Mentz-Memorial 2007: Dennis Abel gewinnt

Einen spannenden Verlauf nahm die diesjährige Bremer Meisterschaft im Schnellschach für Einzelspieler.

Das wie immer offen ausgetragene Turnier, nach dem Findorffer Spitzenspieler Burkhardt Mentz benannt, sah den erst 18-jährigen Dennis Abel vom HSK Post Hannover mit 7,5 Punkten aus 9 Partien als Sieger, der den mit der gleichen Punktzahl abschließenden, vereinslosen Tobias Jugelt gerade noch nach Buchholz-Wertung übertrumpfen konnte. Favorit und Vorjahressieger IM Till Wippermann, Heidelberg, sah in der Turniermitte wiederum wie der Sieger aus, konnte dann aber doch noch mit einem halben Punkt Rückstand auf den 4. Platz verwiesen werden.

Bester Bremer und damit »Bremer Schnellschach-Meister 2007« wurde FM Dr. Joachim Asendorf vom SV Werder Bremen, der Bremen damit bei der Deutschen Meisterschaft im Schnellschach (ohne Zweifel erfolgreich) vertreten wird. Der nach einem schlechten Start immer mehr aufholende Arend Viet, Bremer Schachgesellschaft, wurde von Dr. Asendorf durch die Heranziehung der zweiten Feinwertung doch gerade noch hinter sich gelassen.

Die Veranstalter gaben ihrer Freude Ausdruck, dass diesmal mehrere Damen teilnahmen; es reichte zwar noch nicht ganz für die Kriterien, einen eigenen Damenpreis zu vergeben, aber die beste Dame, nämlich Jasmin Laake, so wie der Turniersieger vom HSK Post Hannover, gewann zugleich auch den Jugend-Preis und ging somit zur allgemeinen Erleichterung nicht leer aus.

Den Senioren-Preis des Turniers erspielte, einmal mehr, der für Oldenburg startende IM Manfred Hermann. Bester Bremer Senior jedoch wurde Jürgen Christoph Korn, der vor dem Turnier sogar zu seiner Sicherheit kurz anfragte, ob er wegen seiner ihm labil vorkommenden Gesundheit eventuell während des Turniers eine Runde aussetzen dürfe, dann aber nichts ausließ, in altbekannter Weise immer ganz vorne spielte und mit seinem kämpferischen Schach ein stetes Vorbild für alle, zumeist weit jüngeren Spieler war.

Das Turnier sah sehr starke Teilnehmer aus ganz Deutschland und darf mittlerweile als ein fester Anlaufpunkt des deutschen Schachs gelten. Frankfurt / Oder, Heidelberg, Berlin, Mülheim / Main, Spaichingen, Pinneberg, Hamburg, Hannover, Schinkel bei Osnabrück, Bergwinkel, Norden, und Berenbostel entsandte Spieler teilweise von weither. Aus der Nähe kamen die vielen Freunde aus Oldenburg, Delmenhorst, Bremerhaven, Neubruchhausen, Sulingen, Vechta, Westerkappel und Rastede.

Eine besondere Ehrung wurde David Höffer aus Delmenhorst zuteil, dem vom Vizepräsidenten des Landesschachbundes Bremen, Ralf Mulde, die Silberne Ehrennadel für den glänzenden Sieg in der Deutschen Hochschulmeisterschaft 2006 verliehen wurde.