Protokoll der Hauptversammlung des Landesschachbundes Bremen am 29.3.2000

Ort:
Vereinsheim FTSV Jahn Brinkum, Langenstr. 50, in 28816 Stuhr-Brinkum
Beginn:
20.00 Uhr
Tagesordnung:
TOP 01: Begrüßung
TOP 02: Feststellung der Beschlußfähigkeit
TOP 03: Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 1999
TOP 04: Ehrungen
TOP 05: Rechenschaftsbericht des Vorstandes
TOP 06: Bericht der Kassenprüfer
TOP 07: Entlastung des Vorstandes
TOP 08: Neuwahlen
TOP 09: Haushaltsplan 1999
TOP 10: Änderungen der Satzung
TOP 11: Änderungen der Turnierordnung
TOP 12: Verschiedenes

TOP 01: Begrüßung

Der Präsident begrüßt die Anwesenden und stellt die ordnungsgemäße Einladung fest, die in der Rochade 2/2000 veröffentlicht wurde. Die Anträge zur Änderung der Satzung und der Turnierordnung wurden fristgerecht schriftlich veröffentlicht.

Anschließend bittet er die Anwesenden sich zum Gedenken an die Verstorbenen von ihren Sitzen zu erheben.

TOP 02: Feststellung der Beschlußfähigkeit

Der Schatzmeister Oliver Höpfner stellt die Zahl der stimmberechtigten Vereinsvertreter (73) und der Vorstandsmitglieder (9) fest. Nicht erschienen sind Vertreter nachstehender Vereine: (Stimmenzahl in ( ))

Damit sind für die einfache Stimmenmehrheit 42 Stimmen, für die 2/3-Mehrheit 55 Stimmen erforderlich.

TOP 03: Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 1999

Das Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung 1999 wurde ohne Diskussion einstimmig angenommen.

TOP 04: Ehrungen

Dem Vorstand lagen keine Anträge zur Ehrung vor.

Schachfreund Marach vom TuS Syke bat den Vorstand daran zu denken, verdienten, zwischenzeitlich aber ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihren meist jahrelangen und uneigennützigen Einsatz für den Schachsport die entsprechende Würdigung zukommen zu lassen, denn während ihrer aktiven Vorstandstätigkeit wird sich wohl kaum jemand selbst für diese Ehrung vorschlagen.

TOP 05: Rechenschaftsbericht des Vorstandes

Präsident W.Jackwerth

Er bedankte sich beim ausscheidenden Referenten für Breiten- und Freizeitschach U.Giese für sein großes Engagement im vergangenen Jahr, in dem er viele neue Akzente setzte und Ideen in umsetzbare Formen brachte. Das Ausscheiden aus dem Vorstand aus beruflichen Gründen nahm er mit großem Bedauern zur Kenntnis.

Auch dem ausscheidenden Schriftführer M.Marach dankte er für sein besonderes Engagement bei der Aufarbeitung und Neugestaltung der für den LSB geltenden Satzung und Ordnungen.

Folgende Ereignisse des vergangenen Jahres hob der Präsident besonders hervor:

Die starke Präsenz von zwei Teams des LSB in der 1.Bundesliga und auch von Werder II in der 2.Bundesliga-Nord. Als ebenso erfreulich registrierte er den feststehenden Aufstieg der Bremer SG in die 2.Bundesliga.Er dankte dem Veranstalter - den SF Leherheide - für die Ausrichtung der Norddeutschen Blitz-Mannschaftsmeisterschaften.Erwähnte die Ausrichtung der Zentralen Vorrunde des Dähne-Pokals in den Räumen der Debeka in Bremen und dankte dieser Gesellschaft für die freundliche Unterstützung.Wies auf das gute Abschneiden der beiden Seniorenteams bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Verden hin.Würdigte das 50-jährige Jubiläum der SF Leherheide und das 50-jährige Jubiläum des Eisenbahn SV Bremen.

Auch für die gute Resonanz bei anderen Turnieren fand er anerkennende Worte.

