Gerlef Meins mit Riesenstart bei der Schnellschach-Einzelmeisterschaft

(ug). Mit vier Siegen in Folge startete IM Gerlef Meins (Werder Bremen) bei der Deutschen-Schnellschach-Einzelmeisterschaft am 12./13. September in Deizisau. Danach kam er in den restlichen sieben Partien nur noch zu 2 Punkten.

Qualifiziert hatte sich Bundesligaspieler Meins für diese Deutschen Meisterschaften Pfingsten beim sechsten Karl-Michel-Open, wo er mit 8,5 Punkten aus 11 Runden, bei gleicher Feinwertung, punktgleich mit Tobias Jugelt (Delmenhorster SK) als Dritter durchs Ziel ging. Die »Bremer Nachsitzung« konnte er dann für sich entscheiden.

Auch in Deizisau sah es für den Werderaner Meins zumindest bis zur Mitte des Turniers so aus, als ob er ganz vorne mitmischen könnte. Nach Siegen gegen Heinz Fuchs (SK Untergrombach), Patrick Burkart (SV Andernach) und Klaus Schmitzer (SV Hofheim) traf er in der vierten Runde auf den ebenfalls noch ungeschlagenen Berliner Blitz- und Schnellschachspezialisten Robert Rabiega (SK König Tegel). Zwar behielt IM Meins auch hier eine weiße Weste, hätte aber sicherlich im Nachhinein gern mit Rabiega getauscht, denn dieser gewann die Meisterschaften mit einem Punkt Vorsprung vor dem Zweitplazierten.

In Runde 5 mußte sich Werders Bundesligaspieler dann mit Frank Zeller (VFL Sindelfingen) messen, der neben Meins als einziger noch die volle Punktzahl aufweisen konnte. Da sich beide Spieler allein wohl an der Spitze unwohl gefühlt hätten, führte ihr Remis dazu, daß beide mit einem halben Punkt Vorsprung gemeinsam den ersten Platz behaupteten. In Runde 6 verlor Meins dann gegen Thomas Reich (FC Bayern München), der zusammen mit Robert Rabiega die Spitze übernahm. Auch die nächste Runde bescherte dem Bremer Landesvertreter gegen Enno Heyken (ETSV Altona) eine weitere Niederlage. In Runde 8 erkämpfte Meins noch ein Remis gegen den späteren Dritten, Klaus Klundt (TV Tegernsee), was seinen Abstieg aber auch nicht verhindern konnte. Es folgten Niederlagen gegen Ralf Müller (Post SV Ulm), ein Sieg gegen Hans-Ulrich Grünberg (SC Pasing) und in der Schlußrunde eine weitere Niederlage gegen Karsten Schulz (VBSF Cottbus).

Am Turnierende fand sich IM Meins unter 30 Teilnehmern auf Platz 12 wieder. In Anbetracht des guten Starts sicherlich ein unbefriedendes Ergebnis, der Abstand zur Spitze ist allerdings geringer als es der 12. Platz ausdrückt. Ein Sieg in der Schlußrunde gegen Karsten Schulz hätte IM Meins zum Beispiel noch auf Platz 5 katapultiert.

Deutsche Schnellschach-Einzelmeisterschaft der Herren
Pl. Spieler Verein Pkt. BH
1. Rabiega, Robert SK König Tegel 8.5 73.0
2. Schmittdiel, Eckhard SG Bochum 31 7.5 72.5
3. Klundt, Klaus TV Tegernsee 7.5 70.5
4. Zeller, Frank VFL Sindelfingen 7.0 73.5
5. Müller, Ralf Post SV Ulm 7.0 69.0
6. Kaulfuss, Helmut SV 1920 Hofheim 7.0 69.0
7. Bangiev, Alexander SG Isernhagen 6.5 69.5
8. Heyken, Enno ETSV Altona 6.5 67.0
9. Fuchs, Heinz SK Untergrombach 6.5 60.5
10. Schulz, Karsten VBSF Cottbus 6.5 53.5
11. Reich, Thomas FC Bayern München 6.0 73.5
12. Meins, Gerlef SV Werder Bremen 6.0 71.5
13. Pieper-Emden, Carsten SG Bünde 6.0 63.0
14. Brüggemann, Joachim Erfurter SK 6.0 62.0
15. Pröhl, Holger USC Magdeburg 5.5 60.0
16. Kurz, Eugen SGEM Waldhut-Tiengen 5.5 60.0
17. Burkart, Patrick SV Andernach 5.5 59.0
18. Schmitzer, Klaus SV Hofheim 5.5 58.0
19. Böhnisch, Manfred SG Isernhagen 5.5 56.5
20. Becking, Stephan SVG Saarbrücken 5.5 50.0
21. Grünberg, Hans-Ulrich SC Pasing 5.0 63.5
22. Rausch, Stephan SC Leipzig-Gohlis 5.0 51.0
23. Miricanac, Admir VFB Reichenbach/SFD 5.0 50.5
24. Maurischat, Philipp SF Deizisau 4.5 58.0
25. Miricanac, Alan SF Deizisau 4.5 51.5
26. Bruch, Jochen SK Ludwigshafen 4.0 52.5
27. Ehrke, Michael Lübecker SV 4.0 50.0
28. Mareck, Sascha SF Deizisau 2.5 48.5
29. Auch, Stefan SF Deizisau 2.5 48.5
30. Lohr, Bodo SF Deizisau 0.5 50.5