Der Delmenhorster Schachklub von 1931 e.V. trauert um seinen Präsidenten und Schachfreund

Heiko Wenke

Heiko verstarb völlig unerwartet am 05. Mai 2002 im Alter von nur 32 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes, erlitten bei einem Handballspiel.

Trotz seines jungen Alters war Heiko bereits seit 5 Jahren Präsident des Delmenhorster Schachklubs und hat in diesem Zeitraum die Delmenhorster Schachszene entscheidend mitgeprägt. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte sind auch eng mit seinem Namen und seinem Wirken verbunden. Er begleitete die 1. Mannschaft des DSK auf ihrem Höhenflug bis auf Platz 3 der Bundesliga, musste zwar leider auch deren Rückzug aus der Eliteliga hinnehmen, schaffte es aber den Absturz in die Bedeutungslosigkeit zu vermeiden. Seine besondere Sympathie galt aber schon immer der Jugendarbeit, die unter seiner Präsidentschaft ständig intensiviert wurde und die im Jahre 1997 mit der Verleihung des Grünen Bandes an den Delmenhorster Schachklub belohnt wurde. Als die Delmenhorster Jugendmannschaft Ende des letzten Jahres in Hamburg erstmals den Titel eines Deutschen Mannschaftsmeisters erringen konnte, war Heiko persönlich anwesend und feierte diesen sensationellen Erfolg mit der Mannschaft.

Wir haben Heiko als einen sehr lebenslustigen, fröhlichen, aber auch zielstrebigen Menschen kennen und schätzen gelernt. Diese Zielstrebigkeit prägte auch seine berufliche Laufbahn. Schon früh entschied er sich für eine Banklehre und befand sich dort mittlerweile nach zahlreichen bestandenen Prüfungen kurz vor der Beförderung zum Hauptrevisor.

Neben seiner Funktion als Präsident war Heiko viele Jahre lang auch als Turnierleiter unseres Vereins tätig, eine Aufgabenvielfalt, deren enormer Zeitaufwand und Engagement vielen erst nach seinem tragischen Tod richtig bewusst geworden ist. Zusätzlich engagierte er sich auch im Landesschachbund als Kassenprüfer sowie in der Delmenhorster Sportjugend und war auch dort wegen seiner Zuverlässigkeit und Fachkunde sehr geschätzt. Hervorgetan hat sich Heiko auch beim Aufbau der Damenmannschaft des DSK, die er als Mannschaftsführer bis in die Regionalliga führte und von deren Aufstieg in die 2. Damen-Bundesliga er gelegentlich träumte. Auch seine beiden Schwestern, Petra und Andrea, ließen sich von seiner Schachbegeisterung anstecken und übernahmen - seinem Beispiel folgend - Aufgaben in der Mannschaftsführung. Schachlich zeichnete sich Heiko vor allem durch seine ruhige und sichere Spielweise aus. Durch sein Lieblingsergebnis, das Remis, konnte er schon so manchen Mannschaftskampf für den Verein entscheiden. In seiner letzten Saison schaffte er den Sprung in die 2. Mannschaft des DSK und trug mit seinem guten Ergebnis maßgelblich zum Klassenerhalt in der Landesliga bei.

Heiko wird uns als Präsident, aber auch als Freund sehr fehlen. Wir werden seine zuverlässige Art und seine Fröhlichkeit immer im guten Andenken bewahren und versuchen, den Verein in seinem Sinne weiterzuführen.

Ulrike Schlüter, 2. Vorsitzende Delmenhorster SK