Vizepräsident Dr. Uwe Jäger

Berichtete von seinen Aktivitäten im Zusammenhang mit der von ihm betreuten Marketingkonzeption des Deutschen Schachbundes.

Siegfried Wetjen (Sachbearbeiter für Mitgliederverwaltung)

Er berichtete über den augenblicklichen Mitgliederbestand und machte darauf aufmerksam, daß die Vereine - sofort nach Erhalt der von ihm herausgegebenen Mitgliederlisten - diese prüfen müssen, damit die dort eventuell festgestellten Fehler von ihm korrigiert werden können.Das von ihm entwickelte Formular zur An- und Abmeldung von Spielern wurde an alle Vereine verteilt. Es bietet durch die Listenform die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Änderungen dem Referenten für Mitgliederverwaltung zu melden. Er bat darum, dieses Formular zukünftig auch unbedingt für alle Meldungen zu verwenden.

Ulrich Giese (Referent für Breiten- und Freizeitschach)

Berichtete ausführlich über seine Aktivitäten als Referent für Breiten- und Freizeitschach, sein Konzept zur Kooperation von Schule und Verein, seine Bemühungen um Kontakte zu Behörden und Dienststellen im Land Bremen, und seine Ideen zur Werbung neuer Mitglieder an den Universitäten (Seine schriftlichen Ausführungen zur Aufgabenerfüllung als Breiten und Freizeitreferent liegen diesem Protokoll als Anlage bei).

Sein Engagement bei der Erstellung der Rochade Bremen wurde von allen Anwesenden besonders gewürdigt, zumal er aus beruflichen Gründen nur noch wenige Monate im Jahr in Bremen sein kann.

Zum Thema Werbung von Studenten an der Uni-Bremen vertrat SF Böhm (SC Vahr) allerdings die Meinung, daß nichtortsansässige Studenten für das Vereinsleben wenig Interesse zeigen. Nach seiner Meinung würden diese eventuell nur an den Punktspielen teilnehmen wollen. Schachfreund Ohl (Findorffer SF) widersprach aber dieser Meinung. Er bestätigte gute Erfahrungen mit dieser Personengruppe.

Thomas Becker (Turnierleiter)

berichtete ausführlich über die vom LSB durchgeführten Turniere. Besonders machte er auf die Erfolge der für den LSB gestarteten Spieler aufmerksam.

Er stellte allen Vereinen den Terminplan für die Saison 2000/2001 zur Verfügung und bat um rege Beteiligung durch die Vereine. Außerdem nannte er den Anwesenden die neue Anschrift der Geschäftsstelle des Deutschen Schachbund e.V:

Hanns-Braun-Straße (Friesenhaus) in 14053 Berlin
Ruf: 030-30 00 780
Fax: 030-30 00 78 30
email: info@schachbund.de

Manfred Marach (Schriftführer)

Gab einen kurzen Überblick über seine Tätigkeit als Schriftführer im LSB.

Er erstellte für alle Vorstandsmitglieder als Arbeitsgrundlage für deren Arbeit im Vorstand je eine Broschüre, in der die Geschäftsordnung, die Finanzordnung und die Ehrenordnung enthalten sind. Auch die Satzung des LSB wurde von ihm nach Abstimmung mit dem Anwalt des LSB, Herrn Rust-Lux, in Form einer Broschüre erstellt und an alle Vereine verteilt. Er bat die Anwesenden um Unterstützung, damit er möglichst kurzfristig auch die Turnierordnung in der derzeit geltenden Fassung in Form einer Broschüre erstellen kann. Im Augenblick gibt es nur eine »Lose-Blatt-Sammlung«. Diese wurde aber zwischenzeitlich durch die MV mehrfach geändert, ist aber nicht mehr korrigiert worden. Er versprach diese Arbeit - unabhängig von seinem Ausscheiden aus dem Vorstand.

Thomas Rundé (Referent für Ausbildung)

Gab einen Überblick über die Zahl der dem LSB zur Verfügung stehenden Ausbilder und Trainer. Weitere Fortbildungsmaßnahmen sind geplant, im abgelaufenen Jahr ist aber seiner Meinung nach nicht viel passiert.

