Berolinaschach

Für Variantenturnier

Statt mit normalen Bauern wird mit Berolina-Bauern gespielt: Diese ziehen schräg und schlagen gerade.

Der Berliner Edmund Hebermann erfand 1926 den Berolinabauern, nach seiner Heimatstadt benannt. Dieser Bauer wurde bereits in einigen Märchenschachproblemen verwandt und ist auch als eigene Variante verbreitet.

Es gelten die normalen Schachregeln, nur die Bauern tanzen aus der Reihe: Sie ziehen diagonal nach vorne und schlagen gerade nach vorne. Doppelzüge aus der zweiten bzw. siebten Reihe sind möglich, die Bauern dürfen dabei zwei Felder auf der Diagonalen ziehen. En-passant-Schlagen ist möglich, z. B. wenn Schwarz einen Bauern auf b4 stehen hat und Weiß seinen Bauern von a2 nach c4 zieht, kann Schwarz den weißen Bauern schlagen, indem er nach b3 zieht.

ABCDEFGH
........
....sD..
........
.b.t....
D.......
...S....
k..B....
.......T

Dr. C. C. Lytton, 1994 – Weiß setzt in zwei Zügen matt

(Berolinabauern sind die um 180° gedrehten Bauern)

1. Df2! – fünf verschiedene Züge des Turms werden durch fünf verschiedene Züge des weißen Berolina-Bauern beantwortet.


Diese Variante ist in »Schach mal anders« aufgeführt.