Findorff: Jan Schild Sieger

von Karsten Ohl

Waren es die attraktiven Gutscheine für Sachpreise nach eigener Wahl oder war es eine Werbe-Offensive der Findorffer Schachfreunde? Mit 17 Teilnehmern war das zweite Jugend-Weihnachtsturnier jedenfalls deutlich besser besetzt als die Premiere 1997.

Zwölf Schulen in Findorff und Umgebung hatte der Verein mit Info-Material versorgt, Werbezettel in Stadtbibliotheken, Kirchengemeinden und lokalen Sparkassenfilialen ausgelegt - und außer dem Bremen-Teil der RE auch die Tageszeitungen über die Veranstaltung informiert. Da konnte Resonanz nicht ausbleiben.

Das Turnier mit Spielern zwischen neun und 15 Jahren wurde klar von dem 14jährigen Jan Schild beherrscht, der für die Findorffer SF bereits in der zweiten Erwachsenen-Mannschaft in der A-Klasse spielt. Schild holte in dem zweitägigen Turnier, das über sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen wurde, 6,5 Punkte und deklassierte damit die Konkurrenz. Viel Lob heimsten Jan und der Vareler Christoph Musoldt in der Vorschlußrunde ein, als in ihrer erstaunlich inhaltsreichen Partie mit einem Sieg des Findorffers die Entscheidung fiel. Musoldt, der sich ideenreich gewehrt hatte, landete schließlich mit fünf Punkten auf Rang zwei vor dem Findorffer David Pinjusic, der auf 4,5 Zähler kam.

Der Findorffer Jugendtrainer Torsten Hölscher hofft, daß die Jugendarbeit des Vereins neuen Auftrieb durch das Turnier erhält, waren doch auch im Mittelfeld noch viele Talente zu sehen. Und auch die Jüngsten, die naturgemäß im hinteren Tabellenbereich landeten, zeigten bereits förderungsfähige Ansätze. Erstaunlich bleibt für den Vereinsvorstand, daß sich die Schulen im Einzugsbereich des Klubs trotz mehrerer Angebote weder beim Thema »Aufbau einer Schach-AG« noch bei der Mitgestaltung von Projektwochen interessiert zeigten.