Protokoll der Jahreshauptversammlung der Bremer Schachjugend vom 25.05.2005

TOP 1

Die Vorsitzende Ulrike Schlüter begrüßt alle Anwesenden und eröffnet die Sitzung. Sie stellt die ordnungsgemäße Ladung sowie die Beschlussfähigkeit fest. Die Stimmen verteilen sich nach folgendem Schlüssel: jeder Verein erhält eine Grundstimme und pro angefangene drei jugendlichen Mitglieder eine weitere Stimme. Somit ergibt sich folgendes Stimmenbild:

Verein/Stimmen:

sowie 5 Vorstandsstimmen.

Das ergibt insgesamt 107 Stimmen.

Achim (4/3), HB-West (12/13) und Kattenesch teilen ihre Stimmen unter den Delegierten auf. Werder und OT nehmen sich das Recht, ihre Stimmen zentral zu verwalten.

Die einfache Mehrheit liegt bei 54 Stimmen, die 2/3-Mehrheit liegt bei 71 Stimmen.

TOP 2

Das Protokoll der letzten JHV wird einstimmig genehmigt.

TOP 3

Die BSJ hat einen überproportional hohen Mitgliederzuwachs in der Altersklasse U10 zu vermelden, was an der neuen Beitragsstruktur im LSB liegt.

Im Schulschach gibt es ebenso eine positive Entwicklung, vor allem bei den Grundschulen. Positiv hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang die Schule am Baumschulenweg, die in diesem Jahr erstmals den Titel des Deutschen Grundschulmeisters erringen konnte.

Obwohl die BJEM in diesem Jahr in Bremen (Stadtgebiet) statt fand, blieb die Zahl der Teilnehmer gleich. Besonders die Zahl der Teilnehmervereine sieht die 1. Vorsitzende Ulrike Schlüter kritisch. Sie regt alle Vereine an, für Anfänger z. B. Jugendserie-Turniere zu besuchen, diese sind ideal für junge Kinder.

Außerdem ist im Bremer Jugendschach eine Qualitätssteigerung wünschenswert. Hierbei soll der neue Kadertrainer Florian Mossakowski. Mitwirken und es sollen verstärkt Turnierfahrten angeboten werden.

Oliver Müller fragt nach, ob der Grund für den Mitgliederzuwachs die neue Beitragsstruktur des LSB ist. Ulrike Schlüter erklärt, dass auch einige Schulschachmitglieder angemeldet wurden. Auf Nachfrage Müllers, ob diese denn auch regelmäßig an Vereinsabenden teilnehmen, erklärt Schlüter dass es sich z. B. um Schnuppermitgliedschaften handelt, um Kinder fürs Schach zu gewinnen. Auf Müllers Nachfrage ob sich hierdurch Vorteile ergeben würden, erklärt die erste Vorsitzende, dass sich die Mitgliederzahlen auf die Anzahl der Startplätze bei den DJMM auswirken. Man habe in Norddeutschland einen Startplatz auf Grund eben dieser Regelung an Nordrhein-Westfalen verloren und könnte ihn so zurückbekommen. Hartmut Flasche-Alke erkundigt sich danach, ob die Eltern für solche Mitgliedschaften auch unterschreiben müssen, oder ob Vereine alle Kinder anmelden könnten, die sie in Schulschach-AGs betreuen. Schlüter erklärt, dass die Eltern selbstverständlich ihr Unterschrift Einverständnis erklären müssten.

Ingo Tantzen erkundigt sich, ob Florian Mossakowski nach der DJEM auch Kadertrainer bleibe. Schlüter bejaht dies.

Jago Matticzk berichtet über die von der BSJ ausgerichtete BJEM. Trotz zentraler Ausrichtung fand sie nicht den erhofften Zuspruch. Die Mannschaftsturniere wurden von Gerold Menze organisiert. Matticzk dankt außerdem Christoph Stelter für die Hilfe bei der Turnierleitung.

Bei der deutschen Meisterschaft konnte mit der GS Baumschulenweg erstmals ein Titel errungen werden. Außerdem wurde das erste Mal der Schulschachpokal ausgetragen, wobei kritisch anzumerken sei, dass die Einladung per Schulverteiler offensichtlich nicht alle Schulen erreichte. Auch in diesem Jahr wird das Turnier wieder im November stattfinden. Außerdem gab es einen Lehrgang für das Deutsche Schulschachpatent.

