Delmenhorster Berichte aus der Jugendbundesliga Nord

3. Runde 24.11.2002

Am 24.11. ging es für uns nach Nordhorn, wo die dritte Runde der Jugendbundesliga um 10 Uhr anfangen sollte. Leider schaffte es unser zweites Auto mit Stefan, Philipp und Markus nicht mehr pünktlich, da ich mich noch kurzfristig von Partyaktivitäten der letzten Nacht an einer Raststätte erholen musste.

Als wir dann ankamen, hatte der Gastgeber die Uhren gerade angestellt und Frithjof sowie Daniel und Tim bereits begonnen. Schon früh zeichnete sich ab, dass Tim nach einem Eröffnungsfehler die Stellung nicht mehr halten konnte. Er versuchte noch alles aber musste schließlich aufgeben. Ab dann liefen alle Eröffnungen aus unserer Sicht positiv, wobei die Partie von Daniel zunehmend unklar wurde. Erster Sieger war wie gewohnt Frithjof, der seine Partie souve-rän mit einem Königsangriff nach Hause brachte. Während Daniel zunehmend dubioser stand, konnte ich nach einem Eröffnungsspektakel ins Endspiel mit Mehrbauer abwickeln. Indes verlor Markus, der gegen den starken Vincent Groenhuis bisher gut gestanden hatte, in einem taktischen Gerangel eine Figur und musste aufgeben. Wenig später konnte ich trotz Konzentrationsschwierigkeiten meinen Mehrbauer in einen Sieg ummünzen. Blieben nur noch Daniel und Stefan, der nach langem Kneten seinen Gegner ins gewonnene Endspiel gezwungen hatte. Daniel hatte lange gekämpft, musste aber schließlich auf verlorenem Posten aufgeben. Nach einiger Zeit konnte Endspielprofi Stefan dann seinen Gegner so frustrieren, dass dieser die Zeitkontrolle um etliche Züge verpasste, und somit für uns immerhin zum Endstand von 3-3 ausgleichen.

Philipp Lammers

Nordhorn-Blanke 3:3 Delmenhorst
Groenhuis, V 1:0 Lammers, M
Konken, F 0:1 Walter, S
Stiepel, S 0:1 Fehsenfeld, F
Stotyn, F 1:0 Kimmich, D
Weich, C 0:1 Lammers, P
Baisakow, A 1:0 Cammann, T


4. Runde 07.12.2002

Am Samstagmorgen mussten wir mit unserer Mannschaft vormittags Richtung Hamburg aufbrechen. Schon zu dem Zeitpunkt waren es eisige Temperaturen, so dass wir die Zugfahrt sehr genossen haben. Gegen die HSKler waren wir natürlich nur Außenseiter, aber haben uns trotzdem kleine Chancen ausgerechnet, weil davon auszugehen war, dass sie nicht in Bestbesetzung spielen würden.

Am Anfang sah es bei allen gut aus. Nach etwa zwei Stunden war Simon aber schon fast fertig, da er eine Leichtfigur eingestellt hatte, genauso wie Daniel, der nach einer undurchsichtigen Eröffnung ebenfalls mit weniger Material spielen musste. Nach etwas weniger als 4 Stunden hat Philipp ein Remis mit kleinem Zeitdruck herausgeholt. Bei Markus, Stefan und mir sah es dagegen nicht so schlecht aus: Markus hatte in ein durchaus interessantes Turmendspiel abgetauscht, Stefan stand auf Gewinn mit einem Bauern mehr und ich hatte auch eine etwas bessere Stellung. Nach der ersten Zeitnotphase habe ich dann ein ausgeglichenes Endspiel durch einen Fehler meines Gegners gewonnen. Da von einem Sieg von Stefan auszugehen war, hatten wir auch noch Chancen auf ein Unentschieden nach dem schlechtem Start. Leider konnte Markus den Minusbauern aber nicht ausgleichen und verlor sein Spiel.

