Werder wie Phönix aus der Asche

von Ulrich Giese

Ein Wechselbad der Gefühle erleben zur Zeit die Anhänger des SV Werder Bremen. Verloren die Hanseaten noch Ende Januar deutlich die 8. und 9. Runde, ließen sie diesmal einen Doppelsieg folgen. Am Sonnabend, 19.02., wurde König Plauen 5:3 bezwungen, am darauffolgenden Sonntag Gastgeber Dresdner 4,5:3,5. Auch Delmenhorst konnte Dresden 4,5:3,5 bezwingen, Sonntag unterlag man jedoch Abstiegskandidat König Plauen 3:5.

Ohne GM Rainer Knaak aber mit Spielertrainer C.D. Meyer an Brett 8 traten die Hanseaten die Reise in die sächsische Hauptstadt Dresden an. Dort gelangen ihnen sechs Bretterfolge, davon allein vier am Sonnabend gegen König Plauen. Babula besiegte den Ex-Werderaner Kindermann, Schandorff, Heissler und Meins bezwangen Espig, Hackel und Schaller. Am Spitzenbrett wartete Hracek weiterhin auf seinen ersten Sieg in dieser Saison. Er erreichte gegen Beliavsky, ebenso wie Meyer an Brett 8 gegen Sander, ein Unentschieden. Niederlagen mussten McShane und Pelletier hinnehmen.

Am Sonntag konnten die Werderaner ihren tabellarischen Aufstieg ins Mittelfeld weiter fortsetzen. McShane und Meins, der an diesem Wochenende beide Partien gewinnen konnte, bezwangen Borriss und Gauglitz. Auf der Sollseite stand die Niederlage von Pelletier gegen Maiwald. Der Schweizer in Werders Diensten zeigte sich solidarisch und kassierte, wie viele seiner Mannschaftskollegen zuvor, eine Doppelniederlage.

Positiv stimmt Werders Tabellenplazierung, Platz 7 mit 11:11 Mannschaftspunkte. Sicher können sich der Werderaner aber nicht wähnen. Gegenüber Platz 12-14 weist man lediglich 3 Mannschaftspunkte mehr auf.

Delmenhorst scheint zur Zeit Probleme zu haben seine Spitzenleute aufzustellen. Von den ersten vier Brettern trat lediglich Rogers an. Und der, in der letzten Doppelrunde noch der Gewinner mit zwei Siegen an Brett 1, produzierte in Dresden zwei Nullen. Auch die übrigen Stammspieler schienen sich an den höheren Brettern nicht wohl zu fühlen, so dass es den Ersatzspielern vorbehalten blieb schlimmeres zu verhüten. Es waren dann Beckemeyer, Breutigam und Wesseln, die mit ihren Siegen an den Brettern 6-8 die Grundlage für den Sieg über Gastgeber Dresden erkämpften. Siegreich war noch Conquest und Gisbrecht spielte gegen Borriss Remis.

Am Sonntag wären wieder 3 Siege an den letzten drei Brettern notwendig gewesen. Beckemeyer, Breutigam und Dr. Dornieden erreichten jedoch, keinesfalls enttäuschend, nur 2 Punkte. Zuwenig, da nur noch Conquest und Borik jeweils für einen halben Punkt sorgten. Neben Rogers musste an diesem Wochenende auch Lauber eine Doppelniederlage hinnehmen, während Breutigam (Brett 7) ohne Fehl und Tadel blieb.

Da der Tabellenvierte Godesberg und der Tabellenfünfte Castrop Rauxel erwartungsgemäß Solingen unterlagen, konnte Delmenhorst mit einem Punkt Vorsprung trotz des Ausrutschers gegen König Plauen den dritten Platz mit 15:7 Punkten behaupten. Ob dieser am Ende gehalten werden kann bleibt offen, schließlich müssen die Delmestädter selbst noch gegen Solingen antreten.