Protokoll der Mitgliederversammlung der Bremer Schachjugend vom 28. März 2001

Ort:
Bürgerhaus Oslebshausen
Termin:
28.03.01
Beginn:
19.17 Uhr
Ende:
21.17 Uhr

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Protokoll der Mitgliederversammlung 2000
  3. Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Neuwahlen
    • 1.Vorsitzender
    • Schatzmeister
    • Jugendsprecher
    • Turnierleiter
  6. Haushaltsplan 2001
  7. Anträge Antrag des Schulschachreferenten auf Kostenerstattung
  8. Verschiedenes

1. Begrüßung

Die Vorsitzende Ulrike Schlüter begrüßt die anwesenden Vereinsvertreter sowie den Präsidenten des Landesschachbundes und einen der Kassenprüfer. Sie stellt fest, dass die Einladung ordnungs- und fristgemäß ergangen ist.

Die 45 Stimmen der anwesenden Vertreter verteilen sich nach den Statuten der BSJ wie in der Tabelle angegeben.


Verein  Stimmenzahl
Schachabt. Werder Bremen  12
Delmenhorster SK          12
SK Bremen-West             7
SK Schwanewede             3
SF Achim                   6
Vorstand                   5

2. Protokoll der Mitgliederversammlung 2000

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2000 wird einstimmig angenommen.

3. Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer

Die 1. Vorsitzende Ulrike Schlüter geht in ihrem Bericht auf folgende Punkte ein:Die Mitgliederentwicklung der BSJ sei genau wie die des gesamten LSB bedauerlicherweise rückläufig.

Die im Mai 2000 in der Werder-Halle durchgeführten Deutschen Schulschachmeisterschaften seien auf positive Resonanz bei der Lokalpresse und bei der Deutschen Schachjugend gestoßen.

Bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften im Juni in Überlingen habe es zwar keine herausragenden Einzelergebnisse gegeben, aber alle Beteiligten hätten viel Spaß gehabt, und im Durchschnitt hätten die Spieler/innen etwa 50% der möglichen Punkte erzielt.

Das Kadertraining im Jahr 2000 sei wieder regelmäßiger durchgeführt und auch besser besucht worden. Insbesondere das allgemeine Trainingswochenende Mitte November in Ristedt mit knapp 50 Teilnehmern sei als positive Neuerung zu bewerten. Falls die finanziellen Mittel es erlauben, werde 2001 eine ähnliche Veranstaltung durchgeführt.

Der 2. Vorsitzende Raimund Klein fügt noch zwei Punkte hinzu:

In einigen Vereinen vermisse er die Unterstützung der Jugendlichen durch die Vereinsführung. Es sei zwar lobenswert, dass Jugendliche in Vereinsarbeit eingebunden werden und ihnen zu diesem Zwecke Verantwortung übertragen würde, aber insbesondere während der Saison in der Jugendliga und Jugendklasse habe er den Eindruck gewonnen, in einigen Vereinen hätten die Jugendlichen nicht einmal einen erwachsenen Ansprechpartner, was diverse Probleme nach sich ziehe.

Die verschiedenen Ordnungen der Bremer Schachjugend wurden seit einiger Zeit nicht mehr überarbeitet. Der 2. Vorsitzende sagt zu, angesichts der anstehenden Währungsumstellung, die sowieso einige Änderungen erfordert, bis zur Mitgliederversammlung 2002 Inkonsistenten und nicht mehr benötigte Punkte herauszusuchen und soweit erforderlich entsprechende Änderungsanträge einzureichen.

Der Turnierleiter Gerold Menze berichtet von den im Jahr 2000 durchgeführten Turnieren:

In der Jugendbundesliga Nord wurde in der Saison 1999/2000 die Mannschaft des Delmenhorster Schachklub Meister, während sich das Team der Schachfreunde Achim erst durch einen Relegationskampf gegen den Sieger der Bremer Jugendliga, die Mannschaft des SV Werder Bremen, ein weiteres Jahr in dieser Spielklasse sichern konnte.

Zu Beginn der Saison 2000/2001 wurde ein Informationsheft über alle Aktivitäten der Bremer Schachjugend erstellt, das an alle Jugendspieler im Landesschachbund sowie an die Schulschach-AGs verteilt wurde.

