Entscheidungen auf Zuruf - ein Fehler

von Ulrich Giese

Meinen ersten Tag in Speyer verbrachte ich damit, zu prüfen, ob ich an der Verwaltungshochschule die zwei Kurse erhalten hatte, für die ich mich im Rahmen eines Exposeverfahrens beworben hatte. Zwei Ablehnungen, dass traf mich hart; darüber hinaus musste Ersatz gefunden werden.

Wenig motiviert bewarb ich mich auf Zuruf für den Kurs »Erfolgsmessung im öffentlichen Sektor«. Ein Fehler wie ich jetzt weiß. Der Dozent kommt aus Belgien, so dass die Veranstaltung nur alle zwei Wochen à 6 Stunden stattfindet. Immerhin konnte sich der Lehrende dazu durchringen, zwischendurch eine fünfminütige Pause zu gewähren. Dass schlimmste ist jedoch, dass, entgegen der Kursausschreibung, die Seminarsprache Englisch ist. Eine der anwesenden Juristin ist sogar so »heiß«, dass sie sich von ihren Mitkommilitonen den Weg zum Kopierer auf Englisch erklären lies. Nun muss ich echt hart arbeiten.

Weniger schwerwiegend sind für mich (was den Arbeitsaufwand angeht) die Folgen des Zurufes bei der Simultanveranstaltung von GM Agdestein in Leherheide. Dort wurde auf meine Frage, wie es steht, geantwortet, dass der GM bisher zwei Partien verloren habe. Da nur noch eine Partie lief und es am Ende 20,5 zu 2,5 stand, ging ich natürlich davon aus, dass diese Partie Remis endete. Ein Fehler! Zwar hatte GM Agdestein zwei Partien verloren, darüber hinaus hatte er aber auch schon das Remisangebot von Schachfreund Korn akzeptiert und dementsprechend die letzte Partie gewonnen. Schachfreund Korn, der ja die Simultanveranstaltung organisierte, möchte ich hiermit um Entschuldigung bitten. Anbei seine Partie:

Partie im PGN-Format

Partie im PGN-Format