Protokoll der Hauptversammlung der Bremer Schachjugend

Datum:
28.04.1999
Ort:
Achim - Vereinsheim TSV Achim, Am Freibad 10

Dem nachstehenden Protokoll liegt die endgültige Tagesordnung zu Grunde.

TOP 1 Begrüßung und Feststellung der Stimmberechtigung

Die erste Vorsitzende der Bremer Schachjugend, Ulrike Schlüter, begrüßt die anwesenden Personen.

Ulrike Schlüter stellt fest, daß unter der Voraussetzung einer ordentlichen Einladung die Beschlußfähigkeit der Versammlung satzungsgemäß vorliegt.

(je drei angefangene Kinder bzw. Jugendliche bringen eine Stimme + Grundstimme)

Anwesende Vereine/Vorstand
Verein Stimmen Personen
SAbt Werder Bremen 11+1=12 Oliver Höpfner
Delmenhorster SK 9+1=10 Heiko Wenke
SK Bremen-West 6+1= 7 Alpay Bendfeldt, Simon Diestelmeier
SAbt TuS Syke 5+1= 6 Jürgen Hoffmann
SF Achim 4+1= 5 Thomas Becker/Martin Stobbe
SF Lilienthal 3+1= 4 Bernd Lindner
Bremer SG 1+1= 2 Manfred Breutigam
SC Vahr 1+1= 2 Thomas Pleuß
Vorstandsmitglieder BSJ = 5 Ulrike Schlüter, Oliver Höpfner, Gerold Menze, Gerhard Riewe, Eike Schwede
wahrgenommene Stimmen = 53
Nichtanwesende Vereine
Verein Stimmen
SG Bremerhaven 4+1= 5
SF Leherheide 3+1= 4
SAbt TV Arbergen 3+1= 4
SF Osterholz-Scharmbeck 2+1= 3
SG Brinkum 1+1= 2
Findorffer SF 1+1= 2
SK Bremen-Nord 1+1= 2
SK Schwanewede 1+1= 2
SAbt TuS Varrel 1+1= 2
SSG StotelILoxstedt 1+1= 2
Eisenbahn SV = 1
SG Lemwerder = 1
SC Kattenesch = 1
SAbt TuS Sudweyhe = 1
SAbt TV Eiche Horn = 1
nicht wahrgenomme Stimmen =33

TOP 2 Genehmigung des Protokolls der Mitg.Versammlung 1998

Die Versammlung beschließt mit 45 Ja-Stimmen bei acht Enthaltungen die Annahme des letzten Protokolls.

TOP 3 Berichte des Vorstandes und der Kassenprüfer

Ulrike Schlüter berichtet unter anderem von der Deutschen Einzelmeisterschaft in Oberhof (keine Bremer Erfolge), über die Herbsttagung des DSB (der Altersantrag von 20 Jahren wurde mit 130 zu 70 Stimmen abgelehnt), über die Nichtteilnahme an der Ländermeisterschaft und daß mit dem Bremer Schulschachreferenten Günter Israel gemeinsam eine Liste aller Schulschach-Arbeitsgemeinschaften hergestellt wurde.

Gerold Menze berichtet unter anderem von seiner Begleitung bei der Norddeutschen CD-Meisterschaft in Torgelow, von der Organisation der Trainingskombination (Kaderteilnehmer und SK Bremen-West Junioren gemeinsam in Ristedt / Kostenreduzierungsmodell mit ehrenamtlichen kostenlosen Helfern) im Dezember 1998 und von der Jugendeinzelmeisterschaft in Oslebshausen.

Oliver Höpfner legt den Jahresabschlußbericht der BSJ-Kasse vor und begründet die Ausgaben und Nichtausgaben. Er stellt den vom BSJ-Vorstand erarbeiteten vorläufigen Haushaltsplan für 1999 vor.

Gerhard Riewe berichtet von den Turnierereignissen im Jugendschach (Jugendbundesliga, Aufstiege in die Jugendbundesliga Nord-West, und in die Bremer Jugendliga).

Eike Schwede berichtet von seinem Amt als kommissarischer Jugendsprecher und von seiner Initiative zunächst mit den anwesenden Jugendsprechern der Vereine im Vorfeld der Versammlung einen gemeinsamen Kandidaten auszuwählen - der er dann selbst wurde.

Gemeinsam mit dem Kassenprüfer Manfred Breutigam wird von Oliver Höpfner noch einmal auf die Kraftanstrengung hingewiesen, die erforderlich war, um mit dem Haushaltsetat 1998 hinzukommen. Betont wird, daß das Geld letztlich nur deswegen gereicht habe, weil das Bundesland Bremen 1998 keine Ländermannschaft entsandt hatte.

Manfred Breutigam mahnt im Namen des LSB Bremen Sparsamkeit an und legt der Versammlung nahe, später, im Tagesordnungspunkt 6, den Haushaltsplan um etwa 10% zu kürzen.

TOP 4 Entlastung des Vorstandes

Manfred Breutigam berichtet, daß er am 2.3.1999 bei der Kassenprüfung eine ordentlich geführte Buchhaltung festgestellt habe. Er stellt den Antrag den Vorstand der Bremer Schachjugend gemeinsam zu entlastet.

