LSB-Mitgliederversammlung 2003

Der Präsident zur Mitgliederversammlung

Liebe Schachfreundinnen,
liebe Schachfreunde!

Sie werden bestimmt überrascht gewesen sein, als Sie die Einladung zu unserer diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung, an einem Sonnabend, gelesen haben. Ich gebe zu, der Sonnabend ist ein ungewöhnlicher Termin, der wahrscheinlich auf Kritik stoßen wird. Sie haben auf der Mitgliederversammlung Gelegenheit, hierzu Ihre Meinung zu sagen und zu entscheiden, an welchem Wochentag (Mittwoch) in Zukunft die Mitgliederversammlungen stattfinden sollen.

Der Grund, die Versammlung an einem Sonnabend abzuhalten, ist ganz einfach: Wir haben mehr Zeit zur Diskussion. Ich hoffe, Sie bei der Mitgliederversammlung in den Räumen der Findorffer Schachfreunde begrüßen zu können.

Der Landesschachbund Bremen befindet sich zur Zeit in einer zwiespältigen Situation. Auf der einen Seite ragen die Erfolge Bremer Schachfreunde und Mannschaften hervor und auf der anderen Seite bereiten die Stagnation in der Mitgliederentwicklung, der (drohende) Rückzug von Vereinen und insbesondere die finanzielle Entwicklung Sorgen.

Als »Kostentreiber« ist hier beispielhaft der Deutsche Schachbund (nebst FIDE und ECU) zu nennen. Danach benötigt der Deutsche Schachbund ein neues Programm für die Mitgliederverwaltung (MIVIS). Das ist mit Kosten von 60 TEUR verbunden. Diese Kosten werden über eine Beitragserhöhung (2 Euro je Mitglied) aufgebracht. Die Norddeutschen Verbände einschließlich Thüringen und Sachsen haben sich dagegen ausgesprochen. Aber die Mehrheiten im Kongress haben die Beitragserhöhung durchgesetzt.

Desgleichen ist zu erwarten, dass der Tagessatz für den Bremer Teilnehmer an der Deutschen Einzelmeisterschaft von 50 auf 75 Euro erhöht wird.

Zurück zum Landesschachbund. Noch bemerkenswert für das vergangene Jahr war das 125jährige Jubiläum der Bremer SG. Für den Vorstand des Landesschachbundes könnte ein Referent für Öffentlichkeitsarbeit gewonnen werden. Auch ist das Amt des Beauftragten für Senioren wieder neu besetzt. Ein Antrag sieht vor, den Seniorenvertreter in den Vorstand des Landesschachbundes aufzunehmen. Auf der Mitgliederversammlung haben Sie die Möglichkeit, Schachfreunde Ihres Vertrauens in den Vorstand zu wählen.

Als gemeinsames Ziel für den Landesschachbund möchte ich vorgeben:

  1. Mitgliederwerbung;
  2. Junge Menschen in den Vereinen mit in die Vorstandsarbeit einzubinden;
  3. Nach Möglichkeiten zu suchen, sich als Verein - und Verband - in der Öffentlichkeit darzustellen.

Wolfgang Jackwerth
Präsident


Antrag zur Satzungsänderung

Änderung § 11 (2)
Die Mitgliederversammlung möge beschließen, den Vorstand um die Position des Seniorenreferenten zu erweitern.
Begründung:
In sämtlichen Landesverbänden ist der Seniorenreferent fester Bestandteil des Vorstandes. Um bestehenden Fördermöglichkeiten für unsere Senioren zu erhalten ist diese Erweiterung dringend notwendig.

Thomas Jonnek
für die Bremer Schachgesellschaft von 1877