Mitgliederversammlung der Bremer Schachjugend

- Protokoll -

Ort
Bürgerhaus Oslebshausen
Beginn
19.13 Uhr
Ende
20.48 Uhr

Tagesordnung

  1. Begrüßung, Feststellung der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, Verteilung der Stimmen
  2. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 2001
  3. Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Wahlen: 2.Vorsitzender, Turnierleiter
  6. Haushaltsplan 2002
  7. Anträge
  8. Verschiedenes

Top 1 Begrüßung, Feststellung der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, Verteilung der Stimmen

Die Vorsitzende Ulrike Schlüter begrüßt die anwesenden Vereinsvertreter sowie den Präsidenten des Landesschachbundes und einen der Kassenprüfer. Sie stellt fest, dass die Einladung ordnungs- und fristgemäß ergangen ist.

Die 47 Stimmen der anwesenden Vertreter verteilen sich nach den Statuten der BSJ wie in der Tabelle angegeben.

Verein Stimmenzahl
SV Werder Bremen 13
Delmenhorster SK 9
SF Achim 6
SK Bremen-West 6
SK Schwanewede 3
Bremer SG 2
Vorstand 5

Top 2 Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 2001

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2001 wird mit 46 Ja-Stimmen und einer Enthaltung genehmigt.

Top 3 Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer

Die 1. Vorsitzende Ulrike Schlüter geht in ihrem Bericht auf folgende Punkte ein:

Die Mitgliederzahl der BSJ sei gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich geblieben. Dies sei zwar an sich positiv zu bewerten, aber die Jugendlichen verteilten sich auf nur wenige Vereine, was sie auch schon in der Vorwoche bei der Versammlung des LSB bemängelt habe. Ein Ziel müsse in Zukunft ein, neue Vereine für Jugendarbeit heranzuziehen. Sie bietet jedem Verein, der sich vornimmt, seine Jugendarbeit neu auf die Beine zu stellen, die Hilfe des BSJ-Vorstands an. Als Tipp nennt sie, einen Vereinsangehörigen zu den Bremer Schulschachmeisterschaften, insbesondere zu den jüngeren Jahrgängen zu entsenden, da hier viele Teilnehmer vereinslos seien.

Bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften 2001 in Willingen schnitt Bremen insgesamt schlecht ab; auch waren erneut keine herausragenden Einzelleistungen zu bejubeln. Für dieses Jahr erhoffe sie sich mehr, schon alleine weil man mit Peter Lichmann in der U12 endlich mal wieder einen Titelfavoriten stelle.

Für die Ausrichtung der Norddeutschen C/D-Meisterschaften auf Langeoog spricht sie SF Menze besonderen Dank aus. Laut den Berichten in den entsprechenden Organen seien die anderen Landesverbände sehr zufrieden mit der Organisation gewesen. Sie erwähnt, dass die Ausrichtung durch die Zusammenarbeit mit den Norddeutschen Schachjugenden, insbesondere dem Turnierleiter, erschwert worden sei. Die Bremer Teilnehmer hätten eher durchwachsen abgeschnitten; bei der als Schnellturnier durchgeführten Inselmeisterschaft hätten sie jedoch erfolgreicher gespielt.

Das »Seminarkonzept« des Kadertrainings habe sich ihrer Meinung nach durchgesetzt, auch der Trainer habe sich angepasst. Das offene Trainingswochenende in Ristedt komme bei allen Beteiligten offenbar gut an und stehe demzufolge für 2002 erneut auf der Planungsliste.

Sie berichtet, dass sie an der DSJ-Jugendversammlung und einer Versammlung der Norddeutschen Schachjugenden teilgenommen habe, an deren Rand eine stärkere Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Schachjugend vereinbart worden sei; diese beziehe sich auf Mannschaften sowie auf Kadertraining und Trainerausbildung.

Zum Schluss erwähnt sie noch den Erfolg des Delmenhorster SK, der bei der DVM U20 2001 den Titel holte.

