Vereinsnachrichten SV Werder

Altmeister Heemsoth wurde 95

Nun ist es stiller um ihn geworden. Man sieht ihn seltener bei Werder, denn seine einst so robuste Gesundheit läßt zu wünschen übrig. Aber was Wunder? Unser Altmeister Hermann Heemsoth, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bremer Schachspieler, beging am 21. Dezember 2004 zu Hause in der Georg-Gröning-Str. seinen 95. Geburtstag. Seit 1971 Mitglied in der Schachabteilung des SV Werder wirkte er bis Mitte der 80er Jahre an den Mannschaftskämpfen in der Oberliga-Nord mit, danach war er auch bei deutschen Seniorenturnieren aktiv. An den Vereinsabenden in der Werderhalle traf man ihn des öfteren bei freien Partien und Analysen mit seinem guten Freund Gregor Kasüschke.

Der gebürtige Bremer und ehemalige Realschullehrer Heemsoth kann neben diversen Bremer Stadt-, Landes- und Weser/Ems-Meister-Titeln vor allem auf eine höchst eindrucksvolle Fernschach-Karriere zurückblicken. Herausragende Stationen waren die Siege bei der Gesamtdeutschen Fernschachmeisterschaft 1951/52 sowie der Deutschen Fernschachmeisterschaft 1966/69. 1972 wurde ihm der Titel »Internationaler Fernschachmeister«, 1986 der eines »Fernschachgroßmeisters« verliehen. Dieser Erfolg im Alter von 77 ist bisher einmalig. Und – last not least - von 1956 bis 1988 bekleidete Heemsoth ganze 32 Jahre das verantwortungsvolle Amt des Präsidenten des Deutschen Fernschachbundes und wurde dann zum Ehrenpräsidenten des BdF ernannt. Übrigens, der älteste (orthodoxe) Großmeister Andor Lilienthal (*1911) lebt in Budapest, der älteste Fernschach-Großmeister der Welt ist unser Hermann Heemsoth (*1909).

Nachträglich auch an dieser Stelle die allerbesten Geburtstags- und Genesungswünsche.

Gibtele.com Masters

Mit Levon Aronian (ARM), Zahar Efimenko (UKR), Kiril Georgiev (BUL), Alexei Shirov (ESP) und Emil Sutovsky (ISR), die jeweils 7,5 Punkte aus 10 Partien erzielten, beendeten gleich fünf Spieler das Gibtele.com Masters International als Sieger. Vor der letzten Runde wiesen mit dem Favoriten Shirov, Werders Junggroßmeister Efimenko und Ex-Europameister Sutovsky drei Spieler 7 Punkte auf. Diese Spitzenreiter beendeten die letzte Runde mit einem Remis, so daß Georgiev und Aronian durch ihre Siege noch gleich ziehen konnten. Bei dem internationalen offenen Turnier, das vom 25. Januar bis 3. Februar in Gibraltar stattfand, nahmen insgesamt 121 Spieler/innen teil, darunter zahlreiche bekannte Groß- und Internationale Meister, insbesondere auch Werder Bremens Schachkönigin Almira Skripchenko (FRA). Sie errang beachtliche 6 Punkte (Platz 33) und einen der Frauenpreise.

NordWest-Cup 2005

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Hält auch stets die Werder-Fahne hoch: Der erfolgreiche IM Gerlef Meins

Beim 7. NordWest-Cup vom 3. bis 6. Februar in Bad Zwischenahn, dem »schönsten Schachturnier des Nordens«, landeten zwei der vier teilnehmenden Werderaner in der Spitzengruppe. Unter insgesamt 172 Teilnehmer/innen, davon 7 Großmeister, 9 Internationale und 11 Fide-Meister, erzielten nach 7 Runden (Schweizer System) Gerlef Meins den 2. und Gennadij Fish den 4. Preis, während den Schachfreunden Bode und Asendorf immerhin eine Verbesserung ihrer Wertungszahlen gelang.


Rang Teilnehmer Titel TWZ Verein/Ort Land Punkte Buchholz
1. Meijers, Viesturs GM 2469 ESV Nickelhütte LAT 6.0 31.5
2. Meins, Gerlef IM 2440 Werder Bremen GER 6.0 30.5
3. Novikov, Stanislav GM 2514 RUS 6.0 28.5
4. Fish, Gennadij IM 2545 Werder Bremen GER 5.5 36.0
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24. Bode, Wilfried FM 2357 Werder Bremen GER 5.0 27.5
30. Asendorf, Joachim FM 2282 Werder Bremen GER 4.5 35.0

C. D. Meyer