Franz ist von uns gegangen

Am Sonntag, dem 4. Juni 2000, verstarb unser Gründungsmitglied Franz Olma.

Als »Mann der ersten Stunde« bezeichnet ihn die Katholische Heilig-Geist-Gemeinde Brinkum in ihrem Nachruf. Dort war er maßgeblich an der Gründung beteiligt, zeigte über viele Jahre hinweg persönlichen Einsatz im Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand und leitete bis zuletzt den Seniorenkreis. Gewusst habe ich von diesem Engagement nichts. Für die Brinkumer Schachspieler spielte er aber eine ebenso große Rolle. Als Gründungsmitglied (1952) engagierte er sich fortan durchgehend für die Schachspieler. Er nahm mich auf meine erste Mitgliederversammlung des Landesschachbundes mit. In Arbergen wurde damals die Gründung der Schachjugend beschlossen. In den letzten Jahren galt sein Interesse dann der Organisation eines Schachseniorentreffs in Brinkum. Erfolgreich war Franz auch beruflich, die Versicherungsagentur Olma und Söhne wird weiterhin bestehen.

In einer Zeit, wo manch einer aus Prestige ehrenamtlich aktiv ist, ist Franz Vorbild. Beim Schach war er einfach nur Schachinteressierter, der Unternehmer und das katholische Vorstandsmitglied blieben vor der Tür. Dementsprechend beanspruchte er nie eine Führungsrolle aufgrund seiner Autorität. Vielmehr beherrschte er es, dem Verein genau soviel zu geben wie notwendig war; ob als Spieler, Funktionär oder Sponsor. So blieb ausreichend Platz für andere, sich im Verein einzubringen. Diese scheinbare Unauffälligkeit war Franz eigentliche Größe; sie machte ihn schon zu Lebzeiten unangreifbar.

Ulrich Giese
SG Brinkum

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