Irritation um Änderung der Turnierordnung Niedersachsen/Bremen

Die Saison 2000/01 startet mit einigen Änderung der NSV-TO, die auch die in der Spielgemeinschaft Niedersachsen / Bremen vertretenden Bremer Mannschaften betrifft (vgl. Rochade Niedersachsen Juli 2000, S.6). Für Irritation sorgte die Ergänzung des § 6.7.2 um einen vierten Satz: »Spieler, die zweimal kampflos verloren haben, verlieren ihre Spielberechtigung«.

Der Bremer Turnierleiter Thomas Becker erläuterte hierzu gegenüber der Rochade Bremen, dass der Verlust der Spielberechtigung für die jeweils laufende Mannschaftsmeisterschaft gemeint ist. Lediglich höhere Gewalt als Ursache für einen Nichtantritt könnte diesen Ausschluss aufheben.

Becker vertrat die Ansicht, dass der Verlust der Spielberechtigung sich auch auf die Bremer Klassen auswirkt (z. B. ein A-Klassenspieler wird zweimal als Ersatzspieler in der Verbandsliga aufgestellt und tritt nicht an). Diese Auslegung wurde im weiteren Gespräch von der Rochade Bremen angezweifelt. Die Bremer Turnierordnung sieht einen Ausschluss aus der laufenden Mannschaftssaison erst bei einem dreimaligen Nichtantritt vor. Die NSV-TO würde also zu einer Verschärfung der bestehenden Regelung führen.

Die Frage, ob sie nun ins Hoheitsgebiet des Landesschachbundes Bremen rein wirkt, ist problematisch. Die Bremer Turnierordnung legitimiert sich über eine Abstimmung der Mitglieder des Landesschachbundes. Auf die NSV-TO nimmt der Landesschachbund dagegen nur Einfluss durch seinen jeweiligen Vertreter. Thomas Becker versprach diese Problematik auf der nächsten Vorstandssitzung des Landesschachbundes zu erörtern.

Ulrich Giese