Gerold Menze berichtet über die von ihm organisierte BJMM.

Dorian Rohr berichtet von dem von ihm organisierten Jugendsprechertreffen.

TOP 4

Oliver Höpfner erläutert den Jahresabschluss. Er erklärt, dass es sich bei dem Posten der Jugendbundesliga (Ausgabe) um einen separaten Landesanteil handelt, der zusätzlich zum Startgeld durch die Vereine gezahlt wird.

Manfred Breutigam verliest den Bericht der Kassenprüfer Guenter Mattfeldt und Kurt Fehsenfeld, nach dem die Buchhaltung vollständig, ordentlich und übersichtlich war. Fragen wurden bereitwillig und ausführlich beantwortet und es waren alle Unterlagen zugänglich. Kurzum war die Kassenführung einwandfrei und es wurde die Entlastung des Kassenwarts beantragt.

SF Breutigam erweiterte diesen und beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes.

Der Vorstand wird einstimmig entlastet.

TOP 5

Oliver Höpfner übernimmt in der Rolle des 2. Vorsitzenden des LSB die Wahlleitung für den noch verhinderten Präsidenten Hans-Joachim Steingräber. Zunächst muss die Position des ersten Vorsitzenden besetzt werden. Der OT Bremen schlägt die Wiederwahl der ersten Vorsitzenden Ulrike Schlüter vor, welche sich bereit erklärt das Amt weiter auszuüben. Sie wird einstimmig bei 6 Enthaltungen gewählt.

Jetzt erscheint der Präsident des LSB.

Als nächstes muss der Kassenwart neu gewählt werden. Oliver Müller schlägt die Wiederwahl von Oliver Höpfner vor. Es erklärt sich Höpfner zwar bereit, dieses Amt weiter auszuüben, stellt jedoch klar dass er mit der Doppelbelastung als Schatzmeister im LSB und der BSJ Probleme hat. Er sieht hier auch einen Interessenskonflikt. Auf Nachfrage gibt es keine weiteren Vorschläge für dieses Amt und Oliver Höpfner wird einstimmig bei einer Enthaltung gewählt.

Für das Amt des Jugendsprechers schlägt der SV Werder Christoph Stelter vor. Die SF Achim schlagen Dorian Rohr zur Wiederwahl vor. Christoph Stelter stellt sich kurz vor und erklärt, dass er die ihm zugewiesenen Aufgaben erfüllen und sein Aufgabengebiet kennen lernen möchte. Dorian Rohr bekundet seinen Weg weiter gehen zu wollen. Die Vorsitzende Ulrike Schlüter erklärt den Wahlmodus: Der Jugendsprecher wird von den anwesenden Jugendlichen gewählt, wobei jeder Verein maximal 2 Stimmen bekommt. So stimmen die Jugendlichen von Achim, Findorff, HB-West, OT Bremen (alle mit einem Jugendlichen, also je einer Stimme) und Werder (mit 5 Jugendlichen, also 2 Stimmen) ab. Die Abstimmung erfolgte geheim. Das Ergebnis wurde von Tobias Sturm und Hans-Joachim Steingräber ermittelt. Auf Dorian Rohr entfielen 4 Stimmen, auf Christoph Stelter 2. Oliver Höpfner erklärt, der SV Werder Bremen behalte sich vor, die Korrektheit des Wahlmodus zu überprüfen und gegebenenfalls die Wahl anzufechten zu lassen. Dorian Rohr nimmt die Wahl zum Jugendsprecher an.

TOP 6

Die Lage des Haushaltes ist laut Oliver Höpfner kritisch. Gerold Menze merkt an, dass die BSJ noch Uhren für die BJMM brauche. Die Frage, ob die Jugendlichen mit einheitlichen T-Shirts ausgestattet werden soll nach kurzer Diskussion vom Vorstand beschlossen werden.