Der Turnierleiter Jago Matticzk berichtet von den im Jahr 2001 durchgeführten Turnieren:

Für die Organisation des Spielbetriebs der Jugendliga und Jugendklasse dankt er SF Menze. Die Zentralausrichtung habe sich bewährt; allerdings habe er speziell bei den ausrichtenden Vereinen die Pressearbeit vermisst. Positiv zu bewerten sei die geringe Zahl von Spielausfällen. Etwas unglücklich sei die Preisverleihung verlaufen. Sieger der Jugendliga und damit stichkampfberechtigt für den Aufstieg in die Jugendbundesliga Nord wurde die Mannschaft der SF Achim. Die Jugendklasse gewann die dritte Mannschaft des SK Bremen-West vor der Mannschaft des SK Bremen-Nord. Beide steigen in die Jugendliga auf.

An den Norddeutschen Vereinsmeisterschaften U16 nahmen je eine Mannschaft der Schachfreunde Achim und von der Schachabteilung des SV Werder teil; in der Altersklasse U12 erreichte die Mannschaft des SV Werder einen guten 12. Platz.

Das bereits von SF Schlüter erwähnte schlechte Abschneiden bei den Norddeutschen C/D-Meisterschaften führt er auf die ersatzbedingte Schwächung der Delegation zurück.

Die Bremer Jugendschnellschachmeisterschaft beim SK Bremen-West gewann Markus Lammers vom Delmenhorster SK vor seinem Vereinskameraden Tobias Sturm und Frithjof Fehsenfeld von den SF Achim, der somit U16-Meister wurde. In der kommenden Saison findet das Turnier beim TuS Varrel statt. SF Matticzk begrüßt ausdrücklich den Umstand, dass sich mal ein anderer Verein als der SV Werder, der DSK oder der SK Bremen-West um eine Ausrichtung beworben habe.

Eine Bremer Jugendblitzmeisterschaft wurde nicht ausgetragen. An der Niedersächsischen Meisterschaft, zu der auch Bremer Teilnehmer geladen waren, nahmen nur Spieler des SK Bremen-West teil.

Für die Ausrichtung der Bremer Jugendeinzelmeisterschaften dankt er dem DSK, insbesondere SF Schlüter und SF Jugelt, für den reibungslosen Ablauf, den sehr guten Turniersaal und die Rechnerunterstützung. Die Teilnehmerzahl lag mit 83 um 10 höher als im Vorjahr.

Für die TeilnehmerInnen der Deutschen Einzelmeisterschaften werde noch ein gesondertes Kadertraining stattfinden. An dieser Stelle geht erneut ein spezieller Dank an SF Menze, in dessen Wohnung in dieser Saison ein Kadertraining durchgeführt wurde.

Am offenen Trainingswochenende waren außer den Jugendlichen nur Ehrenamtliche beteiligt, da der Kadertrainer für diese Veranstaltung einfach zu teuer sei.

Der Schatzmeister Oliver Höpfner legt den Jahresabschluss 2001 vor und betont, dass ihn die Doppelfunktion als Schatzmeister der BSJ und des LSB mehr belaste als bisher. Er kritisiert die Zusammenarbeit mit den übrigen Vorstandsmitgliedern.

Er erläutert, dass der LSB-Zuschuss wegen der Finanzierung der Norddeutschen C/D-Meisterschaften niedriger als geplant ausgefallen sei. Die Gesamtsumme der Unterstützung belaufe sich aber auf ca. DM 11.000. Als sonstige Einnahme stehe das Tandem-Turnier während der BJEM zu Buche. Eine Spende sei vom Bildungssenator Willi Lemke eingegangen, der diese aus seinem Honorar für die Teilnahme an der »DSF-Viererkette« gestiftet habe. Für die Vermittlung dieser Spende gebühre SF Giese besonderer Dank. Weitere Zuschüsse seien von der Sparkasse gekommen. Der Abgrenzungsposten zum Vorjahr bestehe in den Sonderausgaben für Schulschach im Jahr 2000, die bereits auf der Mitgliederversammlung 2001 erörtert wurden. Er betont, dass trotz des höheren Saldos die Ausgaben mit Rücksicht auf die Gesamtsituation im LSB mit Bedacht getätigt werden sollten.

