Schulschach mit der BSG

Als wir vor zwei Jahren mit Schachunterricht an ausgewählten Schulen begannen, Schach-Arbeitsgemeinschaften gründeten und diese auch betreuten, wussten wir nicht, was uns an Arbeit und Aufgaben, aber auch an Verantwortung übertragen wurde.

Neun BSG-Mitglieder, die mit einem Fortbildungsseminar inzwischen auch das Schulschachpatent der Deutschen Schachjugend erworben haben, bringen Schülerinnen und Schülern das Schachspiel kompetent näher: Olga Kozlova, Florian Mossakowski, Axel Reeh, Eduard Scotland, Horst Schütze, Christoph Beckmann, Friedrich Schmitz, Neithardt Strasser und Manfred Breutigam.

Inzwischen kommen »unsere Schulen« auch schon einmal zusammen. So spielten das Alte Gymnasium und das Schulzentrum Butjadinger Straße kürzlich gemeinsam ein Schnellturnier mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das war für die Beteiligten ebenso ein Erlebnis wie es im März die Teilnahme an den Bremer Schulschachmeisterschaften sein wird.

Viele Schülerinnen und Schüler können sich vorstellen, Schach auch als Sport im Verein zu spielen. Dafür sind unsere räumlichen Möglichkeiten und auch personellen Kräfte noch nicht ausreichend. Der Aufbau eines Trainingszentrums, andere nennen es auch Schach-Akademie, wäre eine Lösung. Vorbild dafür könnte der Hamburger Schachklub sein, der durch anschließende intensive Jugendarbeit im Verein zwei Großmeister gefunden hat. Schulschach hat aber nicht die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler zu IMs oder GMs zu machen. Diese Aufgabe obliegt den Vereinen. Aber die Basisarbeit beginnt in den Schulen.

Die Diplome des Deutschen Schachbundes e. V. sind ein Hilfsmittel, den Fortschritt zu dokumentieren. 2004/05 haben unter Mitwirkung der Bremer Schachgesellschaft 49 Kinder und Jugendliche das Bauerndiplom, zehn das Turmdiplom und neun das Königsdiplom bestanden.

Manfred Breutigam

2005-02-22