- und Abfahrt schlicht nicht mehr zumutbar.

Er trete für eine Verkürzung der Bedenkzeit und damit für ein berufsfreundlicheres Schach ein. - Beifall mehrerer Anwesender -

Hartmut Hesse aus Osterholz-Scharmbek plädierte dafür, das Preisgeld in den Offenen Bremer Einzelmeisterschaften stark zu senken und den Vereinen die „Rochade“, zusammen mit der Jahres-Rechnung, voll in Rechnung zu stellen. Bezüglich der Schulschachmeisterschaften, auch wenn es sich nur um eine kleine Einsprung handele, warb er für Urkunden und nicht Pokale als Preise.

Thomas Jonnek forderte, dass die erwachsenen Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften 20% bis 25% der entstehenden Kosten (Fahrtgeld etc.) selber tragen müssten. Die Redner stimmten dem ohne formale Abstimmung zu.

Die Versammlung ging nun zur Abstimmung der einzelnen Anträge über.

a.) Für den Antrag des LSchB-Vorstandes der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um Euro 6,50 stimmten 30 Delegierte, keiner enthielt sich, 64 waren dagegen, der Antrag war damit abgelehnt.

b.) Für den Antrag des SK Schwanewede, den Jugend-Etat zu kürzen, stimmten 13 Delegierte, 18 enthielten sich, 63 waren dagegen, damit war der Antrag abgelehnt.

c.) Für den Antrag des SK Schwanewede, die gedruckte „Rochade“ aufzugeben, stimmten 4 Delegierte, niemand enthielt sich, 90 waren dagegen, damit war der Antrag abgelehnt.

d.) Für den Antrag des SK Schwanewede, den Haushalt der LSJ künftig zu kürzen, stimmten 21 Delegierte, 25 enthielten sich, 48 waren dagegen, damit war der Antrag abgelehnt.

e.) Für den Antrag des SK Schwanewede, dass Kinder im Alter von 0-13 Jahren zukünftig beitragspflichtig werden, stimmten 60 Delegierte, 34 enthielten sich, niemand war dagegen, damit war der Antrag angenommen.

f.) Ronald Fleck beantragte für die BSG, dass der LSchB für seine Mitglieder die Zeitung „Rochade“ abonniert und ihnen die Kosten dafür nunmehr voll in Rechnung stellt. Für diesen Antrag stimmten 71 Delegierte, 23 enthielten sich, niemand war dagegen. Damit war dieser Antrag angenommen.

g.) Karsten Ohl beantragte, dass man unter Berücksichtigung der Toto-Lotto-Mittel, die möglicherweise, aber eben doch nicht sicher entfallen könnten, die jährlichen Mitgliedsbeiträge in folgendem Kompromiss festsetzen solle:

Für erwachsene Spieler = 22,-- Euro. Für Jugendliche zwischen 14 – 17 Jahre = 9,-- Euro. Für Kinder von 0 bis 13 Jahren = 7,50 Euro.

Für diesen Antrag stimmten 58 Delegierte, 3 enthielten sich, 31 stimmten dagegen, damit war der Antrag angenommen.

7.) Schatzmeister Oliver Höpfner brachte den Antrag zur Änderung der Turnierordnung (Strafgelder bei Nichtantreten) ein.

Manfred Marach als Koordinator der Mannschaftskämpfe schilderte die unter allen Verantwortlichen vorherrschende Unsicherheit hinsichtlich der Auslegung der momentan missverständlichen Turnierordnung, insbesondere des Passus' der Strafgelder, die nun zu Beginn der Saison eine Klarstellung erforderlich mache. Raimund Klein vom SV Werder zweifelte an, dass eine Abstimmung an diesem Tag überhaupt möglich sei, weil die Saison bereits begonnen habe und die Meldungen der Vereine für die Mannschaftsmeisterschaften längst ergangen seien, so dass dieser Antrag nicht mehr fristgemäß sei. Einige nach ihm sprechende Delegierte teilten diese Ansicht.

Karsten Ohl aus Findorff gab darüber hinaus zu bedenken, dass in dem Antrag nicht sauber zwischen einer Mannschaft und dem (angekündigten) <Rückzug> einer Mannschaft getrennt sei.

Dr. Till Schelz-Brandenburg vom SV Werder schlug vor, es einstweilen bei der bisher von den Staffelleitern geübten Praxis zu belassen und eine Präzisierung der Turnierordnung erst in der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung durchzuführen.

Das fand bei den nachfolgenden Rednern Zustimmung, so dass der Vorstand seinen Antrag zurückzog.

8.) Verschiedenes Schachfreund Raimund Klein von Werder bat darum, die schon einmal vom vorigen Vorstand formulierte Idee eines Vereins-Vorstands-Stammtisches doch nun zu realisieren und zwar mindestens viermal pro Jahr, davon einmal in Bremerhaven und mit dem nächsten Termin noch vor Weihnachten 2006.

Die Veranstaltung schloss gegen 23:00 Uhr.

Für die Richtigkeit: Ralf Mulde

Hans-Joachim Steingräber