Delmenhorst behält Platz 4!

(ug). Die 12. und 13. Runde in Neukölln konnte auch als Duell der Verfolger bezeichnet werden, schließlich trafen der Tabellendritte Dresden und der Tabellenneunte Neukölln auf die beiden Vertreter des Landesschachbundes Bremen, Delmenhorst und Werder, die vor diesem Doppelspieltag den vierten und fünften Platz belegten.

Gewinner dieses Verfolgerduells war am Ende Dresden, das drei Mannschaftspunkte für sich verbuchen konnte. Damit haben die Sachsen zwei Runden vor Spielschluß den dritten Platz endgültig gesichert, weisen sie doch bei 20 zu 6 Mannschaftspunkten fünf Punkte vor dem Viertplazierten auf. Nach oben geht allerdings auch nichts mehr, dort kämpfen die verlustpunktfreien Teams aus Solingen und Porz in der letzten Runde um die Meisterschaft!

Verbessern konnte sich die Sfr Neukölln, die um zwei Plätze auf Platz sieben stiegen. Damit wird schon deutlich, daß für die Bremer Teams nicht viel übrig blieb:

Runde 12

Falls die Delmenhorster vor Beginn der 12. Runde noch vom dritten Platz träumten, konnte die Devise des Mannschaftsführers nur Sieg sein, galt es doch im direkten Duell mit dem Tabellendritten Dresden Punkte gut zu machen. Die Ausgangslage war jedoch äußerst schlecht, mit Hodgson und Agdestein mußten die Delmenhorster auf ihre stärksten Spieler verzichten. Dafür trat zwar zum achten Mal Rogers am ersten Brett an, dieser setzte seine seit Bochum anhaltende schlechte Serie fort und verlor gegen Almasi. Besser machte es dagegen die nominelle Nummer vier Conquest, der Lanka bezwang. Erfreulich auch die Unentschieden von Gisbrecht und Lauber gegen Maiwald und Bundestrainer Bönsch und der Sieg von Jugelt über Gauglitz. Den zwei Siegen standen jedoch drei Niederlagen gegenüber. Beckemeyer unterlag Tischbierek und lag damit erstmals in dieser Saison mit seinem Gesamt-score unter 50 Prozent, Breutigam mußte die vierte Niederlage im sechsten Spiel hinnehmen und Wesseln startete seinen Bundesligaauftakt mit einer Niederlage gegen Heinatz. Am Ende stand daher ein 3-5.

In Bestbesetzung und gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner traten dagegen die Werderander an. Doch es sollte anders kommen: am Ende stand dem Sieg von Hracek gegen Movsesian am Spitzenbrett Niederlagen an den Brettern 3 bis 5 gegenüber. Seit sich Kindermann gefangen hat (spielte Remis gegen Stohl), fing in etwa die Krise von Knaak an, der Bunzmann unterlag. Ihm folgten Babula und Meins, die Berndt und Brynell unterlagen. Unter diesen Bedingungen waren die Unentschieden von Heissler gegen Polzin, Kachiani Gersinska gegen Schöne und Forchert gegen Rudolf zu wenig. Eine Niederlage, die Werder bis auf drei Punkte an die Abstiegsplätze heranbrachte.

Runde 13

Ende gut, alles gut, so könnte die Bilanz der Delmenhorster Schachspieler an diesem Wochenende lauten! Am Sonntag schlugen sie Gastgeber Neukölln 4,5:3,5 und stehen damit bei 15 zu 11 Mannschaftspunkten mit einem Punkt Vorsprung auf dem vierten Platz. Es zeigte sich auch, daß die Delmenhorster ohne ihre Legionäre als Leistungsträger überlebensfähig sind. Rogers mußte nämlich gegen Movsesian seine zweite Niederlage an diesem Wochenende hinnehmen und Conquest erreichte gegen Stohl nur ein Remis. Volle Punkte holten dagegen Gisbrecht gegen Bunzmann, Wesseln gegen Rudolf und Jugelt gegen Thiede. Letztgenannter ist mit neun Punkten aus 13 Partien bester Punktesammler der Delmenhorster und sicherer Kandidat für die Top15 Liste der Bundesliga. Den letzten Punkt holten zusammen Beckemeyer und Breutigam, die gegen Brynell und Polzin jeweils Remis spielten. Ohne Bedeutung war dadurch die Niederlage von Lauber gegen Berndt.

Delmenhorst verliert gegen Dresden, Delmenhorst besiegt Neukölln. Werder verliert gegen Neukölln, Werder ... zum Glück hat Schach nicht unbedingt was mit Mathematik zu tun und so konnten die Werderaner am Ende auch einen Ehrenpunkt aus Neukölln mitnehmen. Möglich wurde dieses Unentschieden durch die starken letzten Bretter. Heissler und Kachiani Gersinska gewannen gegen Borriss und Gauglitz und Forchert erreichte am letzten Brett ein Remis gegen Heinatz. Auf das gleiche Ergebnis kamen Hracek, Kindermann und Babula gegen Almasi, Lanka und Bönsch. Als Totalausfall präsentierten sich dagegen an diesem Wochenende Knaak und Meins, die wie am Vortag ihre Partien, diesmal gegen Maiwald und Tischbierek, verloren. Mit dem Unentschieden konnte Werder bei 12 zu 14 Mannschaftspunkten seinen Abstand von drei Punkten zu den Abstiegsplätzen halten und sollte bei noch zwei ausstehenden Spielen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Nach oben besteht für die nun achtplazierten Hanseaten dagegen noch Luft, schließlich verfügen Neukölln und Bochum nur über ein besseres Brettpunktergebnis.

Runde 14+15

Zur letzten Doppelrunde am 17./18. April reisen Delmenhorst und Werder nach Viernheim. Neben Gastgeber Viernheim, der schon abgestiegen ist, haben es die Vereine des LSB Bremen mit dem SK Zähringen zu tun, der als Drittletzter dringend Punkte gegen den Abstieg benötigt. Trotzdem sollte ein Doppelsieg jeweils drin sein!