Werdersee-Fest und Uni: Findorffer suchen Werbepartner

von Karsten Ohl

Viele Schachvereine klagen über mangelnde Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit. Da sollten Chancen, die sich bieten, beherzt ergriffen werden. Zwei aktuelle Möglichkeiten: Der Semester-Beginn an der Uni und das Werdersee-Fest. Die Findorffer Schachfreunde wollen auf beiden Terrains Flagge zeigen. Um personell gut gerüstet zu sein, suchen sie andere Klubs als Partner für die Aktionen.

Der Vorschlag von Ulrich Giese, in mehreren Ausgaben der Rochade vorgestellt, für eine »flächendeckende« Aktion an der Uni ist leider verhallt. Offenbar waren viele Vereinsvorstände der Ansicht, daß Studienbeginner entweder schon in (Bremer) Schachvereinen organisiert oder als Auswärtige nur vorübergehend in Bremen seien. Sollte also eine - aufwendige! - Werbekampagne an der Uni vergebliche Mühe sein? Der Vorstand der Findorffer SF ist anderer Meinung. Denn ohnehin ist die Mobilität unter jungen Schachspielern am Anfang ihres Berufslebens hoch - das ergibt ein Blick in die Mitgliederstatistik zumindest des Findorffer Klubs. Jahrzehnte währende Anhänglichkeit an einen Klub gehört womöglich ebenso der Vergangenheit an wie die Zugehörigkeit zu einem Betrieb für ein ganzes Arbeitsleben. Die Schlußfolgerung: nur häufige Präsenz in der Öffentlichkeit und präzises Ansprechen von Zielgruppen versetzt zumindest kleinere Vereine in die Lage, beruflich bedingte Abgänge von Mitgliedern auszugleichen und darüber hinaus neue Spieler zu gewinnen.

Eine gute Möglichkeit zur Selbstdarstellung unserer Bremer Schachszene für Jugendliche bietet nach Einschätzung der Findorffer Schachfeunde das Werdersee-Fest am 5. August. Veranstaltet vom Bremer Landessportbund soll es ein ebenso attraktives wie buntes und vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche darstellen, die in den großen Ferien zu Hause bleiben. Mit Blick auf die eigene Nachwuchs-Werbung haben die Findorffer Schachfreunde einen Info-Stand dort angemeldet, mit dem sie Schach präsentieren wollen. Auch hier der Vorschlag an andere Vereine, den Stand gemeinsam zu betreiben.

Interessierte Schachklubs sollten Kontakt mit Karsten Ohl aufnehmen (Adresse und Telefon siehe Findorffer Schachfreunde).