1000 Bremer Schachspieler mit neuem Vorstand

Der neue Präsident des Landesschachbundes Bremen, Hans Jürgen Steingräber, kann zu Beginn seiner Amtszeit auf ein gutes Jahr im Bremer Schach zurückblicken. »Die Hansestadt hat mit der Bremer Schachgesellschaft und Werder Bremen gleich zwei Vereine in der Bundesliga, der stärksten Schachliga der Welt.«

»Beide Clubs haben dort hervorragendes Schach geboten und sind auf den vorderen Tabellenplätzen gelandet. Mit Dr. Joachim Asendorf von Werder Bremen stellt der Landesschachbund außerdem den Deutschen Pokaleinzelmeister 2004. Weil sich außerdem auch Bremen-Nord in der Oberliga halten konnte, ist kein Bremer Verein aus den übergeordneten Ligen abgestiegen«, freute sich Steingräber.

Steingräber selbst war zuvor einstimmig zum Präsidenten der rund 1000 Schachspieler gewählt worden, die sich im Raum Bremen in 19 Vereinen zusammenfinden. Er kann sich mit Oliver Höpfner – zugleich Schatzmeister und 2. Vorsitzender –, Thomas Becker als Turnierleiter und Thomas Jonnek als Schriftführer auf ein erfahrenes Team stützen.

In den Vereinen ist viel in Bewegung. Angebote für Familien und für Jugendliche nehmen immer mehr zu, in einer ganzen Reihe von Schulen bieten die örtlichen Schachclubs AGs an und auch bei vielen öffentlichen Gelegenheiten laden die Vereine Interessierte ein, sich mit ihnen zu Spaß und Spiel zusammenzugesellen. Sogar das Schachspiel selbst ändert sich. »Der Trend im Weltschachbund geht eindeutig hin zu kürzeren Bedenkzeiten« berichtete Thomas Becker. »Das Spiel soll damit für Zuschauer, etwa bei den Live-Übertragungen im Internet, noch interessanter werden.« Durch die Zunahme von Handys an allen denkbaren Orten hat man nun sogar hier eine Regelung treffen müssen: um sicherzustellen, dass niemand im Turnier in seiner Konzentration gestört wird, bedeutet ein klingelndes Handy seit Beginn dieses Jahres den sofortigen Partieverlust. »Bei Anruf Matt« könnte man also sagen.

Ralf Mulde