Jugendserie-Nord in Delmenhorst

Gelungenes Großturnier mit 219 Teilnehmern

[Photo]

Auch das Interesse der Eltern war groß (U-12). Photo: Hurrle

Die »Jugendserie-Nord« zieht weiter ihre Erfolgsbahn! Nach Wildeshausen, Rastede und Oldenburg hat sich nun der Delmenhorster SK von 1931 e.V. dem Jugend fördernden Projekt gestellt. Am Sonntag, 22. Februar 2004, drei Monate nach dem voran gegangenen Turnier, war es für uns soweit. Und wieder wurden die eher hochgesteckten Erwartungen übertroffen: Leicht übersprang die Teilnehmerzahl die Zweihunderter-Hürde. 205 Kinder und Jugendliche sowie 14 »Veteranen« nahmen an dem größten Schachereignis teil, das Delmenhorst bisher je gesehen hat. Austragungsort war das zentral gelegene Willmsgymnasium. Schach ist hier gern gesehen, denn bekanntlich finden hier jeden Freitag unsere Jugendnachmittage statt. Neun Schulräume, eine wahrlich ansprechende Cafeteria und sogar die große Aula wurden zur Verfügung gestellt. Stichwort »Cafeteria«: Hier ist schon das erste dicke Lob angebracht für Eltern, die die Verpflegung sicherstellten und keinerlei Wünsche offen ließen.

Die Turnierleitung, d. h. Gerhard Riewe und Gunnar Ahrens, hatten den Ablauf jederzeit im Griff. Die Anmeldung durch Ulrike Schlüter wurde zwar zentral durchgeführt, ging aber aufgrund der guten Vorbereitung und der äußerst hilfreichen Online-Anmeldung auf der Jugendserie-Website trotz zahlreicher Änderungen problemlos und recht schnell über die Bühne. So konnte nach der Begrüßung der jungen Teilnehmer und ihrer vielen begleitenden Eltern der Beginn der erste Runde bereits um 10.30 h verkündet werden. Zur Verdeutlichung: Es mussten ja sieben Turniere parallel organisiert werden!

Die Turniergruppe U-8 bestand aus 35 jungen Teilnehmern. Turnierleiter war Jens Kahlenberg, der sehr erfahren und einfühlsam wirkte. Sowohl die Jüngsten des Turniers als auch deren zahlreiche Beistand gebenden Eltern waren bei ihm bestens aufgehoben. Alle vier Pokale entführten Kids des SV Werder Bremen. Es siegte Christian Schäfer, er musste lediglich ein Remis abgeben. Es folgten die Geschwister Charlotte und Lukas Kaste, der sich seiner Schwester nur in der Feinwertung beugen musste. Da mit Charlotte ein Mädchen unter den Erstplatzierten war, wurde als nächste weibliche Teilnehmerin Eva Kircher mit einem Pokal bedacht.

[Photo]

Glückliche Sieger (U-9) Fiona Brömer, Tim Busula, Tim Busula, Hannes Wentow, Sascha Köller. Photo: Hurrle

Die U-9 war dieses Mal lediglich mit 16 Teilnehmern besetzt. Unangefochtener Sieger mit makelloser Bilanz und mit zwei Punkten Vorsprung wurde Tim Busula von den Findorffer Schachfreunden. Es folgten Hannes Wentow (KGS Kirchweye) vor Sascha Köller (Schachfit Oldenburg). Hannes konnte sich nur ganz knapp in der Feinwertung vor Sascha durchsetzen. Fiona Bremer von SV Werder Bremen wurde gute Vierte und konnte den Mädchenpokal mit nach Hause nehmen. Ein großes Lob gebührt Philipp Lammers, der in dieser Gruppe dafür sorgte, dass alles seine Richtigkeit hatte. Philipp hatte extra auf die Teilnahme an dem Bundesliga-Kampf gegen Varrel verzichtet, um bei diesem ersten großen Schachereignis des Jahres dabei zu sein.