Dennoch kann man mit dem 2,5 zu 3,5 gegen HSK durchaus noch zufrieden sein.

Frithjof Fehsenfeld

Hamburg 3,5:2,5 Delmenhorst
Langrock 1:0 Lammers, M
Frackowiak 0:1 Walter, S
HC Stejskal 0:1 Fehsenfeld, F
Schnock 1:0 Kimmich, D
Hieramente 1/2 Lammers, P
J Stejskal 1:0 Sturm, S


5. Runde 08.12.2002

Als wir wenige Minuten nach 11 Uhr die Uhren anstellten waren wir guter Hoffnung, unsere knappe Niederlage vom Vortag gegen den HSK wieder auszugleichen. Da die Mannschaft von Meerbauer Kiel jedoch ebenfalls in Bestbesetzung antrat, stand ein spannender Kampf bevor.

Ich konnte nach der Eröffnung als Nachziehender bereits einen Vorteil erarbeiten, auch Stefan erreichte in einer vorbereiteten Variante eine aussichtsreiche Stellung. Bei den anderen tat sich noch nicht allzu viel. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Stellungen aber vor allem an den unteren Brettern schwieriger. So stand Tim nach einigen kurios anmutenden Zügen plötzlich auf Gewinn. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn kurze Zeit später übersah er leider eine schlichte Damenfesselung und musste aufgeben. Damit sah es plötzlich richtig duster aus, denn kurze Zeit später musste auch Topscorer Frithjof seinen ersten Punkt lassen. Bei Daniel zeichnete sich ebenfalls eine Niederlage ab, Philipps Stellung war eher unklar und Stefan kam zunehmend in Bedrängnis. Sein Gegner spielte in Zeitnot sehr stark und somit musste auch Stefan nach dem 40. Zug die Segel streichen. Damit war der Kampf natürlich entschieden, doch wurde noch um wichtige Brettpunkte weitergekämpft. Daniel musste wie erwartet aufgeben. Nachdem ich eine weitere Qualität ins Geschäft gesteckt hatte, wurde klar, dass mein Gegner meiner Bauernlawine nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Doch war ich trotzdem sehr froh, als er nach langem Weiterspielen schließlich einsah, dass er meine zwei Freibauern auf der 2. Reihe und dem damit verbundenen Nachteil von rund zehn Bauerneinheiten (laut Fritz) wohl nicht mehr gerade biegen kann. Philipp hatte sich nach glücklicher Abwicklung in einem Endspiel mit zwei Bauern für einen Läufer zu verteidigen. In klarer Gewinnstellung patzte der Gegner jedoch derartig, dass Philipp durch einen Durchbruch zwei Freibauern in Gang setzten konnte und damit noch den zweiten Punkt einfahren konnte. Um ein Relegationsspiel am Ende der Saison zu vermeiden, wäre ein heutiger Erfolg natürlich ein Riesenschritt gewesen, doch so müssen wir halt noch weiter zittern.

Markus Lammers

Delmenhorst 2:4 Meerb. Kiel
Lammers, M 1:0 Feuerstack
Walter, S 0:1 Hinz
Fehsenfeld, F 0:1 Zimmat
Kimmich, D 0:1 Jachnowitch
Lammers, P 1:0 Niewerth
Cammann, T 0:1 Müller


Tabelle nach 4 bis 6 Runden
Pl. Mannschaft Sp MP BP
1. Hamburger SK 6 12:0 27,0
2. Ricklingen 4 8:0 18,5
3. Königsspringer 4 6:2 16,5
4. SKJE 6 6:6 17,0
5. Delmenhorst 5 5:5 17,5
6. Meerbauer Kiel 5 4:6 13,0
7. Nordhorn-Blanke 5 4:6 13,0
8. Bargteheide 5 3:7 11,5
9. Norderstedt 5 2:8 11,5
10. Fischbek 5 0:10 6,0

2003-01-10