Nicht zu übersehen - Findorffer SF stellten Schaukasten auf

Ein Schachverein im Stadtteil und keiner merkt es - damit ist nun Schluss in Bremen-Findorff. Die Findorffer Schachfreunde stehen jetzt mit einem Schaukasten im Blickpunkt der Bevölkerung.

Der Standort ist optimal: vor dem Jan-Reiners-Einkaufszentrum, direkt an einer viel frequentierten Bushaltestelle nahe der Kreuzung Eickedorffer / Hemmstraße. An kaum einer anderen Stelle dürfte so viel Publikum entlang gehen wie an diesem Fleck. Das Augenmerk der Leute wird auf das Angebot des Vereins gelenkt.

Mit Bau und Aufstellung der Vitrine haben die Findorffer Schachfreunde ein Problem gelöst, das ihnen seit dem Abriss des früheren Vereinshauses, dem »Rundfunkmuseum« in der Findorffstraße, zu schaffen machte. Während sie sich dort in einer breiten Schaufensterfront präsentieren konnten, verbesserten sie sich durch den Wechsel in die Hemmstraße zwar räumlich, doch bietet das neue Domizil in der zweiten Etage keine Möglichkeit zur Außenwerbung.

»Aus den Augen - aus dem Sinn« - soweit wollte es der Vorstand nicht kommen lassen. Mit Eigenarbeit von Vereinsmitgliedern und deren Angehörigen - hier erwies sich Alfred Tschense, Schwiegervater von Vorstandsmitglied Dieter Kopp, als begabter Konstrukteur und Handwerker, sowie einem Zuschuss des Findorffer Beirats, ließ sich der Bau konstengünstig umsetzen. Eine Auftragsabwicklung durch einen Fachbetrieb hätte dagegen den halben Jahresetat des Klubs verschlungen.

Karsten Ohl