Noch immer sind weibliche Siege gegen männliche Konkurrenz im Schach recht selten, doch Maike Janiesch zeigte es dem männlichen Schachnachwuchs. Mit 5,5 Punkten aus sechs Partien wurde die 17jährige vom SV Werder Bremen ungeschlagen Siegerin im Findorffer Jugend-Adventsturnier. Allerdings musste Maike Janiesch erst in einem Stichkampf Sören Behrens bezwingen. Der 15jährige vom Gastgeber Findorffer Schachfreunde hatte die sechs Spielrunden zunächst ebenfalls ohne Verlust überstanden. Dritter in der Altersklasse der Über-14jährigen wurde mit vier Punkten Ruzbeh Dehburzorgi, ebenfalls Findorff.
Freude bei den Kleinen: Prese gab es für alle, doch Adventspokalsieger Marcel Richert (vorn rechts) bezwang die gesamte Konkurrenz. Der Findorffer Jugendtrainer Detlef Ryniecki (hinten links) war beeindruckt. (Photo: K. H. Luck)
Ließ sechs männliche Konkurrenten hinter sich: Maike Janiesch vom SV Werder.
Bei den „Kleinen“ hatte schließlich der 11jährige Marcel Richert die Nase vorn. Nachdem er schon im Vorjahr das Findorffer Adventsturnier gewonnen hatte, ließ er seinen neun Gegner diesmal nicht den Hauch einer Chance: Neun Siege in neun Partien lautete das überragende Ergebnis. Auf Platz zwei Jendrik von Wardenburg (12 Jahre, Werder) mit 8 Punkten vor Tim Busula (10 Jahre, Findorff).
Mit leeren Händen ging keiner der insgesamt 17 Turnierteilnehmer nach Hause. Für die Sieger gab es einen Pokal, für die Zweit- und Drittplatzierten Medaillen. Den anderen wurde per Urkunde bescheinigt, dass sie drei Tage lang konzentriert gedacht und viele gute Züge am Brett gefunden hatten. Denn wie immer hatten die Teilnehmer vor Turnierbeginn abgestimmt: „Pokale, Medaillen und Urkunden oder Sachpreise?“ lautete die Frage. Und wie in den Vorjahren fiel das Ergebnis einstimmig aus: zugunsten der ideellen Werte nämlich.
Karsten Ohl
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2005-12-31