Am Ende strahlte die junge Dame ...!

Offene Bremer Jugendschnellschach-Einzelmeisterschaft vom 8. Juli 2006

Nach vielen Jahren der Abstinenz war der Schachklub Bremen-Nord mal wieder Ausrichter einer größeren Schachveranstaltung. Unter idealen Turnierbedingungen fanden am Samstag im großen Saal des DRK-Kreisverbandes Bremen-Nord in Zusammenarbeit mit der Bremer Sportjugend die Offenen Bremer Jugendmeisterschaften im Schnellschach 2006 statt. So brachten 59 Jungen und Mädchen viel Leben mit in die Turnierstätte, während sie mit Spaß und Ausdauer ihre Kräfte in der Kunst des Denkens und Kombinierens in sieben Runden in jeweils zwanzigminütigen Schachpartien maßen. Strahlen konnte am Ende verdientermaßen Maike Janiesch vom SV Werder Bremen, die neben sechs erzielten Siegen nur in einer einzigen Partie ein Unentschieden zuließ.

Lohn hierfür waren gleich drei Pokale, da sie sich neben dem Gesamtsieg auch noch die Titel in ihrer Alterskasse U18 und den Titel der besten Dame sichern konnte.

Die weiteren Titelträger: Arthur Szczap (SV Werder Bremen, U16), Simon Bart (SK Bremen-West, U14), Marcel Richert (SV Werder Bremen, U12) und Fabius Sasse (SV Werder Bremen, U10).

Das größte Teilnehmerfeld stellten die Jüngsten, so gingen allein in der Altersstaffeln U10 26 Kinder und in der U12 15 Kinder an den Start. Viele davon spielen noch in keinem Schachverein, sind dafür aber regelmäßig beim Schachtraining ihrer Schulen vertreten, welches von Lehrern oder geschulten Mitgliedern der ortsansässigen Schachvereine angeboten wird. Jetzt machte es allen Teilnehmern viel Freude, das auszuprobieren, was sie gelernt hatten: Schachgebote, Materialgewinne, Mattsetzungen und der Gebrauch der Schachuhr. Und die Begeisterung und der Einsatz zahlte sich für alle aus: nach einem anstrengenden Tag erhielten bei der abschließenden Siegerehrung, die durch den Präsidenten des Bremer Landesschachbundes, Hans-Joachim Steingräber, welcher sich eigens hierfür auf den langen Weg nach Bremen-Nord gemacht hatte, durchgeführt wurde, erhielten alle Teilnehmer eine individuelle Urkunde mit ihrem Namen und ihrer Platzierung sowie Geld- oder liebevoll ausgesuchte, altersgerechte Sachpreise. Darüberhinaus wurden an die drei Besten jeder Altersgruppe insgesamt achtzehn schöne, gravierte Pokale übergeben.

Und auch für den Schachklub Bremen-Nord, welcher sich für die organisatorische Durchführung einschließlich Beköstigung verantwortlich zeigte, war es ein Gewinn, in die strahlenden und zufriedenen Gesichter aller Beteiligten zu sehen. So bleibt es zu wünschen, daß diese gelungene Veranstaltung nur der Auftakt zur Wiederbelebung der großen Tradition von Schachturnieren im Bremer Norden war.