Rekord beim Mentz-Memorial

65 Teilnehmer/Lars Dormann souveräner Sieger

von Karsten Ohl

Strahlende Gesichter bei Teilnehmern und Organisatoren des Burkhard-Mentz-Memorials 2001. Das Schnellturnier, mit dem die Findorffer Schachfreunde ihres jung verstorbenen Spitzenspielers gedenken, verzeichnete Rekorde bei Teilnehmerzahl und Preisfonds und ging trotz auf neun erhöhter Rundenzahl flott und ohne ermüdende Organisationspausen über die Bühne. »Himmelfahrt 2002 sehen wir uns wieder«, war der meistgehörte Abschiedsgruß.

Zum zweiten Male wurde das Mentz-Memo als ganztägiges Turnier mit 25-Minuten-Partien am Himmelfahrtstag ausgetragen. Nachdem der Zuspruch schon im Vorjahr trotz Baustellen-Atmosphäre im neuen Vereinshaus in der Hemmstraße beachtlich war, hatten sich die Organisatoren diesmal auf nochmals größeren Andrang eingestellt. Zurecht: statt 38 Teilnehmern startet diesmal 65 Schachspieler aus Vereinen zwischen Lübeck und Osnabrück, Wilhelmshaven und Lüneburg, darunter der für Lübeck spielende IM Sergej Salov (Elo 2323) und die Bremer FM Fred Hedke (Elo 2358, Werder SV) und Olaf Steffens (2288, BSG), der Vorjahrssieger.

Die Titelträger mischten im Turnierverlauf zwar ständig in der Spitzengruppe mit, dominiert wurde der Kampf aber von dem Osnabücker Lars Dormann (DWZ 2240), der sich schon zwei Runden vor Schluß mit einem ganzen Punkt Vorsprung von seinen Verfolgern abgesetzt hatte. Dormann konnte sich schließlich über die ausgeschriebenen 25 Prozent des Preisfonds freuen, der wegen der hohen Teilnehmerzahl und der voll eingeflossenen Startgelder mehr als 1100 Mark betrug.

Preisträgerin schon vor dem Start

Die weiteren Preisträger: Andreas Herrmann (DWZ 2119, Post Hannover) und Marc Schütte (2209, Delmenhorst) als Zweiter und Dritter, J. Lübaszkij (Platz 6, Elo 2358) als bester Senior, Ilja Schneider (2132, Platz 9, Polizei Hannover) und Dirk Schmitt (Platz 23 1553, Vechta) als beste Jugendliche, sowie Fritjof Fehsenfeld (Platz 16, 1778, Achim) und Slavko Krneta (Platz 21, 1739, Westercelle) als beste Spieler unter DWZ 2000 bzw. 1750. Ein Kuriosum der Preis für die beste Spielerin: Marine Zschizschang (Platz 25, Elo 2044, Jever) hatte ihn schon vor dem Start sicher, denn sie war diesmal die einzige Frau am Brett.