Dafür: 51 Stimmen Dagegen: 0 Stimmen Enthaltungen: 2 Stimmen

Damit ist der Vorstand entlastet.

TOP 5 Wahlen

Zur Neuwahl für zwei Amtsjahre stehen folgende Positionen an:
Wahl des/der 1. Vorsitzenden, Wahl des/der Kassenwart(in), Wahl des/der Jugendsprecher(in)

Für das Amt des/der 1 Vorsitzenden kandidiert alleine Ulrike Schlüter.
Ja-Stimmen: 44 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 9
Damit ist Ulrike Schlüter zur 1. Vorsitzenden gewählt.

Für das Amt des Kassenwartes kandidiert nur Oliver Höpfner.
Ja-Stimmen: 35 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 17
Damit ist Oliver Höpfner als Kassenwart gewählt.

Für das Amt des/der Jugendsprecher(in) kandidiert alleine Eike Schwede.

(Gerold Menze gibt zu Bedenken, daß es eigentlich nicht angehen kann, daß ein Jugendsprecher von Erwachsenen in den BSJ-Vorstand gewählt wird. Darüber herrscht nach kurzer Aussprache auch schnell Einigkeit. Thomas Becker schlägt der Versammlung vor, Eike Schwede in das Amt zu wählen, da er im Vorweg der Versammlung von den anwesenden Jugendsprechern als gemeinsamer Kandidat ausgewählt wurde. Ferner stellt er den Antrag, den entsprechenden Satzungsparagraphen in der nächsten Hauptversammlung neu zu beschließen, jetzt aber eine Jugendsprecherwahl durchzuführen. Dagegen erhebt sich kein Einspruch).

Die Wahl des Jugendsprechers wird satzungsgemäß durchgeführt.
Ja-Stimmen: 32 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 21
Damit ist Eike Schwede als Jugendsprecher gewählt.

TOP 6 Beschluß über den Jahreshaushalt 1999

Bei einer kontroversen Diskussion wird auch erwogen, auf die Teilnahme (wie im letzten Jahr praktiziert) an der Ländermeisterschaft zu verzichten. Heiko Wenke überzeugt die Versammlung dahingehend, daß diese Turnier für Bremen nicht gestrichen werden darf. Wer teilnehmen will, soll auch fahren dürfen.

Nach Diskussionen wird eine mehrheitsfähige Änderung im Ausgabenteil zur Abstimmung gestellt. Alle Ausgaben wie zunächst vorgeschlagen außer:

Ja-Stimmen: 34 Nein-Stimmen: 11 Enthaltungen: 8
Damit ist der Haushaltsplan 1999 beschlossen.

TOP 7 Anträge

  1. Anträge von Gerold Menze, die auf Satzungsänderung zielen:
    1. An die Stelle des §3.2
      Mitglied der BSJ kann außerdem jede Jugend- und Schulschachgruppe werden.

      Neu: Mitglied der BSJ kann außerdem jede Jugend- und Schulschachgruppe im Bereich des LSB werden. Die Mitgliedschaft ist beitragsfrei.

      Ja-Stimmen: 53 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 0
      Damit ist der Antrag angenommen.

    2. An die Stelle des §8.3 dritter Satz:
      Die Einladung und Ankündigung erfolgt in den »Bremer Schachmusikanten« und ist den Schulschachgruppen gesondert zugänglich zu machen.

      Neu: Die Einladung und Ankündigung erfolgt in der »Rochade Bremen / Bremer Schachmusikanten« und ist den Jugend- und Schulschachgruppen gesondert zugänglich zu machen.

      Ja - Stimmen: 53 Nein - Stimmen: 0 Enthaltungen: 0
      Damit ist der Antrag angenommen.

    3. An die Stelle des §8.9.2:
      Bewerben sich bei Wahlen mehr als zwei Kandidaten um ein Amt, ist für die Wahl die absolute Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder erforderlich. Bei einer Stichwahl genügt die einfache Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder.

      Neu: Ein Kandidat gilt als gewählt, wenn er mehr als fünfzig von hundert der abgegebenen Stimmen erhält. Erhält keiner der Kandidaten diese Mehrheit, so gilt der Kandidat als gewählt, der die relative Mehrheit der Stimmen erhält und in einer Zusatzabstimmung mehr Ja- als Nein-Stimmen auf sich vereinigt. Gelingt dies keinem der Kandidaten, so wird nach einer Unterbrechung von mindestens 30 Minuten eine erneute Wahl angesetzt, wobei der Kandidat, der die relativ meisten Stimmen erhält, als gewählt gilt.

      Ja - Stimmen: 10 Nein - Stimmen: 29 Enthaltungen: 14
      Damit ist der Antrag abgelehnt.

    4. An die Stelle des §9.8 (der sich um eine Ziffer zum §9.9 verschiebt usw.) soll stehen:

      Neu: eingeschoben: Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit. Vorstandskonstellationen bei denen die Mehrheit der Mitglieder aus nur einem LSB-Verein stammen, benötigen bei Beschlußfassung mindestens eine weitere Stimme von einem Vorstandsmitglied der BSJ, der einem anderen LSB-Verein angehört.

