Bremer SG fegt Delmenhorst weg

von Ulrich Giese

Nachdem die Bremer Schachgesellschaft schlecht in die Saison gestartet war, läuft es mittlerweile immer besser. Opfer waren diesmal die Schachspieler aus Delmenhorst, die dem Bremer Traditionsverein deutlich mit 1,5:6,5 unterlagen. Damit wird die Lage der Delmestädter im Abstiegskampf immer brenzliger. Die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen sammelte beim 4:4 gegen Zehlendorf einen wichtigen Punkt für den Klassenerhalt.

8 zu 0 Mannschaftspunkte, 26,5 zu 5,5 Brettpunkte, die Bilanz der Bremer SG aus den letzten 4 Spielen ist ohne Makel, wenn da nicht die Niederlage gegen Zehlendorf in 2. Runde im Raum stehen würde. Damit sind die Bremer, was den Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga angeht, auf fremde Hilfe angewiesen. Zur Zeit besitzt Königsspringer, die gegen Neukölln nicht über ein 4:4 hinauskamen, noch einen Vorsprung von einem Mannschaftspunkt.

Mit den deutlichen Siegen in den letzten Runden konnten die einzelnen Spieler der Bremer SG ihre Individualergebnisse deutlich verbessern. Beeindruckend ist insbesondere die Performance der ersten fünf Bretter, die alle über 70 Prozent liegen. Die hinteren Bretter fallen dem gegenüber etwas ab.

Dank einer starken Leistung der hinteren Bretter gelang Werder Bremen gegen Zehlendorf ein 4:4. Siegreich waren Wenzel, Müller und Elmali, der seinen dritten Sieg in Folge erzielte. Endgültig aus dem Abstiegskampf haben sich die Hanseaten mit 6:8 Mannschaftspunkten aber noch nicht verabschiedet. Mit Tabellenführer Zehlendorf und BW-Neukloster warten in den letzten zwei Runden noch spielstarke Gegner auf die Hanseaten. Sofern sie Königsspringer mindestens einen Mannschaftspunkt abnehmen, sollte ihnen eine Belohnung der Bremer SG sicher sein.

Düster sieht es nach wie vor für Delmenhorst aus. Die Abstände zum Tabellenachten und Tabellensiebten betragen 1 bzw. 3 Punkte. Und moralisch aufbauend war die 1,5:6,5 Niederlage gegen die Bremer SG kaum. Lediglich Teuchert, Gellrich und Dr. Dornieden kamen zu einem Unentschieden. Letzterer ist mit 4 Punkten aus 5 Partien auch erfolgreichster Punktesammler bei den Delmestädtern. Insgesamt leidet die Mannschaft jedoch unter einem zu hohen Anteil an Spielern, die zumindest diese Saison nicht zweitligatauglich sind.