Schachgammon

Es wird gewürfelt FIDE-Schach

Eine spielbare Mischung aus Schach und Backgammon.

Zu Beginn des Spiels würfeln beide Spieler, der mit der höheren Augenzahl fängt an und nutzt dabei den gemeinsam erwürfelten Wurf. Wenn beide die gleiche Augenzahl haben, wird noch einmal gewürfelt.

Vor jedem Zug würfelt der Spieler mit zwei Würfeln und zieht, wenn möglich, zwei Figuren nach seinem Würfelergebnis. Jeder Würfelwert entspricht einer Figur:

Wie beim Backgammon muß der Spieler beide Würfelwürfe nutzen, wenn es ihm möglich ist. Beispiel: Der weiße Spieler würfelt am Anfang des Spiels eine sechs und eine eins, dann muß er einen Bauern und den König ziehen. Die einzig möglichen Bauernzüge sind so d3, d4, e3, e4, f3 und f4.

Hat ein Spieler keine entsprechende Figur mehr oder kann er keine Figur ziehen, verfällt der entsprechende Wurf. Der andere muß allerdings, wenn möglich, trotzdem befolgt werden.

Ein Pasch erlaubt es dem Spieler, entweder eine Figur zweimal zu ziehen oder zwei Figuren derselben Art zu ziehen.

Verdoppelungsregel: Wie die meisten ernsthaften Backgammon-Spieler wissen, trägt der Verdoppelungswürfel viel zu Strategie und Geschick im Spiel bei. Der Verdoppelungswürfel wird für Schachgammon wärmstens empfohlen.

Die Zugregeln entsprechen den normalen Regeln. Ausnahmen: man darf in Schach ziehen bzw. Schachgebote ignorieren. Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König zu schlagen.


Beispielpartie

Weiß am Zug
  ABCDEFGH
t . l . k . s .
b . d b l D b .
b . . . . t . .
. . . . b . . b
. B . . . . . .
. T . B B . . T
B . B . . B B .
. . L . . K S .

Stellung nach dem 10. Zug von Schwarz: Weiß würfelt eine 5 (Dame) und eine 3 (Läufer) und gewinnt mit dem Schlagen des Königs auf e8.

Zug W. Weiß W. Schwarz
1. 6&4 --- 5&3 ---
2. 2&1 Sc3 e3 4&1 h5 Th6
3. 6&1 Ke2 b4 3&3 ---
4. 6&4 Ke1 Tb1 6&5 ---
5. 5&2 Df3 Sb5 3&2 Sa6
6. 4&2 Tb3 Sxc7 6&6 ---
7. Verdoppelt Akzeptiert
8. 3&1 Lxa6 h4 3&1 e5 Ld6
9. 6&4 Kf1 Th3 5&3 Dc7 Le7
10. 5&1 Df7 d3 4&1 Tf6 bxa6
11. 5&3 Dxe8#.

Weiß gewinnt mit zwei Punkten.


Diese Variante stammt von Darse Billings aus Kanada (1994).