007 Schach

Für Variantenturnier FIDE-Schach

Die Spieler machen pro Zug drei Halbzüge. Zuerst zieht man einen eigenen Stein, dann einen des Gegners und dann wieder einen eigenen.

Folgende Abweichungen von den normalen Schachregeln gibt es:

  1. Falls man gegnerische Bauern zieht, ziehen diese normal, d. h. die Laufrichtung hängt von der Farbe des Bauern ab, nicht von dem Spieler, der den Bauern zieht.
  2. Jeder einzelne Zug muß möglich sein. Wenn der erste Zug den gegnerischen König ins Schach stellt, muß der zweite Zug das Schach – wenn möglich – abwehren. Wenn der zweite Zug den eigenen König ins Schach stellt, muß man dieses in seinem dritten Zug abwehren. Nachdem ein eigener Stein gezogen wurde, darf der eigene König nicht im Schach stehen, genausowenig nach dem Zug eines gegnerischen Steins der gegnerische König.
  3. Alle drei Züge sind Pflicht. Nur wenn es wirklich nicht möglich ist, alle drei Züge auszuführen, ist es Patt.
  4. Ein Spieler kann im ersten oder dritten Teil des Zuges Schachmatt geben und damit das Spiel gewinnen. Natürlich kann man sich im zweiten Teil des Zuges auch selbst Matt setzen, dann verliert man aber …
  5. Man darf den Zug des Gegners (wenn möglich) umkehren.
  6. Verwandlungen werden von dem Spieler entschieden, der den Bauern zieht. (umstritten)
  7. Um den weißen Vorteil zu verringern, zieht Schwarz am Anfang einen weißen Stein, darauf folgt Weiß mit einem schwarzen und einem weißen, um dann in den abwechselnden Ablauf überzugehen (»Ausgeglichenes 007«).

Da jeder einzelne Zug ein normaler Schachzug ist, wird das Ergebnis eine ganz normale Schachpartie sein.

Varianten

Quelle: Chessvariants.com: 007 Chess (eigene Übersetzung); von Edward Jackmann, 1995


Diese Variante ist in »Schach mal anders« aufgeführt.