(Aussprache)

SF Böhm (SC Vahr) richtete an ihn die Frage, ob den Vereinen ein Trainer kostenlos durch den LSB zur Verfügung gestellt werden kann. Diese Frage wurde durch T.R. verneint.

SF Ohl (Findorff) vertrat die Meinung, daß die Anforderungen (DWZ - Marge) für das Fördertraining der Jugend zu hoch sei und dadurch nur wenige Vereine ihre Jugendlichen entsprechend fördern könnten.Dem widersprach Ulrike Schlüter ( Bremer Schachjugend ), da hier gezielt nur der TOP-Nachwuchs angesprochen werden soll. Außerdem sind für dieses Kadertraining jährlich auch nur 2-bis 3 Veranstaltungen vorgesehen.Thomas Rundé vertrat die Meinung, daß es effektiv sei - so wie es zur Zeit gehandhabt wird. Dr. Uwe Jäger (Vizepräsident) bat SF Ohl, sich wegen der Trainingshilfe für die Jugendlichen noch einmal an den Vorstand zu wenden, da eventuell eine individuelle Lösung gefunden werden kann.SF Höpfner (SV Werder) bot SF Ohl ebenfalls persönliche Hilfe an.Von SF Klaus Schröder (TuS Varrel) wurde das Problem der Mannschaftsstärke bei den Jugendspielern in den höheren Klassen angesprochen, da dieser Verein mit seiner Jugendmannschaft zwar den Aufstieg erreichte, für die nächst höhere Klasse aber nicht die geforderten Anzahl von 6 Spielern hat. Seine Frage, ob das Problem durch Gastspielerlizenzen zu lösen sei, verneinte Ulrike Schlüter mit der Begründung, daß vorbereitend für alle höheren Anforderungen die Zahl von 6 Mannschaftsspielern eines Vereins gefordert wird.

Oliver Höpfner (Schatzmeister)

Erläuterte ausführlich alle Positionen des Jahresabschlusses 1999. Weder zu den ausgewiesenen Einnahmen, noch zu den erfolgten Ausgaben gab es Fragen durch die Anwesenden.

TOP 06: Bericht der Kassenprüfer

SF Breutigam (Kassenprüfer) bescheinigte dem Vorstand eine ordnungsgemäße Buchführung und lobte die gewissenhafte und übersichtliche Kassenführung durch den Schatzmeister.

TOP 07: Entlastung des Vorstandes

SF Breutigam stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, der von der MV einstimmig angenommen wurde.

TOP 08: Neuwahlen

Zur Neuwahl standen an und wurden gewählt:

Vorstand

Planmäßig (2 Jahre)

Vizepräsident:
Jochen Dauser (Sgem.Brinkum) - einstimmig
Schatzmeister:
Oliver Höpfner (SV Werder) - Wiederwahl, - einstimmig
Turnierleiter:
Thomas Becker (SF Achim) - Wiederwahl, - einstimmig
Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung:
nicht gewählt; dieses Amt wird kommissarisch vom Referenten für Breiten- und Freizeitschach wahrgenommen.
Referent für Damenschach:
nicht gewählt

Außerplanmäßig (1 Jahr)

Referent für Breiten- und Freizeitschach:
Dr.Uwe Jäger - einstimmig
Schriftführer:
Klaus Schröder (TuS Varrel) - einstimmig

Sonstige Ämter:

Kassenprüfer:
Volker Schattauer (SF Leherheide) - einstimmig.
Spielausschuß:
T. Jonnek (Bremer SG) - einstimmig
U. Giese (Sgem.Brinkum) - einstimmig
Ehrenrat:
M. Breutigam (Bremer SG) Wiederwahl - einstimmig
H. Wittenberg (SK Bremen-West) Wiederwahl - einstimmig

TOP 09: Haushaltsplan 1999

Schatzmeister Oliver Höpfner erläuterte ausführlich die einzelnen Positionen des Haushaltsplanes für das Jahr 2000.

