Leserbriefe

»Resonanz«

An den Referenten für Breiten- und Freizeitschach, Volker Brandt

Hier meine Fragen bzw. Antworten auf Ihre Artikel in der Rochade.

  1. Es wurde vorgeschlagen, dass sich die Vereine umbenennen sollten. Ich könnte mir unter dem Namen »Vahrer Löwen« nicht vorstellen, dass es sich um einen Schachverein handelt. Und welcher Sponsor käme in Frage?
  2. Die Vereine sollten Werbung machen! Versuche Sie doch erst einmal Berichte und Bilder, Tabellen und Spielpläne des Bremer Schachverbandes in die Tageszeitung zu bekommen. Ohne das entsprechende Logo eines bestimmten Bundesligavereins (der sogar Sackhüpfen und Eierlaufen bekanntgegeben könnte) bekommen Sie keinen Satz in die Sportseiten. Dabei sind über 50 Mannschaften im Spielbetrieb tätig.
  3. Die roten, sehr schönen Schachtrikots der Arberger Schachspieler gibt es schon lange, auch ein Werbestand ist dort vorhanden.
  4. Da ich als Jugendwart auch Schulschach unterrichten möchte und mein Verein, der SC Vahr, jetzt zusätzlich jeden Freitag von 17 bis 19 Uhr Schach für Anfänger anbietet, möchte ich wissen, welche Unterstützung der Verein vom Verband bekommen könnte? Auch für die Ausbildung. Es wäre empfehlenswert, die Kurse nicht in Niedersachsen, sondern auch einmal in Bremen durchzuführen. Das würde für uns die Kosten senken und auch mehr Bremer Teilnehmer ermöglichen

Thomas Pleuß

Résonance

Vorschläge für die Vereine in der Rochade zu verbreiten, ist, wie sich wohl herausgestellt hat, nicht sehr ergiebig, da diese nicht von vielen Leuten gelesen werden und außerdem Erfahrungen und Tatsachen oft dagegen sprechen. Man muß die Struktur der Schachvereine und Verbände schon genauer kennen.

Viele kleine Vereine sind froh, wenn sie überhaupt einen guten Spielraum besitzen! Ich habe im Laufe der Jahre schon Vereine an schlechten Spielräumen zugrunde gehen sehen.

Wo soll der zusätzliche Raum für Nachmittagsangebote herkommen? Es gibt Sportvereine, da schlagen sich vier Abteilungen um einen Raum. Wer macht den Schlüsseldienst oder wer steht als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung? (Wehe, der wird mal krank.) Zusätzlicher Raum bringt zusätzliche Kosten für Strom, Heizung und Reinigung. (Wo bleibt da die Hilfe der Sportverbände?)

Den Sonnabend sollten Sie schnell aus Ihrem Kopf streichen, dann sind die Mütter und Väter (Opas) mit den Kindern auf dem Sportplatz oder in der Halle, wenn nicht sogar zur Arbeit.

Wir brauchen auch keine großen Meisterspieler, die nur von einem Geld-Turnier zum anderen hetzen, sondern Leute, die für den Schachverein da sind! Die Seuche der Schnellspielerei macht das Schach kaputt. Eine Verkürzung der Bedenkzeit und eine Verlegung auf andere Tage und Zeiten für die Vereinsspiele und Mannschaftskämpfe macht noch mehr Schwierigkeiten.

Die Veränderung der Arbeitszeiten macht sich im gesamten Sportbereich negativ bemerkbar, sehen Sie nur die vielen unbesetzten Bretter bei den Punktspielen.

Was fehlt, sind Aktivisten für das Schachspiel und die Organisation! Die wenigen, die es noch gibt, werden dabei noch völlig überlastet.

Ludwig Jantzen