Bremer SG auf den Weg in die 1. Liga?

(ug). Ein direkter Durchmarsch von der Landesliga Nord in die 2. Bundesliga, die Bremer Schachgesellschaft kann auf eine außerordentlich erfolgreiche Bilanz in den letzten zwei Jahren zurückblicken. Doch damit nicht genug, die Verstärkungen für die erste Zweitligasaison lassen darauf schließen, dass die Verantwortlichen des Bremer Traditionsvereins nach mehr streben.

Kräftig angeworben wurde hierfür bei dem Nachbarverein Delmenhorst. Der Niederländer Brenninkmeijer wird künftig das 3. Brett der BSG besetzen. Platz 4 bis 6 belegen die »Alt-Delmenhorster« Breutigam, Gisbrecht und Borik. Dies lässt darauf schließen, dass der finanzielle Einschnitt beim Delmenhorster SK erheblich größer war, als von Außenstehenden angenommen.

Nominell sind die Bremer Favorit um den Aufstiegsplatz in der 2. Bundesliga Nord, gefolgt von Königsspringer Hamburg, dem TSV Preetz und Blau-Weiß Neukloster. Mit zahlreichen bundesligaerfahrenden Spielern sollte auch die notwendige Konstanz gewährleistet sein. Gelingt über kurz oder lang der Aufstieg in die 1. Bundesliga, knüpft der Bremer Traditionsverein an längst vergangene Zeiten an.

1 Großmeister, 4 Internationale Meister und 2 FIDE-Meister stehen in den Diensten der Bremer SG. Das Gesicht des Vereins hat sich erheblich gewandelt. Diese Veränderung lässt sich an der Entwicklung des ehemaligen Vereinsvorsitzende Axel Jürgenlimke (DWZ 2058) skizzieren: Noch vor wenigen Jahren war er Stammspieler in der 1. Mannschaft in der Landesliga Nord. Jetzt »reicht« es nur noch zum 6. Brett in der 3. Mannschaft in der Verbandsliga Nord.

Trotz der Zugänge im oberen Leistungsbereich blieben die Mitgliedzahlen konstant. Eine Entwicklung, die zumindest aus Sicht der Bremer Landesschachbundes nicht glücklich stimmen kann. Auf Dauer ist der Leistungssport auch im Schach auf eine ausreichend große Basis angewiesen.