Meisterschaften mit Nebenprogramm (70. Dt. Meisterschaften in Bremen)

(ug). Wer glaubte bei den Deutschen Einzelmeisterschaften im Maritim nur einen großen Turniersaal mit schachspielenden Gehirnakrobaten vorzufinden, irrte. Werder Bremen hatte auch für ein umfangreiches und attraktives Nebenprogramm gesorgt.

Wer sich aus dem Kaisen-Saal herauswagte, mußte einige Schritte gehen, um in die Aktionshalle zu kommen. Dabei begegnete dem interessierten Schachfreund eine »Computerzwischenstelle«, wo er »realtime« vier Partien gleichzeitig verfolgen konnte. Als nächstes traf er auf den Infostand des Landesschachbundes Bremen, der über seine Mitgliedsvereine informierte und ein Schachrätsel/-verlosung mit Sachpreisen veranstaltete. Gesäumt wurde der ganze Weg von Bildern mit Schachmotiven von Elke Rehder aus Hamburg. Am Ziel angelangt, befand sich der Schachfreund dann in einer großen Halle.

Auf der linken Seite bot die Schachbuchhandlung Daniel Bücher, Schachcomputer, Spielmaterial und allerlei weiteres an. Dahinter befand sich eine Spielzone, in der Tamari Patschulia und Mikhail Tseitlin jeweils vier Simultanturniere spielten.

In der Mitte stand ein mit Grünpflanzen umrahmtes Gartenschachbrett. Dahinter, am Ende der Halle, befanden sich zwei überdimensionale Bildschirme, davor 50 bis 100 Sitzplätze. Hier analysierten Klaus Dargan und C.D. Meyer zusammen mit den Zuschauern jeden Tag die aktuellen Partien.

Auf der rechten Seite befand sich vorne eine Analyse- und Spielecke, wo sich jeder nach Herzenslust austoben konnte. Den Abschluß bildete die dahinter liegende Bar.

Auch Schachfreunde, denen es nicht möglich war nach Bremen zu kommen, konnten an den Deutschen Meisterschaften teilhaben. In »Nachtsitzungen« sorgte der Werderaner Flögel die ganzen Tage über für eine aktuelle Berichterstattung im Internet. Spätstarter können auch jetzt noch sämtliche Partien von der Homepage des SV Werder Bremen laden. Die Adresse lautet: http://chat.wol.de/werder-schach/home.html