Konditions-Blitzen

Hoher Platzbedarf Trainingseffekt Spieler sind in Bewegung Spielen im Team FIDE-Schach

Uhr und Brett stehen in einer Entfernung von ca. fünf Metern. Die Spieler müssen nach ihrem Zug erst zur Uhr laufen, bevor diese gedrückt werden kann. Ansonsten gelten normale Blitzregeln.

Vor Beginn sind Uhren und Bretter aufbauen, am besten auf dem Fußboden, damit in der Hektik nichts zu Bruch geht und keine Verletzungsgefahr an Tischen besteht.

Zu Beginn der Partie steht Weiß am Brett, Schwarz an der Uhr. Auf ein Kommando des Turnierleiters drückt Schwarz die Uhr an und läuft zum Brett, während Weiß den ersten Zug macht und zur Uhr rennt usw.

Bei längeren Partien kommt es oft dazu, daß ein Spieler den anderen »überholt«: Weiß zieht und geht zur Uhr. Schwarz zieht sehr schnell und läuft zur Uhr. Dabei überholt er den Weißspieler, so daß nachdem Weiß die Uhr gedrückt hat, Schwarz sofort zurückdrücken kann. Die Spieler erreichen oft die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, daher sind unbedingt genügend Getränke und andere Stärkungen bereitzuhalten!

Varianten

  • Kommt ein Spieler nach dem Drücken der Uhr an das Brett zurück, ohne daß sein Gegner gezogen hat, so darf er einen weiteren Zug ausführen.
  • Mehrere Spieler bilden zwei etwa gleichstarke (sowohl von der Anzahl als auch von der Spielstärke) Mannschaften. Sie stellen sich hinter einer Linie in ca. fünf Meter Abstand von Brett und Uhr auf und ziehen abwechselnd (abklatschen). Hier ist es sinnvoll, eine längere Bedenkzeit als in der Einzelversion festzulegen (10 bis 15 Minuten). Die Uhr sollte von den Mannschaften eingesehen werden können. Dabei kann man den Spielern gestatten, auch wenn sie nicht ziehen müssen, sich die Stellung am Brett zu betrachten. (Der Turnierleiter muß dann auf die richtige Reihenfolge der Spieler achten.)
  • Bei einer anderen Variante wird mit einem Gartenschach gespielt, so daß die Spieler die Stellung aus größerer Entfernung erkennen können (zumindest so ungefähr …).
  • Jeder Spieler hat 30 Sekunden pro Zug Zeit, die Einteilung in Laufgeschwindigkeit und Denkzeit bleibt jedem dabei selbst überlassen.

Diese Variante ist in »Schach mal anders« aufgeführt.