Bei den Einnahmen erläuterte er besonders die Gründe für den gekürzten Zuschuß der Toto/Lotto - Mittel. Als bedauerlich wurde zur Kenntnis genommen, daß diese Mittel nur für die Mitglieder der Bremer Vereine gewährt werden, da die in Bremen spielenden, aber in Niedersachsen angesiedelten Vereine nicht berücksichtigt werden.

Bei den geplanten Ausgaben führte der Etat für die Bremer Schachjugend in Höhe von 11.000,--DM zur Diskussion. SF Manfred Marach (TuS Syke) hielt den Etat im Verhältnis zum Vorjahr als unangemessen und verlangte eine Erklärung für diese außergewöhnlichen Mehrkosten. Ulrike Schlüter und Oliver Höpfner (Bremer Schachjugend) begründeten diese mit den in diesem Jahr in Süddeutschland stattfindenden Deutschen Meisterschaften der Jugend. SF Breutigam bestätigte aber als Kassenprüfer der Bremer Schachjugend eine sparsame Haushaltsführung; selbst im vergangenen Jahr wäre - seiner Meinung nach - der Etat für die Schachjugend schon zu eng bemessen gewesen.

Der Haushaltsplan wurde - bei 9 Stimmenenthaltungen - ohne Gegenstimmen verabschiedet.

TOP 10: Änderungen der Satzung

Bei der Diskussion über die Satzungsänderung gab es ein Mißverständnis über den § 14 (3). Nachdem aber festgestellt wurde, daß dieser Punkt nicht zur Diskussion stehen konnte - es lag kein Vorschlag zur Änderung dieses § vor - wurde die Satzung in der vorliegenden Heftform einstimmig angenommen. (Anlage zum Protokoll)

TOP 11: Änderungen der Turnierordnung

Nachdem der Turnierleiter Thomas Becker die von ihm beantragte Änderung der Turnierordnung ausführlich begründete, kam es ohne weitere Diskussion zur Abstimmung: Bei 26 Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde die nachstehende Änderung beschlossen:

Der Antrag des SV Werder Bremen - Fortfall des Fahrtkostenausgleichs - wurde mit nur 35 Ja-Stimmen von der MV abgelehnt. Es wurde aber festgestellt, daß die bisherige Regelung nicht mehr zeitgemäß sei und vom Vorstand über eine Modifikation nachgedacht werden sollte.

TOP 12: Verschiedenes

SF Marach regte an, zukünftig auch einen Seniorenvertreter in den Vorstand zu wählen. Er erwähnte, daß auch in anderen Landesverbänden Vertreter der Senioren satzungsgemäß im Vorstand vertreten seien. SF Giese widersprach dieser Anregung mit der Argumentation, daß Nutzen und Kosten für den LSB erst einmal genau geprüft werden sollten. Der Vorstand versprach aber, sich mit dieser Anregung eingehend bis zur nächsten MV zu befassen. Da dieses aber eine Satzungsänderung verlangen würde, müßte termingerecht noch einmal ein Antrag gestellt werden.

Der Vorstand bat die anwesenden Vertreter der Verein eindringlich um ihre Mithilfe, damit zukünftig bei den Punktspielen der Mannschaftsmeisterschaft immer eine vollständige Bretterbesetzung erfolgt. In der letzten Punktspielsaison gab es in diesem Zusammenhang wiederholt Beschwerden von Spielern und Vereinen. Sollte sich das Verhalten nicht ändern, so wird man zwangsläufig im Vorstand darüber Überlegungen anstellen müssen, ob eventuell durch Strafgelder - wie schon in anderen Landesverbänden praktiziert - eine Besserung erreicht werden kann.

SF Giese wies noch einmal eindringlich auf die positiven Auswirkungen einer Werbeaktion an der Bremer Universität hin.

Der Präsident dankte den anwesenden Teilnehmern für ihr Erscheinen und die aktive Mitarbeit. Er schloß die Versammlung um 22.45 Uhr.

Der Originalfassung des Protokolls liegen folgende Unterlagen bei:

Manfred Marach
Schriftführer des LSB