Bundesliga - Solinger Team zu stark für unsere Mannschaften

von Ulrich Giese

»Gut gespielt aber ohne Punkterfolg«, so lautet das Ergebnis Werder Bremens und Delmenhorst gegen die Solinger SG. Zum Ausgleich hielten sich unsere Bundesligateams am Gastgeber Wattenscheid schadlos, der damit schon zu gut wie abgestiegen ist.

Wie gegen Porz unterlag der SV Werder Bremen am Sonnabend, 11. März, der Solinger SG mit 3,5:4,5 denkbar knapp. Am Spitzenbrett erzielte Hracek gegen Deutschlands Nr. 1, Jussupow, seinen ersten Sieg in dieser Saison. Seine Gewinnserie fortsetzen konnte Meins, der an Brett 7 Lobron bezwang. Diesen zwei Siegen standen drei Niederlagen, Knaak gegen Hübner, Schandorff gegen Piket und Heissler gegen Kasimdzhanov, gegenüber. Unentschieden spielten Babula, Pelletier und Trainer Meyer, der für McShane antrat.

Unerwartet knapp fiel mit 4,5:3,5 der Sieg der Delmenhorster gegen Gastgeber Wattenscheid aus. Agdestein, der am 7. April zu einer Simultanveranstaltung in Leherheide antritt, Conquest und Lauber sorgten für volle Punkte, während Borik und Breutigam verloren. Rogers, Gisbrecht und Breutigam spielten Remis.

Sonntag kämpfte Delmenhorst um seine letzte Chance auf Platz 2. Dazu wäre ein hoher Sieg notwendig gewesen, was sicherlich nur von der Bestbesetzung zu leisten gewesen wäre. Mit drei »Legionären« verloren die Delmestädter jedoch 3:5 und konnten den 3. Tabellenplatz nur halten, da die Verfolger patzten. An den Brettern gelang Delmenhorst kein Sieg, die Niederlagen von Rogers gegen Sadler und Lauber gegen Piket bestimmten den Ausgang des Vergleiches.

An den Doppelsieg der Vorrunde schloss dagegen Werder Bremen an, die Gastgeber Wattenscheid deutlich mit 5,5:2,5 schlugen. Lediglich Hracek verlor, einen Tag nach seinem ersten Saisonsieg, seine Partie gegen Nielsen. Volle Punkten holten Babula und an den unteren drei Brettern, Heissler, Meins und Meyer. Gewinner dieses Wochenende war damit Meins, der jetzt vier Partien hintereinander gewonnen hat.

In der letzten Runde am 8./9.4.2000 empfangen Delmenhorst und Werder am Flughafen Ganderkesee Passau und Tegernsee. Mit 13:13 Mannschaftspunkte kann Werder Bremen diesem Wettkampf gelassen entgegensehen. Bei Delmenhorst geht es dagegen um Platz 3, hat man doch mit Godesberg und Castrop Rauxel zwei starke Verfolger, die nur einen Punkt Rückstand aufweisen. Gegner Tegernsee wird sich bei 4 Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nur noch wenig Hoffnung machen können, den Gang in die 2. Liga abzuwenden. Es bleibt abzuwarten ob »Alles oder Nichts« gespielt wird oder ob sich die Bayern schon aufgegeben haben. Passau befindet sich wie Werder im sicheren Mittelfeld, konnte in der laufenden Saison aber immer wieder mit guten Ergebnissen überzeugen. Für Spannung ist daher gesorgt.