Jugendligen gestartet

Zur diesjährigen Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft haben sich fast 300 Teilnehmer aus 14 Vereinen und neuerdings auch aus vier Schulen angemeldet. Das ist eine neue Rekordzahl die es in den Jahren zuvor nicht gegeben hat. Insgesamt sind die Akteure auf 34 Mannschaften verteilt, wovon zwei Mannschaften sogar in der Jugendbundesliga (Delmenhorster SK und SK Bremen-West) spielen.

Die übrigen Mannschaften kommen zu den insgesamt sieben Spielterminen an sogenannten »Zentralen Spielorten« zusammen. Die größeren Vereine wechseln sich dabei in der Ausrichtung ab. In der Bremer Jugendliga spielen 6 starke Jugendmannschaften. Die Jugend A-Klasse und die Jugend B-Klasse haben je sieben Mannschaften. Zum erstenmal gibt es die neu gegründete C-Klasse, zu der insgesamt 12 Jugendmannschaften gehören. In jeder der vier Leistungsklassen spielen Jugendschachmannschaften um Aufstieg, Abstieg oder um den Titel des Bremer Jugendmannschaftsmeister.

Beste Chancen diesen Titel zu erringen hat die Jugendligamannschaft des SV Werder Bremen, die in dieser Saison die nominell stäksten Spieler in der Bremer Jugendliga hat. Mit sechs Jugendschachmannschaften und über 40 gemeldeten Jugendspieler stellt der SK Bremen-West in diesem Jahr das größte Spielerkontingent im Jugendbereich des Landesschachbundes Bremen.

Die erste Runde dieser Spielsaison war am 6.11.2004 im Vereinshaus Findorff. Hier hatten die Mannschaften der A- bis C- Klasse ihren Saisonstart. Am 20.11.2004 kommen dann die Mannschaften der Bremer Jugendliga hinzu, so daß es im Bürgerhaus Oslebshausen zu einer Schachveranstaltung an 66 Brettern kommt. Für die 132 Spieler (in der Jugendliga haben die Mannschaften 6 / in der Jugendklasse vier Spieler) wird an diesem Tag der große Saal des Bürgerhauses benötigt.

Für viele junge Schachspieler ist es das erste mal, daß sie professionell an einem über Monate gehenden Schachturnier teilnehmen. Jeder Spieler verfügt über eine Gesamtbedenkzeit von drei Stunden die er sich mit Hilfe einer Schachuhr sorgfältig einteilt. Alle Schachzüge müssen dabei auf einem Spielformular niedergeschrieben werden. Für die routinierten Spieler der oberen Spielklassen ist das kein Problem mehr. Hier wird bereits so stark und »abgezockt« gespielt wie es auch unter erfahrenen erwachsenen Vereinsspielern üblich ist.

In den unteren Leistungsklassen hingegen werden aber trotz großzügiger (oft ungenutzter) Bedenkzeit noch viele Anfängerfehler gemacht. Allgemein kann man sagen: Wer in der Jugend-C-Klasse keine ungedeckten Figuren oder Bauern hinstellt und alle ungedeckten Bauern und Figuren des Gegners entdeckt und schlägt, der gewinnt dann auch.

Während die »Routiniers« zum Teil bis zu sechs Stunden für eine Schachpartie benötigen, kann es gut sein, daß der Kaffee, den sich ein Betreuer bei Beginn des Spieles geholt hat, noch heiß ist, wenn einer seiner jüngeren Schützlinge mit der ersten Sieg- oder Niederlagenmeldung zu ihm eilt.

Am ersten Spieltag in den Clubräumen der Findorffer Schachfreunde gab es kaum Überraschungen.

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Alexander Schmidt, Michel Chamoun und Stefan Wehrkamp (SK Bremen-West)

In der Jugend A-Klasse übernahm Werder Bremen 2 mit einem 3½:½ Sieg über die Findorffer Sfr. 1 die Tabellenführung. Zweiter ist die dritte Mannschaft des SK Bremen West, die gegen SK Bremen Nord 3:1 gewann. Syke 2 und Achim 2 trennten sich 2:2 unentschieden.

Tabellenführer der Jugend B-Klasse ist SK Bremen-West 5 nach einem 4:0 Sieg gegen das Schulzentrum Butjadinger Str. Da TuS Syke 3 nicht antrat, steht der SC Kattenesch 2 punktgleich auf Platz 2. Den dritten Platz übernahm Werder Bremen nach einem 2 ½:1 ½ Sieg über Lilienthal.

In der C1-Klasse führt das Schulzentrum Graubündener Straße nach einem respektablen 3:1 Sieg über den Delmenhorster SK 3 die Tabelle an. Zweiter ist die Mannschaft SK Bremen-West 6 nach einem 3:1 Sieg über Kattenesch 3. Neuling Bremer SG siegte mit 2½:1½ über das Schulzentrum Gerhard-Rohlfs-Straße und ist dadurch Tabellendritter.

In der C2-Klasse wollen die Grundschüler der Schule Horner Heerstraße die Partie gegen SK Schwanewede nachspielen. Tabellenerster ist vorerst die SGM Lemwerder. Durch einen Aufstellungsfehler der Mannschaft SZ Butjadinger Str. 2 wurde ihnen ein 4:0 Ergebnis zuerkannt. Zweiter ist hier der TSV Osterholz-Tenever, der gegen die zahlenmäßig geschwächte Mannschaft der Findorffer Sfr. 3:1 gewann.

Gerold Menze

Schachbuchturnier

Während der ersten Runde der Bremer Jugend-Mannschaftsmeisterschaft fand ein »Schachbuchturnier« für die Spieler statt, die keinen Gegner abbekommen hatten.

Teilnehmer
Platz Vorname, Name Geb. Verein/Schule
1 Hannes Pleister 1990 TSV Osterholz-Tenever
2 Sean Prestin 1995 GS Horner Heerstr.
3 Caner Pieper 1996 SK Bremen-West
4 Marcel Paufler 1995 GS Horner Heerstr.
5 Alexander Heinemann 1995 GS Horner Heerstr.
6 Paul Meilhahn 1994 TSV Osterholz-Tenever
7 Vincent Wrissenberg 1994 GS Horner Heerstr.
Kreuztabelle
1 2 3 4 5 6 7 P.
1 Hannes X 1 0 1 1 1 4
2 Sean 0 X 1 1 1 1 4
3 Caner 1 0 X 1 ½ 1 3 ½
4 Marcel 0 0 X ½ 1 1 2 ½
5 Alexander 0 0 ½ ½ X 1 2
6 Paul 0 0 0 + X 1 2
7 Vincent 0 0 0 0 0 X 0

(gespielt wurde nach groben Schweizer System)

Den Buchpreis gewann im Stichkampf Hannes Pleister!

Das Turnier wurde von Florian Mossakowski (BSG) geleitet.

Ergebnisse der Bremer Jugendklassen, 1. Runde