Viel Spaß beim Findorffer Open-Air-Blitz

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Im zweiten Anlauf hat es geklappt: was 2002 noch von einem Gewitterschauer fortgespült wurde, hatte in diesem Jahr mehr Wetterglück. Die Findorffer Schachfreunde traten den Beweis an: Blitz macht auch im Freien Spaß - wenn das Wetter mitspielt.

Photo: Schachspieler beim Open Air

Summer in the city - beim Findorffer Freiluftblitz stand Spaß im Mittelpunkt. Foto: Giel

Sogar aus Oldenburg kamen Teilnehmer um den frisch gebackenen Vorsitzenden Arno Köhne, um bei Bier, Kaffee, Wasser und herrlichem Wetter einen wunderbaren Schachabend zu erleben. »Das müssen wir unbedingt noch einmal machen«, strahlte Turnierleiter Ralf Mulde. Es waren dann mit 20 Spielern doch so viele Teilnehmer, dass in Vor- und Endrunde gespielt werden musste. Schließlich galt es, bis Einbruch der Dämmerung um 21.30 Uhr fertig zu sein. Dennoch fragten sich die Organisatoren: Sind die Bremer Schachspieler Stubenhocker? Deren Drang zum Freiluftschach hielt sich nämlich in Grenzen. Kein Wunder, dass schließlich die Findorffer Gastgeber das bessere Ende für sich hatten. Sieger wurde Arend Viet, der sich im Stechen gegen Marko Jostes durchsetzte, auf Platz Olaf Giel als dritter Findorffer.

Nach einsetzender Dunkelheit war die Open-Air-Begeisterung noch so groß, dass sich ein »harter Kern« der Teilnehmer spontan zu einem Dämmerungs-Blitzen entschloss - mit völlig neuen schachtheoretischen Erkenntnissen. Kostprobe: »Mit Schwarz zu spielen ist vorteilhaft. Bei der Dunkelheit sieht der Gegner die Angriffsfiguren nicht mehr.« Auch Angriffe von der eigenen Grundlinie aus zu führen, hatte mangels Sichtweite des Verteidigers zweifellos seinen eigenen Charme. Und philosophiert wurde auch: »Darf man trotz Berlusconi noch Sizilianisch spielen?« war einer der Sprüche des Abends.

Ob durch diese Aktion die auch bezweckte Werbung für das Schach erzielt wurde, ist angesichts hundert Gästen des Haus am Walde, aber null Zuschauern beim Schach eher zweifelhaft. Werbung wird jetzt wieder am Tag des Schachs am 30. August mit einem Stand auf dem Findorff-Markt gemacht: Es geht voran!

Karsten Ohl