Hauptversammlung des Landesschachbundes

Egon Ditt erhält goldene Ehrennadel

(ug). Von der Hauptversammlung lag der Redaktion noch kein Bericht vor. Bekannt ist lediglich, dass Ralf Mulde nun Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ist - die Redaktion wünscht ihm viel Glück im neuen Amt - und die Anträge des SV Werder Bremen (vgl. Rochade Bremen 4/2002) wohl eine Mehrheit fanden (vgl. Leserbrief von Ludwig Jantzen). Hinsichtlich der auf der Hauptversammlung durchgeführten Ehrungen hat sich die Redaktion räuberisch eines Berichts von der Delmenhorster homepage - Danke! - bedient:

(www.dsk1931ev.de). Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung des LSB Bremen am 17. April 2002 wurden sechs Mitglieder und eine ganze Mannschaft vom Präsidenten, Herrn Wolfgang Jackwerth, mit Ehrennadeln ausgezeichnet.

Die Goldene Ehrennadel erhielt aus der Hand des Präsidenten der alles überragende Egon Ditt, Silberne Ehrennadeln die verdienten Mitglieder des LSB Bremen Hans Wild (SVW), Dietrich Kassubek (SVW), Ludwig Jantzen (TV Arbergen), Gerold Menze (SK HB-West) und Thomas Becker (SF Achim).

Silberne Ehrennadeln erhielten weiterhin die Jugendspieler der U-20-Meistermannschaft des DSK, Bernd Korsus, Malte Meyer, Alexander Haucke, Volker Branding, Gerhard Riewe, Tobias Sturm und Hoang Nguyen.

Die Laudatio auf Egon Ditt, der selbstverständlich seine Ehefrau Jutta an seiner Seite hatte, hielt der langjährige Vorsitzende der Bremer Schachgesellschaft von 1877, Manfred Breutigam. Wie er selbst sagte, ist es nicht leicht, nach den vielen Ehrungen, die Egon Ditt erfuhr, eine weitere Lobrede auf ihn zu halten, konnte die Hürde jedoch locker meistern! Aber er kam nicht umhin, die große Rede Alfred Kinzels (Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes) zu erwähnen.

Zur Freude (und Überraschung!) aller war als Ehrengast Egons langjähriger Weggefährte Hans Koschnick geladen. So bildete das Ehepaar Ditt zusammen mit dem ehemaligen Senatspräsidenten ein strahlendes Dreigestirn! (...)


Regulierungsfieber auf der Hauptversammlung des Landesschachbundes

Vorweg gesagt: Ich bin ebenfalls gegen aufgezeigte Missstände, bzw. das nicht besetzen von Brettern. Aber die mit den Mehrstimmen der »Groß-Bundesliga-Vereine« durchgesetzte Reglementierung bei den Mannschaftskämpfen und die Einführung eines Bußgeldkataloges geht zu Lasten der kleineren Vereine und lösen das Problem nicht, sondern verschieben das +:- von den vorderen nur an die hinteren Bretter (vielleicht hat Herr B. Künitz an 1 oder 2 jetzt einen Gegner und ich gehe an 7 oder 8 leer aus)!

Die kleinen Verein müssen leistungsorientierten und Freizeit-Schachspielern gleiche Beschäftigung bieten, können das Bußgeld nicht von den Spielern eintreiben, da diese fluchtartig den Verein verlassen würden. Wenn die Vereine das Bußgeld zahlen müssen, gehen sie in den Ruin, können ihren Raum, ihre Trainer, andere Aktivitäten und eventuell die Beiträge nicht mehr bezahlen. Das bedeutet auf lange Sicht:Weniger Spieler, weniger Mannschaften und weniger Verein - bei vollem Strafgeldkonto!

Bei dem ausgebrochenem Regulierungsfieber fehlte nur noch der Antrag welche Eröffnungen den Bundesligavereinen vorbehalten bleiben und welche noch in Bremen gespielt werden dürfen.

Ludwig Jantzen