Mehr Andrang gab es in der U-10, deren 39 Teilnehmer den Rahmen eines Klassenraums fast sprengten. Die Leitung teilten sich daher die zwei Frauen unseres Orga-Teams, Mareike Lusch und Ulrike. Zum Schluss half Ralf Wahrenberg aus. Den glatten Durchmarsch vollführte Nicolas Kallusky von den Wilhelmshavener SF. Auf die Plätze 2 und 3 kamen Marcel Richard (SV Werder Bremen) vor Kjell Kingerter, ebenfalls aus Wilhelmshaven. Die Plätze an der Sonne waren richtig heiß umkämpft, denn es folgten noch sechs Jungen, die allesamt wie der Drittplatzierte fünf Punkte aufwiesen. Gelohnt hat sich die lange Anfahrt für Sheila-Maria Vossfeldt vom MTV Ilten: Sie erreichte Platz 14 und wurde als beste weibliche Teilnehmerin mit einem Pokal belohnt.

Eine wahrhaft starke Gruppe bildete die U-12. Unglaubliche 59 Teilnehmer fanden in zwei gegenüberliegenden Schulräumen ausreichend Platz. Zwei Räume, zwei Turnierleiter: Tobias Sturm und auch der Turnierneuling Mathias Grontzki machten ihre Sache tadellos. Wieder gab es einen dreifachen Triumpf des SV Werder Bremen. Sieger wurde Simon Schäfer vor Jendrik von Wardenburg, die beide nur einen Zähler abgaben. Dritter wurde Dimitrij Jebtchouk vor drei weiteren Punktgleichen. Das beste Mädchen kam wie bei den U-10 ebenfalls vom MTV Ilten, nämlich Cheyenne Helmdorf, die mit vier Zählern 26. wurde.

[Photo]

Urgestein Gerold Menze leitete die U-14. Photo: Hurrle

Die Gruppe U-14 wurde freundlicherweise von dem »Schachprofi« Gerold Menze (SK HB-West) geleitet. Drei junge Damen und 27 junge Herren stritten hier um die Schachkrone. Den Sieg trug Michael Vossfeldt (SK Lehrte) davon. Die Werderaner Frederik Stelter und Arthur Sczcap hatten einen halben Punkt weniger auf ihren Konten. Olga Tcherepanova von »Makkabi« kam auf den vierten Platz und entführte den Pokal für das beste Mädchen nach Osnabrück.

In der ältesten Gruppe U-16 nahm Jan Ahrens die Doppelbelastung auf sich, Turnierleiter und Mitspieler zu sein. Er löste beide Aufgaben bravourös und wurde mit fünf Punkten Fünfter. Ebenfalls 5 Punkte erzielte die Dritte, Maike Janiesch von SV Werder Bremen. Wieder jeweils einen halben Punkt mehr hatten Benjamin Kaufmann als Zweiter und Matthias Junge, der Platz eins erklomm (beide SK HB-West). Da wie bei der U-8 ein Mädchen unter den Erstplatzierten war, erhielt als nächste junge Dame mit Platz vier Danica Kosch vom SF Achim einen Pokal.

Im offenen Betreuerturnier mit 14 Teilnehmern übernahm Alexander Jung von den Achimer Schachfreunden das Ruder. In ruhigen Gewässern ging es voran, bis der Nordsee erprobte Karsten Bertram (Wilhelmshavener SF) den Hafen als erster erreichte. Ihm folgten Michael Henkemeier (SK Werther) und Harry Klose (SK WT Rastede). Nun, sie erhielten keine Pokale und Urkunden, aber Preise, mit denen sie sicherlich zufrieden waren.

Das Turnier war gelaufen, ernsthafte Zwischenfälle gab es keine. Gegen 16 Uhr waren alle Ergebnisse eingegeben und alle Urkunden mit der Platzierung ausgedruckt. Die Siegerehrung in der Aula konnte erfolgen. Erfreulicherweise nahmen nahezu alle Mitspieler und deren Eltern/Begleiter daran teil und gaben einen würdigen Rahmen ab. 24 gravierte Pokale und 205 farbige Urkunden fanden neue stolze Besitzer.

Ja, es war ein langer Schachtag. Aber es war ein Tag, der sehr viel Spaß und Freude brachte, und an den wir uns alle gern und lange erinnern werden.

Jürgen Hurrle


Tabellen

2004-03-07