Protokoll der Hauptversammlung 2000 der Bremer Schachjugend

Ort
Bürgerhaus Bremen Oslebshausen, Am Nonnenberg 40
Datum
10. Mai 2000

(Dem nachstehenden Protokoll liegt die endgültige Tagesordnung zu Grunde.)

TOP 1 Begrüßung, Feststellung der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, Verteilung der Stimmen

Den anwesenden Versammlungsteilnehmern wird durch die BSJ-Vorsitzende Ulrike Schlüter das System der Stimmenverteilung erklärt. Danach hat jeder Verein des Landesschachbundes Bremen eine Grundstimme und zusätzlich für je drei angefangene Kinder oder Jugendliche eine weitere Stimme. Die aktuellen Zahlen der Stimmen trägt der BSJ-Schatzmeister Oliver Höpfner vor.

Anwesende Vereine:

Schachbt. Werder Bremen (35)
1 und 12 = 13 Stimmen
Raimund Klein
Delmenhorster Schachklub (34)
1 und 12 = 13 Stimmen
Heiko Wenke
Schachklub Bremen West (23)
1 und 8 = 9 Stimmen
Mariusz Schröder (4)
Gerold Menze (4)
Heino Wittenberg (1)
Schachfreunde Lilienthal (13)
1 und 5 = 6 Stimmen
Thomas Alves
Schachklub Schwanewede (4)
1 und 2 = 3 Stimmen
Jago Matticzk
Vorstandsmitglieder BSJ
5 x 1 = 5
Ulrike Schlüter (1)
Gerold Menze (1)
Oliver Höpfner (1)
Gerhard Riewe (1)
Eike Schwede (1)

Als Gast der Versammlung ist der Präsident des Landesschachbundes, Herr Wolfgang Jackwerth anwesend. Als anwesender Vertreter der Kassenprüfer fungiert Schachfreund Heino Wittenberg, der auch eine Stimme für den SK Bremen-West wahrnimmt.

Die Anzahl der in dieser Versammlung gültigen Stimmen beträgt durchgehend 49. Nach den Personenwahlen wird eine Vorstandsstimme von Gerhard Riewe (Delmenh. SK), der aus dem Vorstand ausscheidet, auf Raimund Klein (Werder), der in den Vorstand eintritt, übergehen.

TOP 2 Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 1999

Die Versammlung beschließt einstimmig die Annahme des letzten Protokolls.

TOP 3 Berichte des Vorstandes und der Kassenprüfer

Die erste Vorsitzende Ulrike Schlüter berichtet umfassend von der Arbeit des Vorstandes der Bremer Schachjugend. Besonders wird die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft hervorgehoben, die, wie auch im Vorjahr, wieder in Oberhof stattfand. Insbesondere wurden von ihr die Unterbringung der Bremer Teilnehmer in kostengünstige private Quartiere organisiert. Als neuer Kadertrainer ist jetzt Wilfried Bode für die BSJ tätig. Die bisherigen Erfahrungen (Kadertraining per Wochenendfahrt nach Ristedt und Begleitung des Kaders nach Erfurt) sind sehr positiv. Wilfried Bode sollte für die BSJ gehalten werden. Weitere Themen waren die Herbsttagung des DSB, die Ausrichtung der Bremer Jugendeinzelmeisterschaft in Delmenhorst sowie die Unterstützung der Deutschen Schulschachmeisterschaft durch BSJ-Vorstandsmitglieder in Bremen.

Der stellvertretende Vorsitzende Gerold Menze erklärt sein aufgabenspezifisch nicht besonders klar abgegrenztes Amt. Für die BSJ fuhr er einen Teil der Bremer Einzelmeister zur Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft nach Oberhof. Dann fungierte er als Betreuer und Fahrer bei der Norddeutsche C/D-Meisterschaft in Gräbendorf und beim Kadertraining in Ristedt. Weitere Tätigkeiten waren u.a. Ergebnisdienst- und Tabellenfertigung für die Jugendmannschaftskämpfe, Unterstützung verschiedener Jugendturniere (Schulschach, Einzelmeisterschaft) und ein für alle vereinstreuen Bremer Schachkids ausgerichtetes Schnellschachturnier.

Der Turnierleiter Gerhard Riewe berichtet über den Spielbetrieb der Bremer Jugendklasse und der Bremer Jugendliga. Erstmalig wurden alle Begegnungen an zentralen Spielorten durchgeführt. Bei der Ländermannschaftsmeisterschaft hatte er die organisatorische Beteiligung des Bremer Spielerkaders geleitet und außerdem auch selbst mitgespielt.

Der Jugendsprecher Eike Schwede berichtet über seine Aktivitäten im Bereich des Öffentlichkeitsprogramms der DSJ. Seinen ersten großen Einsatz hatte er bei der Gestaltung des Rahmenprogramms bei der Deutschen Einzelmeisterschaft in Oberhof. Insgesamt nahm er an drei Jugendsprecherseminaren teil und begleitete Ulrike Schlüter zur Hauptversammlung der DSJ nach Erfurt. Während der Bremer Jugendeinzelmeisterschaft organisierte er einen Fußballvergleichskampf (»Delmenhorst gegen den Rest der Welt«) und ein Tandemturnier zu Gunsten von »Terre de Hommes«.

