Leserbriefe

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...!

In der Rochade Bremen, September 2004, beschuldigt der Spartenleiter der Schachabteilung des SV Werder Bremen, Dr. Schelz-Brandenburg, den Journalisten und Schachmeister Otto Borik, über den Rückzug der BSG aus der Schachbundesliga im Editorial des Schachmagazin 64 Märchen zu erzählen, also die Unwahrheit zu schreiben. Dieser Passus im Artikel »im Zeichen des grün-orangen Springers« war auch schon auf der sehr häufig aufgerufenen Internetseite www.Schachbundesliga.de.

Die Bremer Schachgesellschaft wie auch Otto Borik hatten sich dagegen verwahrt, weil Otto Borik wie auch alle anderen Schach-Publikationen korrekt über die Gründe des Rückzuges berichtet und kommentiert hatten. Schließlich trifft der Vorwurf nicht nur Otto Borik sondern auch die Bremer Schachgesellschaft. Einem Journalisten unwahre Berichterstattung zu unterstellen ist ein besonders schwerer Vorwurf.

Unfähig, seinen Fehler einzugestehen und unfähig sich zu entschuldigen trat Herr Dr. Schelz-Brandenburg im Gegenteil noch nach und war gleichzeitig in einem ichhaften Artikel »märchenhafte Moralapostel« erneut im Internet unter Schachbundesliga bemüht, in erstaunlicher Verdrehung der Geschichte sich selbst zum Opfer zu stilisieren.

Eigentlich sollte die Sache erledigt sein. Aber weit gefehlt - Herr Dr. Schelz-Brandenburg veröffentlichte es erneut zuerst im Werder- Magazin und dann im Brementeil der Rochade.

Man muss wohl jetzt davon ausgehen, dass Herr Dr. Schelz-Brandenburg einem unliebsamen, ihm kritisch gegenüberstehenden Journalisten und Publizisten etwas anhängen will.

Auch die BSG soll dabei schlecht wegkommen. Ob das unserer überschaubaren Schachgemeinde im Landesschachbund Bremen gut tut? Mir fallen dazu eigentlich nur noch Eugen Roth oder Wilhelm Busch ein, vielleicht auch ein nachsichtiges mildes Lächeln – aber ganz bestimmt »Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...«!

Manfred Breutigam