Zufallsschach

Weitere Namen: Schach960, Shuffle Chess, Chess960, Fischerschach, Fischerrandom, Freischach

Für Variantenturnier

Die Position der Figuren auf der Grundreihe weicht in jedem Spiel voneinander und vom normalen Schach ab.

Auch kleine Abweichungen führen schon zum Vermeiden eröffnungstheoretischer Pfade. Beispiele sind das Vertauschen des weißen Königs mit der weißen Dame oder das Anordnen der Läufer am Damenflügel (entsprechend der Springer am Königsflügel).

Die Figuren werden auf der Grundreihe frei oder nach vorbestimmten Regeln abweichend von der normalen Aufstellung plaziert. Die Rochade kann je nach Variante verboten oder nach bestimmten Regeln erlaubt sein. Ansonsten gelten die Schachregeln unverändert. Mittel- und Endspiel ändern sich nicht.

Varianten

Freischach

Weiß beginnt, eine Figur aufzustellen. Schwarz muß dieselbe Figur auf seiner Seite entweder auf derselben Linie oder in derselben Reihenfolge von links nach rechts aufstellen. Diese Entscheidung bleibt für alle weiteren Platzierungen der Figuren verbindlich. Darauf darf Schwarz eine Figur aufstellen, deren Position von Weiß übernommen wird usw. bis alle alle Figuren ihren Platz gefunden haben.

Fischer-Random-Chess oder Schach 960/Chess 960

Diese Variante wurde stark vom ehemaligen Weltmeister Bobby Fischer gefördert und ist 2009 auch vom Weltschachbund FIDE als Anhang in den Schachregeln aufgenommen worden.

Einige Einschränkungen sorgen dafür, dass es nur 960 verschiedene Grundstellungen gibt: Der König muß zwischen beiden Türmen stehen, beide Läufer auf verschiedenfarbigen Feldern und die Figuren von Schwarz und Weiß auf denselben Linien.

Da der König zwischen den Türmen steht, ist die Rochade möglich. Es gelten die bekannten Einschränkungen (Felder müssen frei und nicht bedroht sein, König darf sich noch nicht bewegt haben usw.). Unabhängig von der Position von König und Turm stehen die Figuren nach der kurzen (Kg1, Tf1) oder langen Rochade (Kc1, Td1) auf den bekannten Feldern, selbst wenn der König dafür über den Turm springen muß.

Die Grundstellung kann zufällig ausgewählt oder vorgegeben werden.


Diese Variante ist in »Schach mal anders« aufgeführt.