Der Schatzmeister Oliver Höpfner berichtet über Ein- und Ausgaben des letzten Haushaltsjahres und stellt dabei die Jahresabrechnung der Bremer Schachjugend vor. Alle Positionen werden einzeln vorgestellt und erläutert. Für den nicht anwesenden Schulschachreferenten Günter Israel berichtet er über die in der »Werderhalle« durchgeführte Deutsche Schulschachmeisterschaft der WK IV und sein eigenes Engagement vor Ort. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der anderen Wettkampfgruppen wird die Einzelleistung von Johannes Anton am 1. Brett in der WK III für die Schule an der Lehmhorster Straße erwähnt, der bei zwei Remis ungeschlagen blieb.

Der Kassenprüfer Heino Wittenberg berichtet, dass er zusammen mit Manfred Breutigam von der Bremer Schachgesellschaft die Kasse der BSJ geprüft habe. Die Kasse ist ordentlich und übersichtlich geführt ein Zugriff auf alle Belege war bei der Prüfung jederzeit möglich. Die Prüfung hat keinerlei Beanstandungen ergeben.

TOP 4 Entlastung des Vorstandes

Heino Wittenberg stellt nach seinem positiven Bericht den Antrag den Vorstand der Bremer Schachjugend gemeinsam zu entlasten.

Dafür: 43 - Dagegen: 0 - Enthaltungen: 6
Somit ist der Vorstand der Bremer Schachjugend entlastet.

TOP 5 Wahlen

Zur Wahl stehen turnusmäßig das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden (bisher Gerold Menze) und das Amt des Turnierleiters (Gerhard Riewe).

Oliver Höpfner schlägt Raimund Klein für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden vor. Weitere Personen kandidieren nicht. Raimund Klein erklärt, dass er sich im Falle seiner Wahl besonders für kleinere Vereine einsetzen wird.

Raimund Klein wird mit 49 Ja - Stimmen einstimmig als stellvertretender Vorsitzender gewählt.

Oliver Höpfner schlägt Gerold Menze als Turnierleiter vor.

Gerold Menze erklärt, dass er aus gesundheitlichen Gründen seine über zwei Jahre gehende Amtszeit im Falle seiner Wahl vorzeitig beenden möchte. Der Versammlung teilt er mit, dass er mit dem anwesenden Jago Matticzk (SK Schwanewede) das Amt in Zukunft gemeinsam wahrnehmen möchte. Nach etwa einem Jahr soll es eine de facto Amtsübergabe geben, bei der die Haupt- und Nebenverantwortungen getauscht werden. Während der Amtszeit haben beide Sitz-, aber nur einer der beiden Stimmrecht bei den BSJ-Versammlungen. Mit dieser Regelung waren alle Anwesenden einverstanden.

Danach kandidierte Gerold Menze als Turnierleiter.

Ja-Stimmen: 44 - Nein-Stimmen: 0 - Enthaltungen: 4
Damit ist Gerold Menze als Turnierleiter der BSJ gewählt.

TOP 6 Entscheidung über der Haushaltsplan 2000

Oliver Höpfner legt den vorläufigen Haushaltsplan der BSJ für das Jahr 2000 vor. Die Einnahmen- und Ausgabenposten werden vorgestellt, der Posten Deutsche Einzelmeisterschaft wird diskutiert. Ulrike Schlüter stellt den Antrag über den vorgelegten Haushaltsplan zu entscheiden.

Dafür: 43 - Dagegen: 0 - Enthaltungen: 6
Damit ist der Haushaltsplan angenommen.

TOP 7 Anträge

Der § 9 (2) der Satzung der Bremer Schachjugend steht zur Abstimmung. Für eine Satzungsänderung ist eine 2/3 Mehrheit erforderlich.

Für den Vorstand der BSJ stellt die Vorsitzende Ulrike Schlüter einen Antrag auf Änderung des § 9 (2). Im Rahmen der Diskussion gab es mehrere Meinungsäußerungen, die auch darauf zielten, dass Vereine mit vielen Kindern und Jugendlichen entsprechend ihrer Mitgliederstärke bei der Vergabe der Stimmenkontingente auch stärker berücksichtigt werden sollen. Ein weiterer Antrag von Gerold Menze zu diesem Thema wurde von ihm zurückgezogen. So wurde dann über den von Ulrike Schlüter gestellten Antrag abgestimmt:

Antragswortlaut:
Zur/Zum Jugendsprecherin / Jugendsprecher gemäß § 9.1 Abschnitt e) kann nur gewählt werden, wer zum Zeitpunkt der Wahl Jugendlicher im Sinne der Turnierordnung (Anm. GM: es ist wohl die Jugendordung gemeint) der DSJ ist. Die Jugendsprecherin / Der Jugendsprecher werden während der Mitgliederversammlung gesondert von bis zu zwei Vertretern je Verein gewählt, die zu Beginn des laufenden Geschäftsjahrs das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben dürfen. Jeder dieser Vereinsvertreter hat dabei eine nicht übertragbare Stimme.

Dafür: 47 - Dagegen: 2 - Enthaltungen: 0
Damit ist der Antrag angenommen. Die Satzung der BSJ wird entsprechend geändert.

TOP 8 Verschiedenes

Zum Abschluss der Hauptversammlung wurde noch einmal auf den am 20. Mai für Kinder bis 11 Jahre stattfindenden Thalia Team-Cup im Thalia-Buchhaus in der Sögestraße hingewiesen.

Eine offene Bremer Jugendschnellschachmeisterschaft findet am 9.7.2000 im Bürgerhaus Oslebshausen statt. Ausrichter ist der SK Bremen-West (Saisoncheck)

Für alle interessierten BSJ-Mitglieder soll es am 1.7.2000 eine Wattwanderung zur Insel Neuwerk geben.