Für die Bremer Vereinsmeisterschaft der Altersklasse U16 meldeten nur die Schachfreunde Achim. In der Altersklasse U12 siegte die Mannschaft des SV Werder vor der des Delmenhorster Schachklubs.

Bei den Norddeutschen Vereinsmeisterschaften in diesen Altersklassen erzielte die Mannschaft der Schachfreunde Achim eine gute Platzierung unter den ersten 10; in der Altersklasse U12 verpasste die Mannschaft des SV Werder nur knapp die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Bremer Jugendschnellschachmeister wurde im Mai Malte Meyer vom Delmenhorster SK.

Vom 8.-10.9.2000 fanden in Frankfurt/Oder die Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften der C- und D-Jugend statt. Die Bremer Schachjugend nahm mit jeweils einer Mannschaft teil.

In der Bremer Jugendliga erspielte sich die Mannschaft der Schachabteilung des TuS Varrel am letzten Spieltag die Meisterschaft. Dieser Sieg berechtigt zu einem Stichkampf gegen die Mannschaft der Schachfreunde Achim, die in der Jugendbundesliga Nord einen Abstiegsplatz erspielten.

Im Rahmen des allgemeinen Trainingswochenendes in Ristedt wurde die Bremer Jugendblitzmeisterschaft mit einer sehr guten Beteiligung ausgespielt. Sieger wurde Malte Meyer vom Delmenhorster SK.

Die Entwicklung im Bremer Schulschachbereich sei insgesamt positiv zu bewerten. Die Bremer Meister in den einzelnen Klassen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.


Klasse  Siegerschule
WK II   Lehmhorster Straße
WK III  Helgoländer Straße
WK IV   Kippenberg
WK G    Schule in der Vahr vor der Schule am Baumschulenweg

Die diesjährigen Schulschachmeisterschaften erhielten Besuch von einer Delegation des Bildungssenators, die bekanntgab, dass Schach ab sofort in Bremen offiziell als Schulsport gelte.

Der Jugendsprecher Eike Schwede berichtet von den zusätzlichen Aktivitäten:

Das im Rahmen der Bremer Jugendeinzelmeisterschaften 2000 durchgeführte Tandemturnier brachte einen Reinerlös von 150,- DM, der als Spende an Terre des Hommes ging. Die Kooperation der Deutschen Schachjugend mit dieser Organisation läuft weiter.

Als Vertreter der Bremer Schachjugend war der Jugendsprecher auf diversen Versammlungen der Deutschen Schachjugend anwesend.

Der Schatzmeister Oliver Höpfner legt den Jahresabschluss 2000 vor und bittet für den Fall seiner Wiederwahl um mehr Verständnis seitens der Vorstandskollegen, wenn er bei den Planungen den knappen Etat anmahne.

Der anwesende Kassenprüfer berichtet, die Buchführung des Schatzmeisters sei ordentlich, die Zahlen korrekt, und Fragen seien ihm und seinem Koprüfer während der Prüfung ausführlich beantwortet worden.

4. Entlastung des Vorstands

Der anwesende Kassenprüfer beantragt die Entlastung des Vorstands insgesamt. Der Antrag wird von den Vereinsvertretern einstimmig angenommen.

5. Neuwahlen

Der LSB-Präsident Wolfgang Jackwerth nimmt die Funktion des Wahlleiters wahr.

Ulrike Schlüter wird zur Wiederwahl als 1. Vorsitzende vorgeschlagen. Sie wird mit 44 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an. Die wiedergewählte 1. Vorsitzende übernimmt die Wahlleitung.

Zum Schatzmeister wird Oliver Höpfner vorgeschlagen. Die Abstimmung ergibt 44 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Oliver Höpfner nimmt die Wahl an.

Der bisherige Jugendsprecher Eike Schwede wird sich, da er bei der letzten Versammlung der Deutschen Schachjugend zum Bundesjugendsprecher gewählt wurde, nicht erneut zur Wahl stellen. Wegen der geringen Anwesenheit von Jugendlichen bleibt das Amt vorerst vakant. Die Wahl soll im Rahmen der Bremer Jugendeinzelmeisterschaften durchgeführt werden. (Anmerkung des Protokollanten: Diese Wahl wurde inzwischen durchgeführt. Neuer Jugendsprecher ist Marco Müller vom Schachklub Bremen-West.)

Zum Turnierleiter wird Jago Matticzk vom Schachklub Schwanewede vorgeschlagen. Die Abstimmung ergibt 42 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen. Jago Matticzk nimmt die Wahl an.

