Bauernlawine

Weitere Namen: Avalanche Chess

Für Variantenturnier

Jeder Zug eines Spielers besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein normaler Zug nach den üblichen Schachregeln. Im zweiten Teil muß man einen Bauern des Gegners ein Feld vorwärts ziehen.

Bis auf diese Abweichung wird nach den normalen Schachregeln gespielt. Beim zweiten Teil, dem Bauernzug, darf die Spielerin keine Figur schlagen und keinen Doppelzug gehen. Sie darf sich nicht nach dem ersten Teil des Zugs ins Schach stellen und dann im zweiten Teil mit einem Bauern des Gegners das Schach blocken. Der zweite Teil des Zuges muß ausgeführt werden, es sei denn, der Gegner hat keinen Bauern mehr, den man ziehen kann. Falls ein Bauer im zweiten Zug die letzte Reihe erreicht, darf der Gegner entscheiden, in was für eine Figur der Bauer umgewandelt wird. Sollte die Spielerin nach dem Bauernzug oder der Umwandlung im Schach stehen, hat sie verloren. Das Schlagen »en passant« ist nicht möglich.

Varianten

  • Weiß hat bei der beschriebenen Grundversion einen Vorteil, dieser kann dadurch ausgeglichen werden, daß Weiß im ersten Zug keinen schwarzen Bauern vorziehen darf.
  • Eine andere Möglichkeit, den weißen Anzugsvorteil aufzuheben, besteht darin, in der Grundstellung die schwarze Dame mit dem schwarzen König zu vertauschen. Dies entkräftet die Drohung Dh5/f6+ und sorgt so für gleiche Chancen.

Quelle: Chessvariants.com: Avalanche Chess, erfunden von Ralph Betza (Eigene Übersetzung).


Diese Variante ist in »Schach mal anders« aufgeführt.