Bremer Jugendeinzelmeisterschaften 2006

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75jährigen Jubiläum richtete der Delmenhorster SK in den Osterferien neben der Meisterschaft der Erwachsenen auch die Bremer Jugendeinzelmeisterschaften aus. Spielort war zum wiederholten Male die sehr schöne und helle Mensa im Pestalozzi-Schulzentrum Delmenhorst.

Leider war die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren nochmals rückläufig, insgesamt fanden nur 61 Spieler aus 9 Vereinen, darunter 5 Mädchen, den Weg nach Delmenhorst. Höhepunkt dieser Negativentwicklung sicherlich die Teilnehmerzahl in der Altersklasse U16, in der die 4 Teilnehmer den Titel in einem doppelrundigen Rundenturnier austragen durften. Für die Zukunft wird es Aufgabe der Bremer Schachjugend sein, nach neuen, attraktiveren Austragungsmöglichkeiten zu suchen. Wer hierzu Ideen hat, kann sich gerne an mich wenden.

Zu den einzelnen Altersklassen:

U18

In der U18 konnte Benjamin Kaufmann (SK Bremen-West) sich für die verpasste Meisterschaft aus dem letzten Jahr revanchieren und seinen Vereinskameraden und Titelverteidiger Matthias Junge auf Platz 2 verweisen. Rang 3 und der Pokal für den Mädchentitel gingen an Maike Janiesch (Werder Bremen). Für alle drei Spieler war es übrigens aus Altersgründen die letzte Teilnahme an einer Bremer Jugendeinzelmeisterschaft.

U16

Wie schon erwähnt wollten in der U16 lediglich 4 Spieler um den Titel und die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft kämpfen. Am erfolgreichsten gelang dies Alex Isakson (Delmenhorster SK), der lediglich zwei Remis gegen den Vizemeister Kai Uwe Steingräber (SC Kattenesch) abgeben musste und damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte. Platz 3 ging an Arthur Szczap (Werder Bremen), der sich sicherlich mehr ausgerechnet hatte.

U14

In der U14 gab es zwei klare Favoriten, die sich letztlich auch – mehr oder weniger souverän – deutlich von Rest des Feldes absetzen konnten: Titelverteidiger Simon Bart (Werder Bremen) und der letztjährige U12-Meister Cédric Tantzen (SF Achim) erzielten beide 6,5 Punkte aus 7 Partien und lagen damit am Ende deutlich vor Daniel Lechelt aus Syke und der Mädchenmeisterin Eileen Thiele von den SF Lilienthal. Knapp ging es auch bei dem mittlerweile schon beendeten Stichkampf zu (leider darf nur einer der beiden zur Deutschen fahren): erst in der 4. Partie setzte sich Simon durch, dazu an dieser einen Herzlichen Glückwunsch!

U12

Diese Meisterschaft war die spannenste des ganzen Turniers: Gleich mehrere Spieler konnten sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel und die zwei Startplätze für die Deutsche Meisterschaft machen. Schließlich lagen am Ende der DWZ-Favorit Björn Veit (SK Bremen-West) und der U10-Meister des letzten Jahres Tobias Kügel (Delmenhorster SK) mit jeweils 6/7 vorn, die nun zwar noch um den Titel stechen müssen, aber beide zur Deutschen nach Willingen fahren dürfen. Knapp dahinter die beiden Jugendkaderspieler Marcel Richert und Daniel Schlon von Werder Bremen.

U10

Immerhin 25 Teilnehmer kämpften bei den Jüngsten um den Titel, darunter erfreulicherweise auch wieder einige U8-Spieler, deren Bester, der erst 6jährige Jan Christian Oleskov vom TV Arbergen sehr gute 3,5 Punkte erreichte und in den nächsten Jahren sicherlich ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitsprechen wird.

Mit Fabius Sasse (Werder Bremen) gab es einen klaren Sieger. Er musste lediglich ein Remis gegen den Vizemeister An-Hai Dang (Delmenhorster SK) abgeben. Beide zeigten teilweise schon recht gutes Schach und dürften auch bei der Deutschen Meisterschaft eine gute Platzierung erreichen können Auf Rang 8 (punktgleich mit dem Drittplazierten) mit Tatjana Wander (Delmenhorster SK) dann bereits das beste Mädchen, was beweist, dass die Mädchen zumindest bei den jüngeren durchaus mit den Jungen mithalten können.

Der besondere Dank geht an dieser Stelle neben der Stadt Delmenhorst, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, wieder einmal an die Firma chessbase, dank deren großzügiger Spende bei der Siegerehrung wieder zahlreiche Spieler mit wertvollen Preisen wie z.B. Fritz 9-Programmen belohnt werden konnten.