Der anwesende Kassenprüfer Heiko Wenke berichtet, die Buchführung des Schatzmeisters sei ordentlich, die Zahlen korrekt, und Fragen seien ihm und seinem Koprüfer während der Prüfung ausführlich beantwortet worden. Er erteilt dem Schatzmeister ein Sonderlob für seine Arbeit.

Top 4 Entlastung des Vorstands

Der anwesende Kassenprüfer beantragt die Entlastung des Vorstands insgesamt. Der Antrag wird von den Vereinsvertretern einstimmig angenommen.

Top 5 Wahlen: 2.Vorsitzender, Turnierleiter

Zum 2. Vorsitzenden wird Raimund Klein vom SV Werder zur Wiederwahl vorgeschlagen. Die Abstimmung ergibt 44 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen. SF Klein nimmt die Wahl an.

Zum Turnierleiter wird Jago Matticzk vom Schachklub Schwanewede zur Wiederwahl vorgeschlagen. Die Abstimmung ergibt 46 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. SF Matticzk nimmt die Wahl an.

Top 6 Haushaltsplan 2002

Der Schatzmeister erläutert, der bereits vom LSB verabschiedete Zuschuss sei bei der Euro-Umstellung leicht nach unten abgerundet worden. Die Deutschen Ländermeisterschaften seien erneut als selbsttragend in den Haushalt eingegangen. Ansonsten entsprächen die Beträge im wesentlichen dem Vorjahreshaushalt bei einer Umrechnung von 2:1.

SF Menze fragt, woher die auffällige Differenz zwischen dem Jahresabschluss 2001 und dem neuen Haushaltsplan rühre. SF Höpfner antwortet, diese sei im wesentlichen durch den geänderten LSB-Zuschuss und die Einplanung der DLM zustandegekommen.

Der vorgelegte Haushaltsplan wird einstimmig angenommen.

Top 7 Anträge

Antrag des Vorstands auf Turnierordnungsänderungen: Die vom Vorstand vorgeschlagene Neufassung der Turnierordnung der BSJ, veröffentlich in Rochade Bremen 02/2002, wird zur Diskussion gestellt.

Zur Abstimmung werden die Neuregelung sowie die bisherige Regelung gestellt. Für die Neuregelung gibt es keine Ja-Stimmen. Die Beibehaltung der bisherigen Regelung (wie veröffentlicht) wird einstimmig angenommen.

Es findet eine rege Diskussion zur Neufassung des Artikel 17 (Qualifikation zur JBLN) statt. SF Menze schlägt Ergänzungen zu den Absätzen 17.3 und 17.4 vor, die entsprechende Fristen zur Bekanntgabe des Verzichts auf das Stichkampfrecht vorsehen.

SF Schlüters Antrag wird zur Abstimmung gestellt. Er wird mit 45 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.

Die neue Turnierordnung wird unter Berücksichtigung der beschlossenen Änderungen mit 36 Ja-Stimmen bei 11 Enthaltungen beschlossen.

Top 8 Verschiedenes

Termine

SF Höpfner weist auf den Thalia-Team-Cup am 01.06. sowie auf den Tag des Deutschen Schachs mit dem Kampf »Senioren gegen Junioren« hin.

Deutsche Ländermeisterschaften

SF Jugelt erkundigt sich, ob der Vorstand wirklich plane, die DLM in diesem Jahr mit einer Mannschaft zu beschicken. SF Schlüter antwortet, dies liege in erster Linie in der Hand der in Frage kommenden Teilnehmer. Sie betont die etwas unglückliche Planung, da das Turnier in die Schulzeit falle. Sie sagt allerdings zu, dass wenn sich alle in Frage kommenden SpielerInnen anmelden, die BSJ den bzw. die Betreuer finanziere. Aus gegebenem Anlass berichtet sie von der wachsenden Kritik an diesem Turnier; besonders die Landesverbände Sachsen und Nordrhein-Westfalen hätten sich hier hervorgetan. Die Kritik bestehe vor allem darin, dass nicht klar sei, ob diese Meisterschaften als Leistungs- oder Breitenschachturnier anzusehen seien. SF Höpfner betont, dass die Berücksichtigung des Turniers im Haushaltsplan nur als Option auf eine tatsächliche Teilnahme gedacht sei.

Protokollant: Raimund Klein