      Ja-Stimmen: 3 Nein-Stimmen: 46 Enthaltungen: 4
      Damit ist der Antrag abgelehnt.

  2. Weitere Anträge:
    1. Antrag zur Sitzordnung der Hauptversammlung
      Da es sich um einen Geschäftsordnungsantrag handelt, der jederzeit gestellt werden kann, wird der Antrag (auch wegen aktuell nicht vorhandener Podeste) zurückgezogen.

    2. Antrag zur zentralen Austragung der Spieltermine der BSJ
      Vor der eigentlichen Antragsstellung wird von Gerold Menze auf Zusagen verwiesen, die eine zentrale Ausrichtung von Spieltagen ermöglichen.

      1. Spiellokale in geeigneter Größe (ca. 60 bis 70 Plätze) wollen anbieten oder organisieren: Oliver Höpfner (Werder), Ulrike Schlüter (SK Delmenhorst), Thomas Becker (SF Achim), Jürgen Hoffmann (TuS Syke), Bernd Linder (SF Lilienthal), Gerold Menze (SK Bremen-West).
      2. Frühzeitige Festlegung von Spielterminen ab Juli (laut Thomas Becker) möglich, erster bekannter Mannschafts-Spieltermin ist der 10.10.1999.

      Antrag:
      Es soll angestrebt werden die Mannschaftsspiele der BSJ zu den Spielterminen zentral auszutragen.

      Ja - Stimmen: 50 Nein - Stimmen: 0 Enthaltungen: 3
      Damit ist der Antrag angenommen.

    3. Antrag: Änderung der Turnierordnung der BSJ

      Der vom Vorstand der Bremer Schachjugend erarbeitete Änderungsantrag liegt der Hauptversammlung der BSJ schriftlich vor.
      Es wird Einvernehmen darüber erzielt, daß vor der Beschlußfassung etwaig strittige Passagen gemeinsam erörtert und gegebenenfalls mehrheitlich geändert werden.

      Die vorliegende Neufassung (als Anlage beigefügt) erhält noch folgende Änderungen:

      Der neue §15.2.: Die Mitgliedsgemeinschaft hat für alle gemeldeten Mannschaften, einschließlich der Ersatzspieler, eine Rangliste aufzustellen, die unter Angabe von Familiennamen, Vornamen und Geburtsjahr der Spieler zum Meldetermin dem Turnierleiter der Bremer Schachjugend vorliegen muß.

      Erhält folgenden Zusatz: der aktuelle Meldetermin muß spätestens am 30 September des Jahres vom Turnierleiter bekannt gegeben werden.

      Die Neufassung der Turnierordnung wird so abgeändert insgesamt beschlossen.
      Mit Ja - Stimmen: 46 Nein - Stimmen: 0 Enthaltungen: 7

    4. Antrag: Beschluß über das schriftlich vorliegende Konzept zur Erkennung und Förderung von Spitzenspielern in der Bremer Schachjugend.

      Die Konzeption zur Spitzenförderung wird von Ulrike Schlüter vorgestellt.

      Insgesamt wird dem Konzept zwar zugestimmt, nur über die Nominierungsform des Kadertrainers (bisher C.D. Meyer - Werder Bremen) wird diskutiert.

      Während der Versammlung wird auch klargestellt, daß zu dem Passus 3 »Keine weiteren Interessen im Bremer Jugendschach« nicht etwa zurückliegende Abwerbungsverdächtigungen ursächlich sind.

      Manfred Breutigam faßt für die Versammlung zusammen, daß es sinnvoller sei, die Konzeption innerhalb des Vorstandes der BSJ zu entscheiden und bei der nächsten Hauptversammlung im Jahr 2000 davon zu berichten.

      Der Abstimmungsantrag wird einvernehmlich zurückgezogen.

TOP 8 Marketingkonzeption des DSB

Oliver Höpfner und Ulrike Schlüter berichten von der Zusammenarbeit des DSB mit der Versicherung "Debeka" und über Arbeitserfahrungen mit der Versicherung innerhalb des LSB Bremen (Preise, Räumlichkeiten etc.). Auch wird auf das Kinderschachturnier bei der Buchhandlung Thalia hingewiesen.

TOP 9 Verschiedenes

Ulrike Schlüter beklagt sich über kontraproduktive Turniergestaltungen. So finden zum Beispiel termingleich Deutsche Schulschachmeisterschaften und Spiele der Deutschen Schachjugend statt.

Im Bereich des LSB Bremen werden noch vor den Sommerferien Jugendturniere angeboten und zwar in Weyhe (siehe Rochade Bremen für Juni 1999) und im Bürgerhaus Oslebshausen (am 11.7.1999 durch den SK Bremen-West).

Die Versammlung wird um ca. 22.15 Uhr beendet.

Der Originalfassung des Protokolls liegen ein Haushaltsplan (Vorlagenfassung), Turnierordnung (Vorlagenfassung), Konzeption zur Spitzenförderung, Einladung zum Jugendturnier des SK Bremen-West bei.