Anmerkung: Da das Amt des Jugendsprechers vakant ist, sind nur noch vier stimmberechtigte Vorstandsmitglieder anwesend; die Gesamtzahl verringert sich somit auf 44.

6. Haushaltsplan 2001

Der Schatzmeister beantragt, die geplanten Ausgaben für die Norddeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend auf DM 2400 und die geplanten Ausgaben für die Leistungsförderung auf DM 4500 zu ändern. Der Antrag wird mit 13 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen und 16 Enthaltungen abgelehnt. Der vorgelegte Haushaltsplan wird mit 31 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen.

7. Anträge

Antrag des Schulschachreferenten auf Kostenerstattung.

Der Schulschachreferent Günther Israel beantragt die Erstattung von Kosten in Höhe von insgesamt DM 1449 plus einer Pauschale für Telefon- und Portokosten in Höhe von DM 51. Obwohl im Etat 2000 nur DM 900 als Ausgaben für Schulschach vorgesehen waren, seien ihm vor allem bei der Durchführung der Deutschen Meisterschaft WK IV höhere Kosten entstanden. Von diesem Betrag wurden DM 800 bereits erstattet. Für das Jahr 2001 benötige er nach eigener Aussage nur etwa DM 300, was den geplanten Schulschachetat beträchtlich unterschreite.

Der LSB-Präsident Wolfgang Jackwerth hat hierzu folgende Anmerkungen:

Da der Antrag nach der festgesetzten Antragsfrist eingegangen ist, wird zunächst über die Dringlichkeit abgestimmt. Der Antrag auf Dringlichkeit wird mit 43 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.

SF Schwede merkt an, dass SF Israel seinen Etat aufgrund einer vorläufigen Etatplanung, die einen Betrag in Höhe von DM 1900 bei den Ausgaben für Schulschach vorgesehen hatte, überzogen hat. Dieser Betrag sei aber im endgültigen Haushaltsplan auf DM 900 reduziert worden, da DM 1000 zweckgebundene Gelder waren, die nicht mehr benötigt wurden.

Gleichzeitig stellt SF Schwede Antrag auf Erstattung eines noch zu nennenden Teilbetrages.

SF Menze bittet um Rücksicht auf die ehrenamtliche Tätigkeit und weist darauf hin, dass durch solches Engagement immer finanzielle Aufwendungen entstehen.

SF Höpfner stimmt prinzipiell zu, dass finanzielle Aufwendungen entstehen und im Normalfall auch erstattet werden sollten, weist aber darauf hin, dass SF Israel trotz immer wieder vorgetragener Hinweise seitens des Vorstands mehrmals durch Nichteinhalten von Fristen und überhöhte Abrechnungen aufgefallen sei. Darüberhinaus beklagt er die allgemein mangelnde Vorstandszusammenarbeit von SF Israel, der seit der Mitgliederversammlung 2000 nur auf einer Vorstandssitzung anwesend war. Er bekundet seine Unterstützung für den Antrag von SF Schwede.

SF Menze weist auf SF Israels gesundheitliche Schädigung und dessen deutlich reduzierte Planungen für die Ausgaben im Jahr 2001 hin.

SF Klein weist darauf hin, dass SF Israel trotz seiner gesundheitlichen Schädigung durchaus in der Lage sei, jedes Vorstandsmitglied, insbesondere den Schatzmeister telefonisch zu kontaktieren und somit aktuelle Informationen erfragen sowie ebensolche weitergeben könne.

Der Antrag von SF Israel wird mit 7 Ja-Stimmen, 33 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt.

Der Antrag, SF Israel einen Restbetrag von DM 699,99 zu erstatten, wird mit 44 Nein-Stimmen abgelehnt.

Der Antrag, den genauen Betrag vorstandsintern mit SF Israel auszuhandeln, wird mit 24 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen. Bei den Verhandlungen wird sich der Vorstand an dem von SF Jung vorgeschlagenen Restbetrag von DM 450 orientieren.

8. Verschiedenes

Termine: SF Schlüter weist auf die bereits in der Rochade ausgeschriebenen Termine für die Bremer Jugendeinzelmeisterschaften, die Bremer Blitzeinzelmeisterschaft, den Thalia-Team-Cup und das Bundesjugendtreffen der Deutschen Sportjugend hin.