RAMADA-TREFF Cup: Deutscher Amateurmeister wieder qualifiziert

(eb). Der Bremer Olaf Steffens gewann im letzten Jahr überraschend die A-Klasse der Deutschen Amateurmeisterschaft und will seinen Titel unbedingt wieder verteidigen. Doch Freiplätze, Vorrechte für Deutsche Meister gibt es nicht. Also musste auch er wieder ran in Hannover und versuchen, sich erneut für das Finale, das diesmal in Magdeburg ausgetragen wird, zu qualifizieren. Als Zweiter hinter de Wiljes vom SK Ricklingen konnte er sich mit 3,5 Punkten sicher den Platz im Finale sichern!

Auf ganze 5 Punkte, also auf Einhundertprozent, kam in der E-Gruppe der Schachfreund Stefan Flassig aus Salzgitter. In den Gruppen B - D mussten jeweils 4,5 Punkte für den Gruppengewinn erspielt werden. Hätte es einen Fairplay-Preis gegeben, dann hätte ihn Diethardt Lingnau aus Lübeck verdient. Er wurde 4. in der E-Gruppe und hatte seine Qualifikation für das Finale eigentlich schon abgehakt und erkundigte sich nach dem nächsten Spielort in Halle/Saale. Was war passiert? Diethardt Lingnau wusste genau, er hatte noch Chancen sich für das Finale zu qualifizieren, denn er ging mit 4/4 in die letzte Runde. Sein Gegner Stefan Flassig eröffnete die Partie und bot sofort mit dem ersten Zug remis ab. »Das darf man doch gar nicht«, ereiferte sich Diethardt Lingnau und lehnte natürlich ab. Er wollte spielen! Es war die letzte Partie in der Gruppe E, die einen Sieger fand, und der hieß nicht Stefan Flaasig. Diethardt Lingnau hatte gespielt und verloren. Aus der Traum vom Finale in Magdeburg? Nein, die Geschichte hatte ein Happy End, über die bessere Buchholzzahl konnte er sich als Vierter für das Finale qualifizieren.

Diese kleine Geschichte spiegelt die Atmosphäre wieder, unter der beim RAMADA-TREFF Cup um Punkte gespielt wird. Das Miteinander, die Fairness steht im Vordergrund. Und das sogar auch dann, wenn wie diesmal in Hannover die Räumlichkeiten beengt sind, man sich leichter mal direkt in die Quere kommt. Kein böses Wort, keine Aufregung. Dafür durften alle, die angereist waren, mitspielen, dafür rückt man dann eben etwas mehr zusammen.

In Halle gibt es die letzte Möglichkeit bei dieser zweiten Serie der Deutschen Amateurmeisterschaft noch einmal diese Atmosphäre zu schnuppern. Derzeit haben dies mehr als 150 Schachfreunde vor, doch Platz genug für über 300 Teilnehmer ist vorhanden. Nur das Anmelden nicht vergessen!