Ingo Tantzen erklärt, dass die Betreuung auf der DJEM dieses Jahr besser war, aber eine komplette Zahlung der Teilnehmerkosten für viele Eltern unmöglich sei. Die SF Höpfner und Schlüter erklären, dass in Niedersachsen und Hamburg alle Kosten von den Teilnehmern selber getragen werden und verweisen darauf, dass nur die BSJ die Anfahrt organisiert. Es entsteht eine Diskussion über die Kosten der DJEM. SF Hartmut Flasche-Alke regt an, die Startgelder bei der BJEM zu erhöhen. Dieser Vorschlag wird von OT Bremen unterstützt. Die Vorsitzende erklärt, diese bringe zu gut wie keine Mehreinnahmen. Der Präsident des LSB, Hans-Joachim Steingräber vertritt die Meinung, wenn die Vereine die Startgelder übernehmen, könnten diese ruhig erhöht werden. Jugendsprecher Dorian Rohr verweist darauf, dass eine Erhöhung des Startgeldes aber auch sinkende Teilnehmerzahlen bedeuten könne. Artur Szczap erneuert die Meinung, dass man die Startgelder ruhig erhöhen kann, da die großen Vereine diese wohl übernehmen können.

Der Haushaltsplan wird anschließend einstimmig beschlossen.

TOP 7

Es wird zunächst über den Satzungsänderungsantrag diskutiert:

Antrag auf Änderung des § 4 (Rechte der Mitglieder)

Alter Wortlaut:

§ 4.4.1 Die Vereinsjugendwarte bzw. deren Vertreter vertreten ihre Jugendlichen in der Mitgliederversammlung mit je 1 Grundstimme und je drei angefangenen Jugendlichen mit je einer weiteren Stimme.

Neuer Wortlaut:

§ 4.4.1 Die Vereinsjugendwarte bzw. die Delegierten der Vereine vertreten ihre Jugendlichen in der Mitgliederversammlung mit je 1 Grundstimme und je drei angefangenen Jugendlichen mit je einer weiteren Stimme.

Begründung: Jeder Verein soll nach Möglichkeit mehrere Delegierte, auch Jugendliche zur Mitgliederversammlung entsenden. Diese müssen nicht unbedingt Vertreter des Jugendwartes sein.

Unter § 4.4.4 soll folgende Regelung zum Abstimmungsverhalten neu eingefügt werden:

§ 4.4.4 Jeder Verein entsendet mindestens zwei Delegierte und höchstens so viele Delegierte, wie er Stimmen hat. Die Stimmen werden auf die anwesenden Delegierten eines Vereins möglichst gleichmäßig verteilt. Einer der Delegierten muss Jugendlicher sein. Wird ein Verein nur von einem Delegierten vertreten, so kann dieser nur die Hälfte (aufgerundet) der dem betreffenden Verein zustehenden Stimmen abgeben.

Begründung: Mit der neuen Regelung soll die verstärkte Teilnahme von Jugendlichen an der Mitgliederversammlung der Schachjugend gefördert werden.

Gerold Menze stellt einen alternativen Antrag vor. Es wird beantragt, dass die Anwesenden Personen nur maximal 6 Stimmen auf sich vereinen können, da es großen Vereinen möglich sein muss auch mehrere Delegierte zu entsenden, vor allem Jugendliche um deren Belange es sich ja handle. SF Steingräber findet diesen Vorschlag zwar grundsätzlich gut, verweist aber darauf, dass Jugendliche abends meist nicht soviel Zeit haben. SF Szczap ist gegen eine Terminverlegung, da ältere Jugendliche meistens sehr wohl Zeit finden können und jüngere Jugendliche selten in Entscheidungsprozessen mitwirken. Manfred Breutigam bemerkt hierzu, dass eine solche Regelung juristisch von ihm als nicht haltbar eingestuft werde. Die Vorsitzende Schlüter entgegnet, dass es eine ähnliche Regel bei der DSJ geben würde.

Der Antrag wird bei 27 Ja-Stimmen (2/3-Mehrheit erforderlich) abgelehnt.

In die Turnierordnung soll ein § 16 (Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft U12) eingefügt werden. Alle nachfolgenden Paragraphen verschieben sich um eine Nummer.

§ 16 Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft U12

16.1 Spielberechtigt sind alle Spieler, die zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres des Saisonbeginns das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

16.2 In der Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft U12 wird an 4 Brettern gespielt. Zusätzlich dürfen beliebig viele Ersatzspieler gemeldet werden.

16.3 Im übrigen gelten die Regelungen der Bremer Jugendmannschaftsmeisterschaft.

Begründung: Es soll eine eigene Liga für U12-Spieler geschaffen werden, damit diese verstärkt Spielmöglichkeiten erhalten. Der Altersklasse U12 soll eine eigene Liga gegeben werden.

Oliver Müller erkundigt sich nach den Regeln bezüglich eines Aufstieges, worauf die Vorsitzende erklärt, dass es sich um einen eigenständigen Wettbewerb handeln wird. Dies sei ein Wunsch der Jugendsprecher.

Zunächst wird über die Frage abgestimmt, ob eine solche Liga (U11 oder U12) überhaupt gewünscht wird. Dies ist bei 87 Ja-Stimmen sowie 20 Enthaltungen der Fall. Damit gibt es eine U12 Liga. Bei der anschließenden Diskussion ob die Altersgrenze nicht schon wie von SF Menze gewünscht 11 Jahre ist, dem Alexander Jung widerspricht, weil er hier zu wenig Kinder in den Vereinen sieht, ergibt sich ein Stimmungsbild von 13 Stimmen für die U11 und 74 Stimmen für die U12, bei 20 Enthaltungen.

Es liegt ein Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung vor:

Alte Fassung:

§ 3.4 Turnierleiter

Neue Fassung:

§ 3.4 Turnierleiter Einzel

Die übrigen Unterpunkte des § 3 erhöhen sich um eine Ziffer wie folgt:

§ 3.6 Jugendsprecher
§ 3.7 Schulschachreferent
§ 3.8 Absprachen über Arbeitsteilungen in weiteren Aufgabenbereichen erfolgen im Vorstand

Begründung: Durch die Einführung des neuen Vorstandsamtes Turnierleiter Mannschaft ist auch eine Neufassung der Geschäftsordnung erforderlich, um die einzelnen Aufgabenbereiche der beiden Turnierleiter zu regeln.

Da sich alle Anwesenden über die Vielfältigkeit der Aufgaben im Turnierleiterbereich im Klaren sind, wünscht SF Flasche-Alke sofortige Abstimmung. Der Antrag wird einstimmig angenommen.

Da nun auch ein Turnierleiter für Mannschaftswettkämpfe benötigt wird schlägt der Vorstand für dieses Amt Gerold Menze vor, der diese Aufgaben bisher ohne Vorstandsamt übernahm. Nach seiner Zusage, dieses Amt im Falle seiner Wahl auch zu übernehmen, wird er einstimmig bei 13 Enthaltungen gewählt.

Damit erhöht sich die Zahl der Stimmen auf 108, die einfache Mehrheit liegt bei 55 Stimmen, eine 2/3-Mehrheit wäre bei 73 Stimmen erreicht.

TOP 8

Oliver Höpfner stellt klar, dass es seinem Verein möglich ist 250 Jugendliche als U10-Vereinsmitglieder anzumelden, dieses könne aber nicht im Sinne der BSJ sein. Ulrike Schlüter spricht sich dafür aus, dass sich die Vereine von Werder, Delmenhorst, HB-West und der Bremer SG zusammensetzen, um über diesen Punkt zu beraten. SF Breutigam stellt an dieser Stelle klar, dass es sich bei der viel diskutierten U10-Regelung um den Zuständigkeitsbereich des LSB handelt, und dies daher hier der falsche Ort zur Diskussion sei.

Die Schachabteilung von OT Bremen stellt sich vor, die Schachabteilung wurde am 9.3.2004 gegründet, der Jugendleiter ist Dr. Armin Sausmikat, der gerne Vergleichskämpfe mit anderen Vereinen austragen möchte.

Es wird erklärt, dass die Bremer-Jugend-Schnell-Schach-Meisterschaft weiterhin getrennt von der Jugendserie ausgespielt wird. Dieses Turnier wird weiterhin mit einem Teilnehmerfeld und getrennter Altersklassenwertung stattfinden.

Um 21.35 Uhr wird die Sitzung von Ulrike Schlüter geschlossen.

Alexander Jung